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TuS Wahrburg feiert den ersten Dreier der Saison

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Von: Tobias Haack

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Daniel Fest bejubelt ein Tor.
Erleichtert: TuS-Trainer Daniel Fest. © Haack

Der TuS Wahrburg hat in der Fußball-Landesliga Nord nach drei Pleiten am Stück seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen den TSV Niederndodeleben mussten zwei Strafstöße herhalten, um zum Erfolg zu kommen.

Es ist vollbracht. Der TuS Wahrburg hat am 4. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord seine ersten Punkte eingefahren. Im Heimspiel gegen den sehr gut gestarteten TSV Niederndodeleben setzten sich die Stendaler nicht schön, aber auch nicht unverdient mit 2:0 (1:0) durch. Es war eine Partie, die für alle Beteiligten nicht sonderlich einfach war, denn aufgrund einer Verletzung musste sie im zweiten Durchgang für knapp 25 Minuten unterbrochen werden.

Unbekanntes Gefühl für den Trainer

TuS-Trainer Daniel Fest erlebte im Vorfeld der Partie ganz neue, unbekannte Gefühle, denn ihm stand erstmals in der Saison ein gut besetzter Kader zur Verfügung. Mit der neuen Qual der Wahl als Basis entschied sich der Wahrburg-Coach für ein System mit Dreier- bzw. Fünferkette. Insgesamt gingen es die Hausherren eher vorsichtig an. Der missglückte Saisonstart in der Liga war zunächst auch spürbar von Kopf auf Bein übergegangen. „Die Situation ist nicht einfach, wenn du keine Spiele gewinnst“, unterstrich Fest in seiner späteren Analyse.

Assmann: Erst clever, dann eiskalt

Niederndodeleben, das überraschend mit sieben Zählern aus den Startlöchern gekommen war, hätte die Stendaler Verunsicherung nutzen können. Alexander Felgentreff (7.) und Lennard Schott (15.) nahmen aber die ersten Geschenke der Hausherren nicht an. Den nächsten groben Patzer in einem mäßigen Landesliga-Spiel leistete sich dann der TSV. In einem harmlosen Zweikampf kam Kevin Assmann zu Fall und holte somit recht problemlos einen berechtigten Strafstoß heraus, den er selbst zum plötzlichen 1:0 verwandelte (24.). In der Folge kämpfte sich Wahrburg etwas besser herein. Gefährlich aber wurde weiterhin nur der Gast. Marcel Werner rettete kurz vor der Linie (39.), Bryan Giebichenstein parierte gegen Schott glänzend (45.+1), dann war das knappe 1:0 zur Pause gesichert. Durchatmen.

Lange Unterbrechung in Durchgang zwei

Fest brachte mit Tobias Heyder einen spritzigen Joker, der nicht lange brauchte, um Felix Pitzner die erste echte Wahrburger Chance aufzulegen, doch der TSV-Schlussmann war zur Stelle (56.). Gleiches galt auch für Giebichenstein, der nach einem Eckstoß gegen Alexander Komorous Sieger blieb (63.). Die Partie schien Schwung aufzunehmen, doch dann ging 25 Minuten gar nichts mehr. Lennard Schott wurde im Zweikampf unglücklich im Nacken erwischt und musste mit einer Halskrause per Krankenwagen abtransportiert werden. Die Untersuchungen im Krankenhaus ergaben glücklicherweise keine schlimmeren Verletzungen.

Pitzner holt sich Selbstvertrauen

Als der Ball wieder rollte, drückten die Bördekreisler aufs Gaspedal. „Die Pause hat uns nicht gutgetan“, erkannte Daniel Fest. Doch seiner Elf war das Glück hold. So scheiterte TSV-Joker Jan Voigt gleich zweimal an der Querlatte. Aber auch der TuS kam nun zu klaren (Konter-)Chancen. Felix Pitzner vergab zweimal die Entscheidung, ehe er tief in der Nachspielzeit nach einem neuerlichen Foul an Assmann Strafstoß Nummer zwei zum 2:0-Endstand verwandelte (90.+6).

„Wir sind froh, dass wir zu einem wichtigen Zeitpunkt einen wichtigen Sieg eingefahren haben“, gab Daniel Fest nach Spielschluss erleichtert zu Protokoll.

Tore: 1:0 Kevin Assmann (24./FE), 2:0 Felix Pitzner (90.+6/FE). Bes. Vorkommnis: Aufgrund der Verletzung von Lennard Schott (66./Niederndodeleben) wurde das Spiel für knapp 25 Minuten unterbrochen.

TuS Wahrburg: Giebichenstein - Köhn, Werner, Burghard (46. Radelhof) - P. Wennrich - Karaterzyan (69. Schmidt), Assmann, Lautenschläger, Rieke - Pohl (54. Heyder, 67. Gast), Pitzner.

Alle Spielberichte, Stimmen und Hintergründe aus der Landesliga lest Ihr am heutigen Montag in Eurer Altmark-Zeitung.

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