Trauma im Kopf, Traum vor Augen

JürgenDobberkau

GOLDBECK. Wenn der SV Blau-Gelb Goldbeck morgen den SSV Landsberg erwartet, bietet sich der Dobberkau-Elf die Chance, ins Viertelfinale um den Fußball-Landespokal einzuziehen. Bereits mit dem Erreichen des Achtelfinals ist den Blau-Gelben etwas geglückt, dass in dieser Saison keinem anderen Landesklasse-Vertreter gelungen ist. Von Martin Rehberg

Die Hürde, die es ab 14 Uhr auf heimischem Platz zu überspringen gilt, heißt SSV Landsberg. „Wir erwarten mit Landsberg eine Spitzenmannschaft der Landesliga Süd“, hat sich Coach Jürgen Dobberkau über den kommenden Kontrahenten schlau gemacht. Auch wenn Teams aus dem Süden oftmals als die große Unbekannte gelten, ist doch zumindest klar, dass die SSV-Kicker derzeit auf Rang fünf des Klassements liegen und zu einem Topteam der Südstaffel zählen. Auch ist bekannt, dass die 90er mit Gerry Dietrich einen brandgefährlichen Angreifer in ihren Reihen haben. In nur sechs Spielen erzielte der Goalgetter acht der insgesamt zehn SSV-Tore.

Was den Altmärkern in die Karten spielen könnte, ist die Auswärtsschwäche der Rand-Hallenser. In bislang vier Ligapartien setzte es bei nur einem Remis zum Auftakt drei Pleiten in der Fremde. Außerdem dürfte beim Gegner das Selbstvertrauen zuletzt gelitten haben. Es setzte zuletzt drei Pleiten in Serie. Demgegenüber steht die Heimschwäche der Klautzsch, Fraaß und Co., die daheim bislang auch keine Bäume ausrissen.

Positiv gestaltet sich hingegen die personelle Lage bei den Blau-Gelben. Bis auf Sebastian Pflug, der weiter nicht zur Verfügung steht, dürfte alles an Deck sein. Mit einem Blick auf den Sonntag, wenn Goldbeck im Altmarkpokal-Achtelfinale bei Kreisligist Krüden einer Doppelbelastung ausgesetzt ist und auch nicht auf Spieler der Reserve zurückgreifen kann, die selbst im Cup gefordert ist, eine gute Nachricht.

Eines ist aber dennoch klar, soll die Sensation glücken, muss einfach alles stimmen. Und ob die Blau-Gelben den Kopf nach den unschönen Szenen im Derby gegen Krevese, als es beinahe zu handfesten Auseinandersetzungen mit den Gäste-Fans kam und Knallkörper auf das Spielfeld flogen, frei bekommen, bleibt abzuwarten. „Nach den Ereignissen vergangene Woche kann man nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Wo sind wir hingekommen, dass während der regulären Spielzeit ein Kreveser Zuschauer einen Spieler von uns tätlich bedrohen will und kurz danach ein Böller unseren an der Mittellinie stehenden Torwart nur um Haaresbreite verfehlt. Das sind kriminelle Handlungen, die auf keinem Fußballfeld etwas zu suchen haben. Es wird nach diesen Ereignissen sehr schwierig, die Psyche frei zu bekommen und zum normalen Spielbetrieb zurückzukehren“, verurteilt Trainer Dobberkau das Geschehene und hofft darauf, dass sein Team die große Chance dennoch nutzt.

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