FUSSBALL – TESTSPIEL 8:1 in Uchtspringe / Mängel in Halbzeit zwei

Lok teilweise zu ungenau

Nach dem Seitenwechsel nachgelassen: Paul Schönburg (links) und Lok Stendal ließen gegen Uchtspringe (Marcel Brinkmann) etwas zu viele Chancen zu.
+
Nach dem Seitenwechsel nachgelassen: Paul Schönburg (links) und Lok Stendal ließen gegen Uchtspringe (Marcel Brinkmann) etwas zu viele Chancen zu.

Uchtspringe – Die Anzahl der geschossenen Tore liest sich aus Sicht des 1. FC Lok Stendal zunächst gut.

Der 8:1 (5:1)-Testsieg beim Landesklasse-Vertreter SV Medizin Uchtspringe am Sonnabend offenbarte dennoch, dass der Fußball-Oberligist nach den harten konditionellen Trainingseinheiten noch Verbesserungsbedarf in der eigenen Chancenverwertung und in der spielerischen Genauigkeit hat.

Auch überraschend: Uchtspringe boten sich gerade im zweiten Durchgang mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten. Ein Faktor, an dem die Lok-Elf noch arbeiten muss. Das sah Torwarttrainer Manuel Mauritz ähnlich: „Bei langen Bällen waren wir sehr anfällig und ließen zahlreiche Chancen unserer Gastgeber zu, wo wir bei der einen oder anderen auch Glück hatten.“ Stendal fehlten urlaubsbedingt einige Leistungsträger, die sonst Kandidaten für die Stammformation sind. Dennoch machten es die Eisenbahner in der ersten Halbzeit noch recht gut.

Früh bestimmte Lok das Geschehen und zeigte sich um Niclas Buschke und Lukas Breda aus dem Mittelfeld heraus spielfreudig und ballsicher. Breda schloss direkt zum 1:0 ab (6.). Kurz darauf verschoss Buschke einen Strafstoß (10.). Die Mediziner glichen durch Sebastian Lilge aus (12.), mussten die Gäste dann aber ziehen lassen. Buschke machte es nach dem vergebenen Elfmeter besser und überlupfte Uchtspringes Torwart zum 2:1 (14.). Felix Knoblich (15., 33.) und Buschke (30.) machten vor der Pause alles klar. Stendal blieb bestimmend und ging mit einem verdienten 5:1-Vorsprung in die Pause.

Die Konzentration und Genauigkeit ließen dann im zweiten Durchgang sichtbar nach. Tim Seidel-Holland, Maurice Schmidt und Knoblich schraubten das Ergebnis am Ende auf 8:1 hoch. Stendal nutzte vielversprechende Offensivszenen nicht aus, zeigte keine Zielstrebigkeit mehr und ließ gegen Uchtspringe einiges zu. „Zum Ende des Spiels waren die Jungs etwas platt und man merkte uns dann die vielen harten Trainingseinheiten an. Dieser Test hat uns gezeigt, dass wir bis zum Saisonstart noch viel Arbeit vor uns haben“, begründete Mauritz.

Bryan Giebichenstein, zur Pause für Torwart John Ziesmann eingewechselt, blieb – trotz Nachlässigkeiten der Lok-Hintermannschaft – ohne Gegentor. Er parierte gegen Lilge und setzte Marcel Brinkmann zwei Mal unter Druck, sodass Uchtspringes Torgarant auf einen eigenen Treffer verzichten musste. „Wir haben gut gepresst und selber viele Chancen gehabt und die einfach nicht gemacht. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wir überwiegend Laufarbeit gemacht haben“, sagte Medizin-Coach Lars Reifke mit Blick auf die Leistung seiner Elf.

Tore: 0:1 Lukas Breda (5.), 1:1 Sebastian Lilge (12.), 1:2 Niclas Buschke (14.), 1:3 Felix Knoblich (15.), 1:4 Buschke (30.), 1:5 Knoblich (33.), 1:6 Tim Seidel-Holland (62.), 1:7 Maurice Pascale Schmidt (85.), 1:8 Knoblich (90.+2).

1. FC Lok Stendal: Ziesmann (46. Giebichenstein) - Mahrhold (46. Schweda), Schönburg (77. Balliet), Hey, Bubke (70. M. L. Schmidt) - Schubert (46. Bittner)- M. P. Schmidt, Knoblich, L. Breda, Buschke - Seidel-Holland (78. Pfeiffer).

Bes. Vork.: Niclas Buschke verschießt einen Strafstoß (10.). VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare