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Thomas Weise bleibt vorerst Präsident des Traditionsklubs

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Von: Tobias Haack

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Das neue Präsidium stellt sich auf.
Das neue Lok-Präsidium (v.l.): Nico Wiegel, Dr. Uwe Balliet, Thomas Weise, Torsten Pfeiffer, Klaus-Werner Höppner. © Verein

Die Mitgliederversammlung des 1. FC Lok Stendal hat Thomas Weise als Präsident bestätigt - vorerst. Aufgrund der angespannten sportlichen Lage verlief die MV teilweise emotional. Der Vorstand wurde erweitert.

Am Gründonnerstag hat im Schulungs- und Ausbildungszentrum der Kreissparkasse Stendal die ordentliche Mitgliederversammlung des 1. FC Lok Stendal e.V. stattgefunden.

Präsident Thomas Weise konnte in seiner Funktion als Versammlungsleiter insgesamt 46 Vereinsmitglieder begrüßen. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde gemäß der veröffentlichten Tagesordnung verfahren. Die im Einladungstext genannten Anträge auf Satzungsänderung wurden der Mitgliederversammlung erneut vorgestellt, erläutert und zur Abstimmung gegeben. Dabei ging es um die Erweiterung des Vorstands von vier auf fünf Mitglieder und um Fragen des Stimmrechts. So soll es künftig beim 1. FC Lok möglich sein, dass alle ordentlichen Mitglieder des Vereins an Abstimmungen teilnehmen dürfen – und nicht wie bisher nur die aktiven. „Natürlich kommen dann vielleicht mehr Diskussionen auf. Aber Diskussionen muss man sich stellen“, erklärte Thomas Weise gegenüber der Altmark-Zeitung. Anschließend wurden zwei Anträge auf Ehrenmitgliedschaft mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung bestätigt.

Nach dem Verlesen der Rechenschaftsberichte und Kassenprüferberichte mit anschließender Diskussion wurde der bisherige Vorstand entlastet. Dem scheidenden Vizepräsidenten Guido Klautzsch, der sich zu einem freiwilligen Rückzug aus der ersten Reihe entschlossen hat, wurde für seine Tätigkeit im Präsidium des Vereins gedankt.

Nach der Wahl drei neuer Kassenprüfer wurde ein neuer, fünfköpfiger Vereinsvorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen: Thomas Weise bleibt weiterhin Präsident, Nico Wiegel steigt als Vizepräsident neu ins oberste Vereinsgremium ein. Klaus-Werner Höppner (1. stellvertretender Vizepräsident) und Uwe Balliet (2. stellvertretender Vizepräsident) rücken ebenfalls neu in den Vorstand. Torsten Pfeiffer bleibt Schatzmeister des 1. FC Lok Stendal. Der letzte Tagesordnungspunkt beinhaltete die Vorstellung und Genehmigung des aktuellen Haushaltsplans.

In der jetzigen Situation wollte ich den Verein nicht im Stich lassen. Sollte die Wahl am Sonntag aber erfolgreich für mich ausgehen, geht es nur noch für eine begrenzte Zeit.

Thomas Weise (Präsident 1. FC Lok und OB-Kandidat in Stendal)

Aufgrund der sportlich angespannten Situation der ersten und zweiten Stendaler Mannschaft, aber auch der A-Junioren wurde die Mitgliederversammlung leidenschaftlich geführt. Insgesamt zog sich die Veranstaltung über stattliche drei Stunden. Im Nachgang äußerte sich der wiedergewählte Thomas Weise via Pressemitteilung wie folgt: „Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Vorstandsmitgliedern, dem erweiterten Vorstand, der Geschäftsstelle, den Trainern und Betreuern und allen Mitgliedern des 1. FC Lok Stendal e.V. für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden gut zwei Jahren bedanken. (...) Bereits vor der aktuellen Saison standen wir vor der Entscheidung, für unsere 1. Herrenmannschaft entweder die Oberliga freiwillig zu verlassen oder um den sportlichen Klassenerhalt zu kämpfen. Wir entschieden uns gemeinsam für den sportlichen Wettkampf! Falls uns der Klassenerhalt unter den Gegebenheiten nicht gelingen sollte, so werden wir mit einer jungen Mannschaft und einem starken Trainerteam wieder angreifen, um attraktiven Fußball im ‘Hölzchen’ erleben zu können.“

Weise selbst tritt am kommenden Sonntag noch als Spitzenkandidat der CDU zur Stichwahl um den Bürgermeisterposten der Hansestadt Stendal an. Sollte der Unternehmer gewinnen, steht er dem 1. FC Lok Stendal nur noch für eine Übergangszeit zur Verfügung. „In der jetzigen Situation wollte ich den Verein nicht im Stich lassen. Sollte die Wahl am Sonntag aber erfolgreich für mich ausgehen, geht es nur noch für eine begrenzte Zeit. Langfristig ist beides zusammen nicht möglich“, erklärte Weise auf AZ-Nachfrage. Eine erneute Mitgliederversammlung zur Wahl des neuen Lok-Präsidenten gäbe es dann im Herbst oder Frühjahr.

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