Handball: Seehausens Spielertrainer hört nach 25 Jahren in der ersten Männermannschaft auf

„Thilo ist einfach ein Bombentyp“

Kurz vor dem letzten Tor in der Sachsen-Anhalt-Liga: Thilo Hennigs traf gegen Gommern per Siebenmeter.
  • VonMichael Jacobs
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Seehausen. Es war ein emotionaler Abschied, den Thilo Hennigs am Sonnabend in der Wischelandhalle erlebte. Der Handballer der SG Seehausen verlässt nach 25 Jahren die erste Männermannchaft des Sachsen-Anhalt-Ligisten.

Als Spieler und seit Januar 2013 auch als Spielertrainer hatte Hennigs über ein Vierteljahrhundert alle Höhen und Tiefen des Klubs hautnah miterlebt und immer alles für seine SGS gegeben. Ein letztes Mal tat Hennigs dies am Sonnabend gegen Eintracht Gommern. Und hatte Erfolg. Sein Team gewann 27:25, Hennigs steuerte per Siebenmeter noch ein letztes Mal einen Treffer bei und am Ende lagen sich alle Beteiligten in den Armen, Es durfte über den Klassenerhalt gejubelt werden.

Hennigs Leistungen der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte honorierten Verein und Fans entsprechend. Der scheidende Spielertrainer wurde als erster in die Seehäuser „Hall of Fame“ aufgenommen. Zwei Trikots mit Hennigs Rückennummer 13 hängen nun unter dem Hallendach. Zudem gab es eine große Torte und natürliche auch Plakate mit warmen Worten. Die gab es auch von Mannschaftskapitän Benjamin Mittag: „Thilo ist einfach ein Bombentyp. Er hat sich in seiner Karriere nie von kleinen Blessuren stoppen lassen und immer alles für die Mannschaft gegeben, was er hatte.

Wie es auf der Trainerposition weitergeht, müssen wir erst noch sehen, aber fakt ist: Menschlich ist Thilo Hennigs nicht zu ersetzen“, so Mittag.

Das SG-Urgestein selbst erklärt seinen Rückzug mit privaten Gründen. „Ich war jetzt 25 Jahre Bestandteil der ersten Männermannschaft. Es wird jetzt mit 42 Jahren einfach Zeit, etwas kürzer zu treten. Ich bin ja zusätzlich noch Jugendtrainer und meine Tochter spielt mittlerweile auch selbst Handball“, schildert Hennigs das, wofür er jetzt mehr Freiräume hat. Er kehrt seiner großen Leidenschaft, dem Handballsport, also keineswegs den Rücken: „Ich will mich in der zweiten Mannschaft auch durchaus noch sportlich betätigen“, erklärt Hennigs.

Auf dem heimischen Sofa landet Hennigs demnach nicht so schnell, denn auch die erste Männermannschaft wird ihn nicht ganz loslassen. „Bei den Heimspielen bin ich ganz sicher öfter in der Halle und wenn die Zeit es zulässt, dann werde ich auch auswärts mal mitfahren“, so Hennigs.

Von Michael Jacobs

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