Fußball: 4:3-Erfolg gegen eine Auswahl aus Probespielern / Körner: „Haben viel Arbeit vor uns“

Ein Testsieg, mehrere Erkenntnisse

+
Nils Breda (vorne) und der Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal feierten den ersten Testspielsieg der Saison gegen die United Soccer Academy, einem Team aus Probespielern.

Stendal. Nach der ersten Trainingseinheit am vergangenen Montag stand für die Oberliga-Fußballer vom 1. FC Lok Stendal am Sonnabend das erste Testspiel im „Hölzchen“ an.

Lok Stendal und Trainer Sven Körner, der nach seinem Urlaub wieder zur Mannschaft gestoßen ist, setzten sich gegen die United Soccer Academy, einem Team aus Probespielern, mit 4:3 (2:1) durch.

Das Endergebnis rückte in den Hintergrund. Für Lok-Coach Körner gewannen während des gesamten Spiels andere Aspekte an Bedeutung. „Für mich war es wichtig, individuell ein paar Spieler von denen zu sehen“, sagte Körner und nannte dabei konkrete Eigenschaften: „Zum Beispiel wie das aussieht mit der körperlichen Robustheit, erste Kontakte, Zug zum Tor oder wie sie sich im Spiel gegen den Ball verhalten.“

Innerhalb der 90 Minuten machte Körner seine Beobachtungen und ist offenbar auf zwei Spieler gestoßen, die ihm „aufgefallen“ seien. „Wir versuchen sie in der nächsten Woche ins Training zu integrieren und schauen dann was passiert“, so der Lok-Trainer, der kürzlich in Stendal mit einem neuen Zweijahres-Vertrag ausgestattet wurde, weiter.

Neben den Probespielern hatte er auch ein Auge auf seine eigenen Schützlinge, die während seiner Abwesenheit vom neuen Co-Trainer Dirk Fest betreut wurden. „Ansonsten habe ich bei unserer Mannschaft gute Sachen gesehen. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns“, zeigte sich Körner voller Tatendrang und hob anschließend heraus: „Es war auch wichtig, dass sich keiner verletzt hat.“

Lok verwertete gleich mit den ersten Angriff, der von den beiden Probespielern Richard Vanek und Chris Kiesse initiiert wurde. Von rechts bediente der Tscheche Vanek den 20-jährigen Kiesse, der das 1:0 markierte (3.). In der Folge machten die Platzherren das Spiel, waren auf Kontrolle bedacht und verlagerten ihre Angriffe auf die Flügel.

Torschütze Kiesse ging in viele Dribblings und zeigte sich öfters angriffsfreudig. Auch die Soccer United Academy zeigte seine fußballerischen Fertigkeiten und blieb dem Gehäuse von Lok-Torwart Bryan Giebichstein nicht fern. Giebichstein vereitelte den Ausgleich nach einem Zuspiel von der linken Seite (18.).

Unter der Woche lag der Trainingsschwerpunkt auf der Kondition. Daher kam es auf Lok-Seite teilweise zu spielerischen Missverständnissen, weil die Mechanismen noch nicht greifen. Nach einer guten halben Stunde konnte der relativ beschäftigungslose Torwart der Altmärker das 1:1 nicht verhindern. Zunächst entschärfte Giebichstein einen Abschluss, war beim Abpraller aber machtlos (34.) Kurz vor der Pause lupfte Martin Gödecke zur erneuten Lok-Führung und den 2:1-Halbzeitstand ein (43.).

Nach dem Seitenwechsel wurde bei Stendal mehrmals durchgetauscht. Torhüter Lukas Kycek hütete den Kasten. Maurice Pascal Schmidt und Max Salge griffen unter anderem im zweiten Durchgang ein. Letzterer fügte sich sofort gut in die Partie und erhöhte nach einem zielstrebig vorgetragenen Angriff auf 3:1 (50.). Kurze Zeit später war erneut Salge an einer Offensivszene beteiligt und wurde im Sechszehner zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Steven Schubert unten links, während der Torwart sich für die andere Ecke entschied - 4:1 (56.).

Der eingewechselte Schmidt wurde in mehrere Laufduelle und meist in die Tiefe geschickt - ohne Erfolg. Anschließend passierte zum Ende hin nicht mehr viel. Kycek musste sich zwei Mal geschlagen geben (61., 90.) und Lok Stendal entschied den ersten Test der Saison mit 4:3 für sich.

Viel hineininterpretieren sollte man nach dem Testspiel allerdings nicht. Dies machte auch Loks neuer Co-Trainer Dirk Fest deutlich. „Es ging letztlich ums Spielerische. Wir haben versucht, nach einer Pause wieder zurück ins Spiel zu kommen und einfach Spielpraxis zu kriegen,“ meinte Fest nach seinem ersten Spiel auf der Lok-Bank.

Den nächsten Test bestreitet der 1. FC Lok Stendal am kommenden Sonnabend um 14 Uhr beim FSV Optik Rathenow.

Patrick Nowak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare