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TuS Schwarz-Weiß Bismark schafft die Trendwende im Altmark-Duell gegen Havelwinkel Warnau

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Von: Tobias Haack, Marcus Lüer

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Cherchenko im Zweikampf gegen Heinrich.
Packendes Duell: Bismarks Oleksandr Cherchenko (links) gegen Stefan Heinrich (rechts). © Lüer, Marcus

In den vergangenen Wochen lief wenig bis nichts für den TuS Bismark zusammen. Der Turnaround gelang am Sonnabend - ausgerechnet gegen Altmark-Konkurrent und Spitzenteam SSV Havelwinkel Warnau.

Die Fußballer des TuS Schwarz-Weiß Bismark haben am Sonnabend den SSV Havelwinkel Warnau zum prestigeträchtigen altmärkischen Duell in der Landesliga Nord auf heimischem Grün empfangen. Am Ende setzte sich die Heimelf von Trainer Artem Sikulskyi mit 3:0 (2:0) durch und konnte den erhofften Befreiungsschlag landen.

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an ihre fußballerische Klasse und versuchten sich immer wieder spielerisch aus den Drucksituationen zu befreien. Die erste Chance der Partie hatte dann Warnaus pfeilschneller Angreifer Roman Arndt, doch Igor Tyshchenko rettete für den schon geschlagenen TuS-Torwart Niklas Kannenberg. In Spielminute 18 war es wieder Arndt, der der TuS-Defensive entwischte und den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnte. Die Torschüsse von Bismarks Ansgar Gille (21.) und Ihor Spivak (26.) segelten weit über den Kasten. Genau wie der Versuch von Warnaus Hans Büchner (33.).

Uns ist heute ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass wir gerade im Derby drei Tore erzielen. Wichtig war auch, dass wir mal ein zu Null halten.

Jens Knoblich (Co-Trainer, TuS Bismark)

Als Gäste-Keeper Alexander Fellenberg einen Freistoß der Hausherren nur zur Seite klatschen lassen konnte, war der auffällige Oleksandr Cherchenko hellwach und bediente in der Mitte seinen Sturmpartner Pascale Schröder, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 1:0 (42.). Als dann Philipp Grempler sich nur wenig später durch die Gäste-Abwehr tankte und zur 2:0-Führung (44.) einnetzte, war der Jubel riesengroß. Ein Treffer zum berühmten psychologisch richtigen Zeitpunkt. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine.

Warnau-Trainer Michael Tiersch sagte nach der Begegnung: „Die Bismarker waren einfach mal dran nach ihrem Negativlauf. Irgendwann wird man demütig als Fußballer und dann gibt man in so einem Spiel alles. In den ersten drei bis vier Szenen ging unser Spiel eigentlich auf, wir stehen tief, erobern uns die Bälle. Ob es dann wirklich viermal hintereinander Abseits war. Das waren dann unglückliche Fifty-Fifty-Entscheidungen gegen uns. Natürlich klärt unser Torhüter den Freistoß nicht optimal, doch Alexander hat vier Jahre nicht gespielt. Das war erst sein drittes Spiel, deshalb machen wir ihm da keinen Vorwurf.“

Die Bismarker waren einfach mal dran nach ihrem Negativlauf. Irgendwann wird man demütig als Fußballer und dann gibt man in so einem Spiel alles.

Michael Tiersch (Trainer, Havelwinkel Warnau)

In Durchgang zwei hatte Warnaus Arndt den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch die TuS-Abwehr war zur Stelle. In Spielminute 58 zog Cherchenko aus zentraler Position ab, wieder parierte SSV-Keeper Fellenberg. Doch das Leder landete beim Bismarker Kapitän Alexander Mayer, der kompromisslos zum 3:0 vollstreckte. Die Vorentscheidung. Die Elf von Warnau-Trainer Michael Tiersch gab sich nicht auf. Ein Torerfolg war den Seinen an diesem Tag nicht vergönnt.

Bismarks Co-Trainer Jens Knoblich zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Uns ist heute ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass wir gerade im Derby drei Tore erzielen. Wichtig war auch, dass wir mal ein zu Null halten. Der Sieg ist absolut verdient, ich bin megastolz auf die Truppe.“

Tore: 1:0 Pascale Schröder (42.), 2:0 Philipp Grempler (44.), 3:0 Alexander Mayer (58.). Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Bismarks Ihor Spivak (84.).

TuS Schwarz-Weiß Bismark: Kannenberg - Gille, Motejat, Tyshchenko, Spivak - Hohmann, Buksovs, Mayer (70. Schreiber) - Grempler, Cherchenko (89. Schmundt), Schröder.

SSV Havelwinkel Warnau: Fellenberg - Bradburn (88. Debold), Heinrich, Püschel , Albrecht - W. Schulz (63. Dennstedt), Büchner, Lange - Brömme (71. Fringel), Hilgenfeld (68. Jeckstadt), Arndt (81. Doering).

Alle Spielberichte, Hintergründe und Trainerstimmen vom Wochenende findet Ihr am Montag im XXL-Sportteil Eurer Altmark-Zeitung.

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