Fußball-Landesklasse: Germania reist zum Abstiegskracher nach Krüden/Groß Garz

Tangerhüttes letzter Strohhalm

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Seit Wochen wird die Luft für Dennis Roussiere (am Boden) und Germania Tangerhütte im Tabellenkeller der Fußball-Landesklasse immer dünner. Gegen Krüden/Groß Garz muss daher unbedingt ein Sieg her.

Krüden/Groß Garz. Aus Sicht der Tangerhütter Germanen dürfte die Partie morgen ab 15 Uhr bei den Krüdener/Groß Garzer das Spiel des Jahres sein.

Vor der Begegnung liegen die Germanen mit mageren 13 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz der Fußball-Landesklasse und haben bereits sechs Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Hier wird es spannend, denn Rang 13, der zu einem weiteren Jahr in der Landesklasse führt, wird von den Krüden/Groß Garzern belegt. Eine Brisanz in zweierlei Hinsicht.

Auf der einen Seite die Tangerhütter, die mit einem Sieg zumindest den Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten und an den direkten Konkurrenten heranrücken. Auf der anderen Seite könnten die Platzherren die Germanen fast sicher in die Kreisoberliga schicken und sich zudem selbst retten.

Trotz der guten Ausgangslage vermeidet es Axel Prycia, Trainer des SV Krüden/Groß Garz, den Druck auf seine Mannschaft unnötig zu erhöhen: „Möglich ist alles. Ich möchte keinen Druck aufbauen und sagen, wenn wir das verlieren, dann war es das.“ Zudem blickt der Übungsleiter des Tabellen-13. auch auf die vorherigen Aufeinandertreffen beider Teams. „Tangerhütte liegt uns besser als Goldbeck, da sie spielerisch auch aktiv sind.“

Angesichts des Restprogramms ließe es sich in Krüden/Groß Garz nach einem Sieg einfacher leben, denn im Saisonendspurt müsste die Prycia-Elf ansonsten noch in Liesten, Möringen und Uchtspringe wichtige Punkte einfahren. Doch dafür benötigt es auch „ein wenig Glück“ und die Gastgeber „hoffen auf ein gutes Ende“ für sich.

Eines ist im Vorfeld der Partie gewiss. Rein statistisch gesehen sollte es ein wahres Schützenfest geben. Tangerhütte traf bisher 34, Krüden/Groß Garz 36 Mal. Nicht spektakulär, aber die Abwehrreihen ließen bereits 62 (Germania) beziehungsweise 52 Gegentreffer zu. „Tangerhütte ist immer für ein Tor gut. Bei beiden Truppen ist die Abwehr hinten offen“, so Prycia.

Der Coach der Gastgeber erwartet ein „heißes“ Tangerhütte: „Sie setzen in den letzten Wochen viele junge Leute ein. Sie wollen sicherlich nicht das Feld räumen.“

Ein Remis würde indes nur dem Gastgeber helfen.

Von Falk-Stéphane Dezort

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