Beetzendorfer Stürmer Fabian Panhey im Blickpunkt

Tempo, gepaart mit Torriecher

Fabian Panhey, Stürmer des MTV Beetzendorf, in einem Kopfballduell.
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Einer, der nie aufgibt: Fabian Panhey überzeugt auf dem Platz mit vollem Ehrgeiz und weiß natürlich auch, wo das gegnerische Tor steht.
  • Tobias Weber
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Beetzendorf - Spricht man von der Offensive des MTV Beetzendorf, dann kommt man an Fabian Panhey nicht vorbei. Der Stürmer des Landesklasse-Vertreters ist für seine Mannschaft nahezu nicht zu ersetzen und opfert sich auch abseits des Platzes für seinen Verein auf.

Die einen sind schnell, wendig und schwer zu halten. Die anderen leben von ihrer Körperlichkeit und Wucht. Die eiskalten unter ihnen haben einfach nur den berühmten Riecher, der sich nicht trainieren lässt. Die Rede ist von waschechten Torjägern, die sich vom Typ vielleicht unterscheiden, im Kern aber eines gemeinsam haben: Sie machen den Unterschied aus. Einer von ihnen ist Fabian Panhey vom MTV Beetzendorf, der beim westaltmärkischen Landesklasse-Vertreter in Sachen Offensive praktisch nicht zu ersetzen ist.

Der heute 30-jährige Vollblutstürmer schnürt seit mittlerweile 25 Jahren seine Töppen und begann mit dem Fußballspielen natürlich bei seinem MTV Beetzendorf. Dort durchlief er die ersten Nachwuchsmannschaften, bis es ihn im C-Jugendalter zum Diesdorfer SV zog. In der gleichen Altersklasse führte der Weg für Fabian Panhey dann zum TuS Bismark. Es folgten Einsätze für die A-Junioren des VfB Klötze und des MTV Beetzendorf. Damit kam Panhey bereits im Nachwuchsbereich schon ordentlich herum. „Damals war es im Nachwuchs nicht ganz leicht, denn es gab ja in den jeweiligen Altersklassen nicht so viele Mannschaften“, beschreibt er.

Den Sprung in den Herrenbereich vollzog Panhey dann beim VfB Klötze in der Saison 2009/2010. „Der VfB hat damals in der Landesklasse gespielt“, erinnert sich der Stürmer. Panhey blieb für drei Spielzeiten, kam auf insgesamt 48 Einsätze und erzielte dabei 19 Tore. In der Saison 2011/2012 konnten die Klötzer den Klassenerhalt in der Landesklasse nicht realisieren und stiegen in die Kreisoberliga ab. Fabian Panhey schloss sich indes seinem Heimatverein an, trägt seit dem ununterbrochen das Trikot des MTV Beetzendorf und hat dabei natürlich jede Menge erlebt.

In der Saison 2013/2014 holten sich die Beetzendorfer den Kreismeistertitel und stiegen in die Landesklasse auf. Doch dieses Abenteuer dauerte nicht lange, denn es folgte der direkte Abstieg. Doch davon ließen sich die MTV-Kicker um Fabian Panhey natürlich nicht unterkriegen. 2015/2016 wiederholten die Beetzendorfer nämlich ihren Titelgewinn in der Kreisoberliga und stellten sich erneut der Fußball-Landesklasse. „Das war schon komisch. Irgendwie waren wir für die Kreisoberliga zu gut, aber für die Landesklasse wiederum zu schwach“, blickte der MTV-Stürmer auf die sportliche Achterbahnfahrt zurück. In der Folge schafften die Beetzendorfer dann dreimal den Klassenerhalt, ehe die anschließenden beiden Spielzeiten bekanntlich der Corona-Pandemie zum Opfer fielen.

Mein großer Vorteil ist meine Schnelligkeit. Außerdem würde ich sagen, dass ich schon einen guten Torriecher habe und genau weiß, wo ich stehen muss.

Fabian Panhey

Doch was zeichnet nun diesen Vollblutstürmer Fabian Panhey aus? „Mein großer Vorteil ist meine Schnelligkeit. Außerdem würde ich sagen, dass ich schon einen guten Torriecher habe und genau weiß, wo ich stehen muss“, beschreibt er sich selbst. „Technik habe ich aber hingegen überhaupt nicht“, ergänzt er mit einem Lachen. Das kann auch sein aktueller Trainer bestätigen. „Technisch fehlt es zwar ein bisschen, aber das macht er mit seiner Schnelligkeit wieder wett. Außerdem schätze ich seinen Ehrgeiz und seinen Willen. Auch wenn Stürmer in der Regel an Toren gemessen werden, agiert Fabi stets mannschaftsdienlich“, so MTV-Trainer Michael Banse.

Spricht man ihn auf seine sportlichen Vorbilder an, nennt der MTV-Knipser zwei Stürmer von Borussia Dortmund. „Früher hat mich Marcio Amoroso fasziniert und heute ist es natürlich Erling Haaland. Beide kommen über die Schnelligkeit, was meiner Spielweise ähnelt“, weiß der Beetzendorfer.

Tore hat Panhey natürlich auch erzielt und das nicht gerade wenig. Angesprochen auf seinen schönsten Treffer muss er dabei jedoch nicht lange überlegen. „Das war in der Saison 2017/2018. Wir haben zu Hause gegen den FSV Havelberg gespielt und am Ende mit 5:2 gewonnen. Kurz vor Schluss kam ein Abschlag lang nach vorn. Der Ball setzte einmal auf und ich hab ihn per Fallrückzieher versenkt“, erinnert sich Panhey noch genau. Und wo er schon mal in seinem Gedächtnis kramt, fiel ihm direkt noch ein weiteres Spiel ein, an das er sich gern erinnert. „Das war eine Saison später. Wir haben beim SV Eintracht Salzwedel gespielt und lagen zur Pause 1:3 zurück. Am Ende haben wir in Unterzahl noch 4:3 gewonnen, wobei ich insgesamt drei Treffer beisteuern konnte. Das war schon ein geiles Spiel“, blickt er euphorisch zurück. Fragt man ihn nach seinem womöglich wichtigsten Tor, muss er schon etwas länger grübeln. „In dem Fall würde ich sagen, dass war in der Saison 2018/2019 im Heimspiel gegen Germania Tangerhütte. Beide Mannschaften kämpften um den Klassenerhalt. Wir haben am Ende 3:2 gewonnen und drei wichtige Punkte geholt. Dass ich dann den 3:2-Siegtreffer erzielt habe, ist umso schöner“, beschreibt Panhey, wobei man ihm die tiefe Verbundenheit zum MTV Beetzendorf anmerkt.

Ich mähe den Rasen und ziehe die Linien. Ich bin komplett für den Fußball in Beetzendorf da. Der Verein liegt mir einfach am Herzen.

Fabian Panhey

Und diese Verbundenheit lebt er auch abseits des Platzes aus. „Ich bin komplett für den Fußball in Beetzendorf da, auf und neben dem Platz. Wenn irgendetwas ist, komme ich und versuche zu helfen. Ich mähe den Rasen und ziehe die Linien. Der Verein liegt mir am Herzen“, unterstreicht Panhey.

Beim Blick in seine sportliche Zukunft bleibt der Beetzendorfer indes bescheiden. „Ich möchte einfach so lange es irgendwie geht Fußball spielen und natürlich verletzungsfrei bleiben“, beschreibt Fabian Panhey seine fußballerischen Ambitionen, wobei er seinem MTV natürlich treu bleibt.

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