200 Sportler aus acht Bundesländern bei 5. Stendaler Stadtmeisterschaften

Titelreiche Tischtennis-Tage

Top drei bei den Damen (von links): Dagmar Haack (SV Schorstedt), Hien Nguyen (SSV Gardelegen) und Maike Lolies (Concordia Rogätz). Im Doppel belegten Haack und Nguyen den zweiten Platz. Foto: Giesecke

Stendal. Die 5. Stendaler Stadtmeisterschaften im Tischtennis sind Geschichte. Knapp 200 Sportler aus 42 Vereinen fanden am Wochenende den Weg in die Kreisstadt, um an drei Tagen in verschiedenen Kategorien ihre Sieger zu küren.

Gastgeber TTC Lok Stendal zeigte sich gut vorbereitet. Erstmals halfen ihnen die Sportfreunde von Post Stendal, in deren Halle die Konkurrenz der Herren D ausgetragen wurde. Aus acht Bundesländern reisten die Tischtennisspieler an und nahmen positive Eindrücke aus der Rolandstadt mit in ihre Heimat.

Herren D

Begonnen wurde am Freitagabend bei den Herren C (bis Kreisoberliga) und D (bis 2. Kreisklasse). Am Ende siegte der Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Robert Foerster vom TSV Milbertshofen reiste extra aus München für das Turnier an. Die Strapazen sollten sich lohnen. Er besiegte den Stendaler Tobias Roever im Endspiel mit 3:1, nachdem sich beide in der Vorschlussrunde sicher 3:0 gegen die Rochauer Benedikt Weiß beziehungsweise Tobias Boege durchgesetzt hatten. Im Spiel der Unterlegenen behielt Boege mit 3:1 die Oberhand. Dafür konnten Weiß und Boege im Doppel auftrumpfen. Die Beiden zogen hier ins Endspiel ein, wo sie gegen Wille/Foerster (Schönhausen/Milbertshofen) nur knapp mit 9:11 im fünften Satz verloren. Dritter wurde das Klietzer-Duo Pürner/Billhardt. Erfreulich zudem, dass sich unter den 28 Akteuren auch Mitglieder des Vereins Skydive Stendal befanden, die den Tischtennissport nur in ihrer Freizeit betreiben und noch in keinem Tischtennisverein aktiv sind.

Herren C

Im C-Feld spielten 34 Aktive um den Titel. Im Endspiel standen sich Matthis Junker (Post Stendal) und Alexander Kiefer (KSC Magdeburg) gegenüber. Der Magdeburger hatte bis zum Finale keinen einzigen Satz abgegeben. Gegen Junker musste er sich aber gewaltig strecken. Nach 1:2-Satzrückstand drehte Kiefer noch das Spiel und gewann mit 11:6 im Entscheidungssatz. Den dritten Platz sicherte sich Michael Weiß (Magdeburg-Diesdorf), der den Klädener Markus Arnold 13:11 im Entscheidungssatz bezwang. Arnold musste übrigens die größte Ausdauer mitbringen. Seine Spiele mit Achtel-, Viertel-, Halbfinale sowie im Spiel um Platz drei gingen alle über fünf Sätze. Im Doppel holte Kiefer seinen zweiten Titel. Zusammen mit Weiß bezwang er im Finale trotz 0:2-Satzrückstand und 0:6 im dritten Satz das Duo Junker/Michalke (Post Stendal/TSV Völpke). Die Mahlwinkler Eggestein/Friedebold holten sich den dritten Platz durch ein 11:7 im fünften Satz gegen Arnold/Arnold (Kläden).

Herren B

Am Samstagvormittag suchten die Aktiven bis zur Bezirksliga ihren Sieger. Mit 45 Spielern war hier das größte Teilnehmerfeld zu verzeichnen. Nach Beendigung der zwölf Vorrundengruppen ging es im K.o.-System weiter. Überraschungen blieben dabei nicht aus. So schaffte es von den vier Topgesetzten nur der Bismarker Daniel Müller ins Halbfinale. Hier war gegen Paul Spilke (TSC Berlin) äußerst knapp Endstation. Nach einem 12:10 im fünften Satz zog der Hauptstädter ins Finale ein. Im anderen Semifinale setzte sich Philipp Bauer vom Gastgeber TTC Lok Stendal gegen Martin Sauerbrey (Börde Magdeburg) ebenfalls mit 3:2 durch. Wie knapp es in dieser Konkurrenz zuging, zeigte das Endspiel. Wieder waren fünf Sätze nötig, ehe Bauer durch sein 3:2 dafür sorgte, dass der Siegerpokal in Stendal blieb. Müller sicherte sich im Spiel um Platz drei ebenfalls einen Pokal und Preisgeld. Sein 3:0 gegen Sauerbrey war ungefährdet. Die vielen anderen altmärkischen Starter schieden schon vorher aus. Bei den Herren B zeigte sich deutlich, dass die besten Einzelspieler nicht zwangsläufig auch gute Doppelakteure sein müssen. Mit Paul Spilke schaffte es nur ein Spieler aus dem Einzelhalbfinale auch in die Doppelvorschlussrunde. Ansonsten standen sich sieben anderen Akteure gegenüber. Im Endspiel gewannen Karpe/Futh (Eichenbarl.-Ochtmersl./Medizin MD) gegen Wyrembek/Giesecke (TTC Lok Stendal) sicher 3:0.

Herren A

Den Höhepunkt bildete die A-Konkurrenz. Ab Samstagsnachmittag traten 36 Spieler in neun Vorrundengruppen gegeneinander an. Die beiden Besten jeder Gruppe zogen in die K.o.-Runde ein. Überraschungen blieben auch hier nicht aus. So schied Regionalligaspieler Marcus Schmidt (DJK Biederitz) schon im Viertelfinale aus. Trotz guter Konkurrenz aus Magdeburg schafften die beiden Altmärker Stefan Bindemann und Klaus Obst (beide TSV Tangermünde) den Sprung ins Semifinale. Hier schieden beide jedoch aus. Obst hatte gegen den Landeshauptstädter Mark Mechau, immerhin Mitglied der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft, mit 1:3 das Nachsehen und Bindemann musste sich nach großem Kampf Jens Köhler (Börde Magdeburg) 12:14 im fünften Satz geschlagen geben. Eng ging es auch im Finale zu, wo Mechau ebenfalls mit 14:12 im Entscheidungssatz das glücklichere Ende für sich hatte. Das Spiel um den Bronzerang ging kampflos an Bindemann. Die beiden Endspielteilnehmer sicherten sich auch zusammen im Doppel den Titel, wo sich keine Starter aus dem Kreis Stendal auf dem Treppchen platzieren konnten.

Damen

Neun Damen duellierten sich ab Samstagmittag, wobei fünf Damen für Post Stendal an den Start gingen. Nach zwei Vorrundengruppen spielten die Gruppenersten und -zweiten die Siegerin aus. Am Ende stand Dagmar Haack (SV Schorstedt), die sich im Halbfinale gegen Maike Lolies (Concordia Rogätz) und im Endspiel gegen Hien Nguyen (SSV Gardelegen) durchsetzte, auf dem Siegertreppchen. Dritte wurde Lolies nach einem Sieg über ihre Mannschaftskameradin Laura Peters.

Die zuvor ausgeschiedenen Spielerinnen suchten in einer Nebenrunde ihre Siegerin. Es gewann Juliane Schulz vor ihrer Mutter Beate, Anika Judeck und Thea Schweitzer (alle Post Stendal). Im Doppel gewannen Lolies/Peters gegen Haack/Nguyen im Finale 3:2.

Nachwuchs

Der Sonntag gehörte dem Nachwuchs. Die Stendal-Open sind eines der wenigen Turniere im Bundesland, in denen ein eigenes Jugendturnier ausgerichtet wird. In vier verschiedenen Altersklassen kämpften die Jungen und Mädchen um den Turniersieg. Der SV Schorstedt stellte die größte Delegation – ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit im Altmarkdorf. In den einzelnen Konkurrenzen spielte Jeder gegen Jeden, sodass die Teilnehmer viele Spiele absolvieren konnten. Meistens setzten sich die Favoriten durch.

Eine Überraschung gelang dem Gardelegener Leon Löffler, der den Favoriten Robert Brinkmann (KSC Magdeburg) im entscheidenden Spiel 3:2 bezwang und sich so die Goldmedaille bei den Stendal Open 2013 sicherte.

Von Matthias Giesecke

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