Landesligist siegt 6:2

Tangermünde verliert gegen Osterburg in Überzahl den Faden

Marius Melms dribbelt den Ball und wird von Florian Stark abgedrängt.
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Im Zweikampf: Osterburgs Marius Melms (links) gegen Florian Stark.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Der FSV Saxonia Tangermünde hat sein Testspiel gegen den Osterburger FC mit 6:2 (5:0) gewonnen. Kurios wurde es nach der Pause, als der Favorit in Überzahl den Zugriff aufs Spiel verlor.

Tangermünde – Der FSV Saxonia Tangermünde (Landesliga) hat sein Testspiel am vergangenen Sonnabend gegen den Osterburger FC (Landesklasse) mit 6:2 (5:0) gewonnen. Das Ergebnis war in etwa so erwartet worden, und dennoch hinterließ die Partie bei beiden Trainern Fragen, die sie bis heute noch nicht in Gänze beantwortet haben dürften.

„Wir ärgern uns heute über die erste Halbzeit, Tangermünde über die zweite“, meinte OFC-Coach David Rose in einer ersten Reaktion. Die Biesestädter, die mit Titelambitionen in die neue Landesklasse-Saison starten werden, reisten zwar ersatzgeschwächt an, spielten aber dennoch eine erste Halbzeit, die so kaum zu erklären war. Saxonia dominierte die Gäste nach Belieben und erzielte seine Tore fast schon mühelos. Immer wieder fanden die Kaiserstädter vor allem im Zentrum ihre Lücken und nutzten diese gnadenlos aus. So stand zur Pause ein 5:0 auf der Anzeigetafel im Stadion „Am Wäldchen“ und Böses in Form einer zweistelligen Klatsche war für Osterburg zu befürchten.

Als ob die sportliche Not in diesem Moment nicht schon groß genug gewesen wäre, so verschärfte sich auch noch die Personallage. Für Stefan Holtmann und Moritz Noack ging es verletzungsbedingt nicht mehr weiter. In den zweiten 45 Minuten lief die Mannschaft von Trainer David Rose nur noch zu zehnt auf. Immerhin stand mit Hendrik Romahn noch ein starker Gastspieler zur Verfügung, der wenigstens eine Lücke schließen konnte. An der Unterzahl nach dem Wechsel änderte dies nichts. Statt eines Schützenfestes für die Tangermünder kippte das Spiel nun aber in Richtung Osterburg.

Kurz nach Wiederbeginn verkürzte Marius Melms nach einem Konter zum 1:5 (50.). Etwas mehr als eine Viertelstunde später legte Romahn, der sich demnächst wieder in Richtung USA verabschieden wird, das 2:6 nach (68.). Steffen Lenz, ein Trainer, der in der Regel nicht zu emotionalen Wutausbrüchen an der Seitenlinie neigt, wurde es nun zu bunt. Er wies seine Mannen lautstark zurecht. Doch Saxonia fand nicht mehr zu seiner Form der ersten Hälfte zurück. „Als Osterburg nur noch zu zehnt war, habe ich schon einige Dinge gesehen, die mich nicht zufriedenstellen. Vor allem in der Rückwärtsbewegung“, bemängelte Lenz einen offensichtlichen Spannungsabfall in seinem Team. „Wir hatten das so ähnlich auch schon gegen Gardelegen. Die harte Arbeit im Training zeigt sich bei uns momentan in den zweiten Halbzeiten. Aber das muss jetzt langsam besser werden.“ Der Schlusspunkt unter dem kuriosen zweiten Durchgang war Saxonia-Kapitän Florian Stark vorbehalten, der zum 6:2 einköpfte (80.).

David Rose war dennoch angetan vom dem, was seine Elf nach dem Wechsel präsentierte und zog ein zufriedenes Fazit: „Wir haben im Moment Probleme mit Verletzungen, aber in der ersten Halbzeit waren wir noch zu elft, da darf das keine Ausrede sein. Zur Pause haben wir dann umgestellt und plötzlich lief es mit zehn Mann besser. Manchmal ist es so im Fußball. Für uns war es ein sehr guter Test.“ Steffen Lenz war neben dem klaren Ergebnis und dem starken ersten Durchgang glücklich, dass die Partie überhaupt gespielt werden konnte. „Ich möchte Osterburg danken, dass sie für uns auf den Sommerpokal verzichtet haben. Sonst wäre uns schon das zweite Testspiel weggebrochen. Das war wirklich wichtig“, bedankte sich der Tangermünder Trainer.

Tore: 1:0 Sebastian Bäther (8.), 2:0 Rosario Schulze (13.), 3:0 Florian Stark (25./FE), 4:0, 5:0 Pascal Lemke (38., 44.), 5:1 Marius Melms (50.), 5:2 Hendrik Romahn (68.), 6:2 Stark (80.).

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