HANDBALL – BUNDESLIGA: SCM schlägt Melsungen sicher 32:24

„Typischer Auftakt“

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Die Maschine: Zeljko Musa (l.) ließ Melsungens Michael Müller stehen und traf für den SC Magdeburg. Die Handballer gewannen das Bundesligaspiel souverän.

Magdeburg – Sie wüssten noch nicht genau, wo sie stehen. Das hatte Bennet Wiegert zwei Tage vor der Partie gegen die MT Melsungen gesagt. Nun weiß es der Trainer des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg.

Seine Sieben präsentierte sich gestern nach der langen Pause zwar noch etwas schwankend, aber siegesgewiss. In der ausverkauften GETEC-Arena gewann der SCM mit 32:24 (15:14). Ein wichtiger Heimsieg nach zuletzt zwei Niederlagen zu Hause.

Als hätte es keine Weltmeisterschaftspause gegeben, legten die Magdeburger rasant los. Nach gerade einmal zwei Minuten stand es bereits 3:0. Doch dem starken Beginn folgten Phasen, in denen die Gäste aus Melsungen immer wieder zu Chancen kamen. In der elften Minute gelang ihnen erstmals der Ausgleich (6:6), wenig später sogar die Führung (6:7). Und sie hätten auf zwei Tore davonziehen können, hätte der SCM im Tor nicht einen Weltmeister. Jannick Green parierte in der 13. Minute einen Siebenmeter. Kreisläufer Zeljko Musa glich zum 7:7 aus. Der SCM-Express nahm wieder Fahrt auf, auch wenn Melsungen noch einmal in Führung ging – ein letztes Mal (7:8/14.). Danach ließ sich die Wiegert-Sieben aber nicht mehr von ihrem Kurs abbringen. Zur Pause stand eine 15:14-Führung zu Buche.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Grün-Roten in ihr gefürchtetes Tempospiel. Phasenweise überrannten sie die Gäste. Nach 44 Minuten lagen sie erstmals mit sechs Toren in Front. Ein Vorsprung, den sie sich nicht mehr nehmen ließen. Teilweise begannen O’Sullivan & Co. zu zaubern. Das Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Jubel. Der galt auch Lukas Mertens, der nach achtmonatiger Verletzungspause fünf Minuten vor Schluss auf die Platte durfte. Und der Linksaußen gab das Vertrauen mit zwei Treffern zurück. Am Ende gewann der SCM verdient mit 32:24.

„Das war so ein typisches Rückrunden-Auftaktspiel nach einer langen Pause“, schätze Wiegert nach der Partie ein. „Ob wir jetzt einschätzen können, wo wir wirklich stehen, weiß ich nicht. Aber es macht Hoffnung und Mut für mehr.“ Bei aller Siegeseuphorie gab es auch einen Wermutstropfen: Ignazio Plaza ging nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler von der Platte. Eine schwere Gehirnerschütterung steht im Raum.

SC Magdeburg: Green - O’Sullivan (1 Tor), Musche (10), Musa (2), Damgaard (7), Pettersson (2), Lagergren (3), Bezjak (2), Chrapkowski, Plaza, Christiansen (1), Weber (2), Mertens (2), Molina.

VON SABINE LINDENAU

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