Fußball: 1. FC Lok feiert 5:0-Kantersieg und präsentiert ein halbes Dutzend Neuzugänge

Traumhafte Generalprobe

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Martin Gödecke (rechts) begann gegen Mecklenburg Schwerin (links, Hennig Leu) als einzige Spitze, erzielte einen Treffer und musste später als Linksverteidiger aushelfen.

Stendal. Es war ein schwieriger Sommer, doch gerade noch rechtzeitig – eine Woche vor dem Oberligastart – scheint der 1. FC Lok Stendal der Saison 2018/19 Form anzunehmen.

Bei der offiziellen Saisoneröffnung des Klubs am Sonnabend im Stadion „Am Hölzchen“ präsentierte der Verein seinen Fans die heiß ersehnten Neuzugänge und zeigte sich beim 5:0 (4:0)-Testspielsieg gegen Oberliga-Absteiger FC Mecklenburg Schwerin zudem sportlich bereit für die kommenden Aufgaben.

„Unsere Leistung heute war durchaus zufriedenstellend“, konstatierte Lok-Trainer Sven Körner. Hatte das torlose Remis gegen Chemie Premnitz (Landesliga) unter der Woche noch für deutlich vernehmbares Murren auf der Tribüne gesorgt, gab es am Auftritt der Stendaler gegen Schwerin nichts auszusetzen. Man könnte es auch als das perfekte Spiel bezeichnen. Bereits nach zwei Minuten ging Lok mit dem ersten Standard der Partie in Führung. Johannes Mahrhold köpfte nach einem Eckstoß ein. Nach einer kurzen Phase des Leerlaufs ließ Stendal drei perfekte Angriffe folgen. Neuzugang Chris Wete Kiesse (26.), Niclas Buschke (31.) und Martin Gödecke (34.) mussten bei ihren Treffern zum 4:0-Pausenstand jeweils nur noch den Fuß hinhalten. Gegner Schwerin, der im Sommer einen großen personellen Umbruch vollziehen musste, hatte das Verteidigen in dieser Phase nahezu komplett verweigert.

Nach dem Wechsel blieb Stendal das beherrschende Team, ohne aber gänzlich konsequent auf weitere Tore zu gehen. Eher zufällig – nach einem Befreiungsschlag von Torwart Lukas Kycek – legte Tim Seidel-Holland für Maurice Pascale Schmidt auf, der das Leder zum 5:0 über die Linie drückte (58.).

Fünf eigene Treffer, ohne eine Großchance des Gegners zuzulassen: Besser hätte sich Lok eine Woche vor dem 1. Spieltag in Staaken nicht präsentieren können. „In der zweiten Halbzeit hätte ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Druck gewünscht, aber insgesamt waren sehr viele gute Inhalte in unserem Spiel. Ab jetzt geht es nur noch um Details“, zeigte sich Körner mit dem Leistungsstand seiner Mannschaft zufrieden.

• Tore: 1:0 Johannes Mahrhold (2.), 2:0 Chris Wete Kiesse (26.), 3:0 Niclas Buschke (31.), 4:0 Martin Gödecke (34.), 5:0 Maurice Pascale Schmidt (58.).

• 1. FC Lok Stendal: Kycek - Groß (58. Erdmann), Schaarschmidt, Hey, Mahrhold, Salge (65. Buschke) - Buschke (55. Schmidt), Kiesse (55. Lemke), Schubert, Krüger - Gödecke (55. Seidel-Holland, 76. Kiesse).

Sechs Neuzugänge präsentiert

Erstmals überhaupt hatte der 1. FC Lok Stendal am Sonnabend ein kleines Eröffnungsprogramm für seine Fans vorbereitet. Kernpunkt: Die Vorstellung der Mannschaft inklusive der Neuzugänge. Die großen Überraschungen blieben dabei erwartungsgemäß aus. Es war schon im Vorfeld ein offenes Geheimnis, dass der Klub die bereits aus den Testspielen bekannten Probespieler verpflichten würde. Konkret tragen in der kommenden Spielzeit Innenverteidiger Sebastian Hey (Chemie Leipzig), Außenverteidiger Kevin Dagnet (Frankreich), Mittelfeldspieler Chris Wete Kiesse (Radebeuler BC) und Angreifer Christiano Heliodoro (Frankreich) das Trikot des 1. FC Lok. Hinzu kommen Pascal Lemke und Maurice Pascale Schmidt aus dem eigenen Nachwuchs.

Dagnet (erkrankt) und Heliodoro (aus organisatorischen Gründen in Frankreich) fehlten im Spiel gegen die Schweriner. Darüber, ob die vier externen Neuzugänge am kommenden Sonntag in Staaken bereits spielberechtigt sind, machte der Verein keine Angaben.

Abgeschlossen sind die Kaderplanungen des 1. FC Lok Stendal übrigens noch nicht. Auf der Wunschliste der sportlichen Leitung steht ein weiterer Mittelfeldspieler, der im Idealfall bereits in den kommenden Tagen präsentiert werden soll. Um Daniel Ujazdowski, dessen Name aktuell wieder einmal am „Hölzchen“ kursiert, handelt es sich dabei nicht. „Da ist nichts dran“, versichert Körner.

Von Tobias Haack

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