Fußball-Landesklasse: Viktoria Uenglingen gegen Saxonia Tangermünde

Talkessel statt Camp Nou

Uenglingens Patrick Huch (blaues Trikot) empfängt Tangermünde zur Begegnung im Talkessel. In der heimischen Spielstätte holte Viktoria bisher 24 Punkte – acht Siege und ein Unentschieden. Foto: Haack

Uenglingen/Tangermünde. Der Uenglinger Talkessel ist nicht das Estadio Bernabéu in Madrid oder das Camp Nou in Barcelona, Respekt hat Heiko Gödecke dennoch vor der Spielstätte des Fußball-Landesklassisten Viktoria Uenglingen.

Das liegt aber nicht daran, dass die Fans den tiefer liegenden Sportplatz zum Hexenkessel machen, sondern an der Stärke Uenglingens auf eigenem Rasen. „Sylvio hat die stärkste Heimmannschaft der Liga. Da muss man Respekt vor haben“, weiß Gödecke, Trainer von Saxonia Tangermünde. 24 von 29 Punkten holte Viktoria zuhause. Und am Sonnabend um 15 Uhr empfangen die Uenglinger um Coach Sylvio Demuth die Tangermünder.

Trotz der Vorschusslorbeeren um die Heimstärke bleibt Uenglingens Übungsleiter vorsichtig. Demuth: „Im Moment läuft es richtig gut zuhause.“ Die Betonung liegt auf im Moment. Auch wenn die Viktoria zuletzt den Tabellenführer SV Liesten mit 3:1 bezwang, wird Tangermünde für ihn nicht auch zwangsläufig besiegt. „Für mich ist Tangermünde Favorit – ganz klar“, merkt Demuth an, dessen Mannschaft aber „ehrgeizig und couragiert“ sein wird. So klar ist die Sachlage für seinen Kollegen Gödecke nicht. „Uenglingen wird uns alles abverlangen“, mutmaßt der Saxonen-Trainer.

In Tangermünde stimmen zwar die Ergebnisse mit drei Siegen und einem Unentschieden in 2013, doch das Spiel seines Teams passt Gödecke noch nicht. „Wir wollen wieder an die Leistung der Hinrunde anknüpfen“, erklärt der Coach. Die lange Winterpause kostete den Tangermündern Leistung. Die Partie dient auch dem weiteren Einspielen – für den harten Mai. Elf Spiele stehen im Wonnemonat für die Saxonen auf dem Programm. „Das hat keine Profi-Mannschaft“, ärgert sich Gödecke. Die Nachholspiele kommen zum Tragen. Eine Saisonverlängerung wäre ihm lieber – so wie auf Kreisebene, so die Spielzeit um zwei Wochen verlängert wurde. „Da ziehe ich den Hut vor“, sagt Gödecke zur Entscheidung des KFV Fußball Altmark Ost.

Von Benjamin Post

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