Paul Seguin unterschreibt bis 2017 beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg

Ein traumhafter Ort

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Neuer Arbeitsplatz: Paul Seguin (links) und VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs in der Volkswagen Arena. Foto: VfL Wolfsburg

Wolfsburg. Paul Seguin stand mit Klaus Allofs auf der Tribüne der Volkswagen Arena in Wolfsburg, die Sonne schien ins weite Stadionrund und die Beiden auf dem Bild hatten ein Lächeln auf dem Gesicht.

 Wenn es nicht so kalt in Wolfburg gewesen wären, hätte man meinen können, es ist das passende Wetter, bei dem sich Träume erfüllen. Für den 18-Jährigen Seguin ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Stendaler unterschrieb am Montag beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg einen Profi-Vertrag bis 2017.

Das war das Ziel des Mittelfeldmannes, der einst beim 1. FC Lok Stendal in der F-Jugend mit dem Fußball spielen begann und dann zu den D-Junioren der Wölfe wechselte. „Es wäre ein Traum, beim VfL zu bleiben“, hatte Seguin noch vor Jahresfrist gesagt. Nach Verhandlungen mit dem Verein, der ihm im Nachwuchsleistungszentrum fußballerisch ausbildete, kam es nun zur Einigung. „Wir freuen uns, dass sich Paul dazu entschlossen hat, den nächsten Schritt seiner Karriere beim VfL anzugehen“, erklärte VfL-Geschäftsführer Allofs. Der Schritt wird freilich nicht einfach – aber aus Sicht von Björn Schultz sei es „ein richtiger Schritt. Etwas Besseres kann es nicht geben“. Schultz ist Seguins Berater und führte „unkomplizierte Gespräche“. Richtig, jedoch nicht einfach, gilt für Seguins Zukunft.

Dazu reicht ein Blick auf den besonders im Mittelfeld üppig besetzten Kader des VW-Klubs. Nach dem jüngsten 22-Millionen-Neuzugang Kevin de Bruyne buhlen noch Diego, Luiz Gustavo, Ivan Perisic, Maximilian Arnold, Daniel Caligiuri, Slobodan Medojevic, Jan Polak, Willi Evseev, Junior Malanda und ab sofort auch Seguin um die Gunst von Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking. Elf Mittelfeldspieler für zumeist fünf Positionen, wenngleich bis zum Saisonende der ein oder andere den ambitionierten Bundesligisten verlassen wird. Doch Allofs traut dem Jüngsten in der Riege den Platz unter all diesen Edel-Kickern zu. „Er verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten und hat alle Voraussetzungen, den Sprung in den Profi-Fußball zu schaffen“, merkt sein Chef an. Und auch Berater Schultz sieht die Chance für seinen Mandanten, trotz der großen Konkurrenz. „So ist das im Hochleistuungssport“, weiß der Vermittler der Leipziger Agentur inteamsports.

Zudem würden „Dieter Hecking und Klaus Allofs schauen, was mit dem Nachwuchs passiert“. Ein Testspiel bestritt der frühere Lok-Spieler beim VfL der noch A-Jugendliche immerhin schon. Im November debütierte Seguin beim 0:0 der Wolfsburger beim schottischen Erstligisten Hearts of Midlothian. Seit Oktober sind er und sein A-Jugend-Kollege Moritz Sprenger, der vor zwei Wochen schon einen Kontrakt mit dem Wolfsburg einging, ständige Trainingsgäste bei den Profis – und nun vollständiges Mitglied des Kaders. Einsätze in der Elite-Liga liegen nunmehr in Reichweite für den talentierten, defensiv wie offensiv einsetzbaren Jung-Profi. Eines hat Seguin schon erreicht: „Ziel ist es, hier zu bleiben.“ Das sagte der Stendaler, wo noch nicht klar war, ob er Lizenzspieler wird. Nach der Unterschrift mit Allofs war der Traum perfekt, das Foto mit dem neuen Chef in der Heimspielstätte des VfL sollte die Zusammenarbeit der ganzen Welt zeigen. Gestern Nachmittag zeigte sich Seguin wieder auf dem Trainingsplatz vor der Volkswagen Arena.

Weitere Stimmen zum Seguin-Vertrag lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der Altmark Zeitung.

Von Benjamin Post

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