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„Wir sind da, wenn sie ausrutschen“

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Von: Renee Sensenschmidt

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Zwei Handball mit einem Ball
Justin Kalupke (am Ball) hat im ersten Männer-Team des SV Oebisfelde nach Ansicht seines Trainers mehr eingeschlagen, als erwartet. © Freier Mitarbeiter

Oebisfelde – Die 27:29-Niederlage am vergangenen Sonnabend im Spitzenspiel beim Tabellenführer Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz war bitter, dennoch befinden sich die Handballer des SV Oebisfelde auf einem guten Weg und sehen für sich weiterhin gute Chancen im Titelkampf der Sachsen-Anhalt-Liga. „Die Niederlage tat weh. Aber es geht weiter und wir jagen Wittenberg-Piesteritz jetzt. Wir sind da, wenn sie ausrutschen. Unsere Aufgabe ist es jetzt weiter fokussiert und selbstbewusst zu bleiben“, nimmt Trainer Christian Herrmann die Verfolgerrolle für seine Sieben an.

Nach sieben gespielten Begegnungen haben die Allerstädter als Tabellenzweiter 12:2-Punkte auf ihrem Konto. Haldensleben (32:21), Calbe/Saale (31:23), Schönebeck (40:13), der HSV Magdeburg (29:17) und Eintracht Gommern (34:18) wurden bezwungen, ehe die Niederlage beim verlustpunktfreien Spitzenreiter folgte. Jetzt heißt es für den SVO dranbleiben und möglichst bis zum Rückspiel gegen Wittenberg-Piesteritz am 25. März 2023 in eigener Halle keine weiteren Zähler abzugeben.

„Ich bin zufrieden mit der Art und Weise, wie wir Handball spielen und interpretieren. Wir sind auf einem guten Weg uns immer weiter zu verbessern. Da ändert auch die Niederlage nichts dran, wir waren in diesem Spiel im Endeffekt nicht abgezockt genug, um den Deckel drauf zu machen. Wir werden weiter an unserem Entscheidungsverhalten arbeiten, aus Fehlern lernen, um noch besser zu werden“, blickt Christian Herrmann auf die bisherigen Saisonspiele zurück.

Die drei externen Neuzugänge Sven Vogel, Torben Wanzek und Jan-Luca Schülke aus Helmstedt haben bislang die Erwartungen erfüllt. „Es war goldrichtig, alle drei in unsere Mannschaft zu holen. Es ist beeindruckend, wie schnell sie sich eingelebt haben und der Mannschaft an Qualität geben. Das ist genau das, was wir gebraucht haben“, lobt Christian Herrmann die Neuzugänge, zu denen auch Eigengewächs Justin Kalupke gehört. „Er hat mehr eingeschlagen als erwartet. Ich kann ihn einfach reinschmeißen, ohne das ich Bedenken haben muss. Klar reicht es noch nicht für ein ganzes Spiel, aber das wird kommen. Justin war beim HSV Magdeburg ein großer Faktor, als wir in den letzten zehn Minuten das Spiel gedreht haben.“

Der Name Kalupke steht in Oebisfelde für Qualität und vielleicht stehen Justin und sein Onkel Andreas noch gemeinsam auf der Platte. Aktuell arbeitet der 41-Jährige nach seiner Schulterverletzung an seiner Rückkehr, er unterstützt Christian Herrmann in der Trainingsarbeit und bei den Begegnungen. „Gerade im Spiel ist Andreas eine große Unterstützung. Ich kann zu ihm kommen und wir besprechen uns. Das war auch schon so, als er gespielt hat. Da lief die Kommunikation über Blickkontakt und kurze Absprachen. Im Moment können wir da auf der Bank mehr reden“, freut sich Christian Herrmann, der mit der Unterstützung von Andreas Kalupke das sportliche Niveau der SVO-Sieben weiter verbessern will. „Wir machen phasenweise noch zu viele technische Fehler, was bei unserer Spielweise durchaus die Gefahr ist. Mir ist bewusst, wer schnell Entscheidungen treffen soll, macht auch schneller Fehler. Die Automatismen müssen sich noch mehr finden und ablaufen. Ab ich bin sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen werden.“

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