FUSSBALL – 3. LIGA FCM-Coach Hoßmang atmet nach 2:1 auf

Tränen der Erleichterung

Die Faust geballt, die Erleichterung herausgeschrien: Bei FCM-Trainer Thomas Hoßmang (r.) und seinen Profis war die Freude nach dem 2:1-Sieg groß.
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Die Faust geballt, die Erleichterung herausgeschrien: Bei FCM-Trainer Thomas Hoßmang (r.) und seinen Profis war die Freude nach dem 2:1-Sieg groß.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Im Interview mit dem MDR nach Abpfiff hatte er Tränen in den Augen. Thomas Hoßmang war sichtlich erleichtert. Über das Ende der Negativserie, über den zweiten Saisonsieg, über das Verlassen des letzten Platzes der Drittliga-Tabelle.

Und sicher auch ein Stück weit, weil die Diskussionen um sein mögliches Aus beim 1. FC Magdeburg vorerst verstummt sein dürften. Beim 2:1 (0:0) gegen die Reserve des FC Bayern München am Sonnabendnachmittag vor der Geisterkulisse der MDCC-Arena bewiesen seine Schützlinge, dass sie auch über die volle Distanz kämpfen können.

In der ersten Halbzeit sah es allerdings weniger nach einem Erfolg aus. Die Gäste bestimmten das Spiel, hätten durch Nicolas Kühn in Führung gehen können (8.). Mit einer Glanzparade hielt FCM-Keeper Morten Behrens seine Elf aber im Spiel. „Da hatten wir Glück, dann waren wir aber präsent“, so der FCM-Coach. Wegen der Rotsperre von Tobias Müller stellte er von einer 3-4-3 auf eine 4-3-3-Grundformation um. In der Startelf lief Daniel Steininger für Christian Beck auf, Adrian Malachowski für Müller. „Es war ja Druck auf dem Kessel“, war Hoßmang bewusst, dass es für ihn ein Endspiel war. Anders als in den zurückliegenden Partien wich das gewohnt hohe Pressing der Anfangsminuten der vom Trainer geforderten Balance.

Doch so konnten sich die Magdeburger kaum Chancen herausspielen. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause. Im letzten Drittel konsequenter agieren: Das gab Hoßmang seinen Profis in der Kabine mit auf den Weg. Und die setzten es um. Maximilian Franzke, der in der letzten Saison noch bei den „kleinen“ Bayern war, brachte den FCM mit der ersten Chance mit 1:0 in Front (49.). Raphael Obermair erhöhte auf 2:0 (60.). Luca Sliskovic hätte beinahe auf 3:0 gestellt. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze, als er nur noch Münchens Keeper vor sich hatte, landete am Pfosten (74.) „Da hatten wir zu viele Ungenauigkeiten im Spiel“, ärgerte sich Bayern-Trainer Holger Seitz über die einfachen Ballverluste seiner Elf und die gewonnenen Zweikämpfe der Magdeburger, die zu den Treffern geführt hatten. Dann begann das Zittern. Die Bayern-Reserve machte Druck, gab sich nicht auf. Aber auch die Platzherren blieben dran. Als Dominik Ernst Fiete Arp im Strafraum zu Fall brachte, zeigte Schiedsrichter Florian Exner auf den Punkt. Timo Kern verkürzte zum 2:1 (80.), der Ausgleich blieb aber aus.

„Es war wichtig, dass wir heute die Köpfe oben behalten und auch schwierige Momente überstanden haben“, freute sich Hoßmang. „Wir sind froh, die drei Punkte hier gelassen zu haben.“ Nach dem Schlusspfiff ballte er kurz die Faust, holte seine Jungs zum obligatorischen Kreis zusammen. Mit dabei auch Jürgen Gjasula und Sören Bertram. „Ich habe den Jungs im Kreis ein großes Kompliment gemacht und ihnen zwei Tage frei gegeben“, so der Coach. Mit den beiden freigestellten Spielern sollen in dieser Woche weitere Gespräche folgen.

Tore: 1:0 Maximilian Franzke (49.), 2.0 Raphael Obermair (60.), 2:1 Timo Kern (80./Elfmeter).

1. FC Magdeburg: Behrens - Ernst, Koglin, Burger, Obermair - Malachowski, Jacobsen, A. Müller (75. Jakubiak) - Franzke (81. Brünker), Steininger (64. Kath), Sliskovic.

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