Handball – Verbandsliga: SG Seehausen trennt sich 32:32 von Haldensleben

Tabellenführer trotz Remis

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Weiterhin an der Tabellenspitze: Christian Söhnel von der SG Seehausen. Für den Kreisläufer gab es im Verbandsliga-Spitzenspiel gegen den HSV Haldensleben ein 32:32-Unentschieden.

Seehausen. Bei einer 32:31-Führung für die Verbandsliga-Handballer der SG Seehausen waren am Sonnabend im Spitzenspiel gegen den HSV Haldensleben noch zehn Sekunden zu spielen. Die Gäste nahmen eine letzte Auszeit.

Voller Entschlossenheit kehrten beide Mannschaften auf das Parkett zurück. Mit unterschiedlichen Zielen: Für das Seehäuser Team von Trainer Frank Leo galt es, nur noch diesen einen Angriff erfolgreich zu verteidigen. Haldensleben wollte dagegen seine letzte Chance nutzen, um einen Punkt aus der Wischeland Sporthalle zu entführen. Und so kam es auch. Der HSV markierte den späten Treffer zum Ausgleich, der den Endstand zum 32:32 (19:15) bedeutete.

Enttäuscht ließen die SGS-Handballer die Köpfe hängen. Doch nicht von langer Dauer. Direkt im Anschluss feierten sie mit den Zuschauern auf den Rängen ihre Verteidigung der Spitzenposition. „Das war eine geile erste Halbzeit gewesen“, erklärte Seehausens Coach Frank Leo. Seine Mannschaft überzeugte vor allem im ersten Durchgang mit einer starken Verwertung der eigenen Konter und machte im Spiel nach vorn keine Fehler. „Das war genau das, was sie machen sollten. Das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht weiterführen können“, analysierte Leo.

Zu Beginn fielen die Tore auf beiden Seiten im Gleichschritt. Nach dem zwischenzeitlichen 8:8 setzte sich die SGS ab und ließ fünf Tore folgen (20.). Dann sah Leo eine Schwächephase bei seiner Sieben: „Wir haben nach 20 Minuten ein bisschen den Faden verloren.“ Haldensleben kam auf 16:13 heran. Davon ließen sich die Gastgeber nicht verunsichern und gingen auch dank starker Paraden von Torwart Christoph-Elias Nöring mit 19:15 in die Pause.

Haldensleben kam in Hälfte zwei besser ins Spiel, während Seehausen „die schnelle Mitte nicht mehr gemacht und hinten nicht gut genug gestanden“ habe, so Leo. Dies rächte sich. Der HSV glich nach 40 Minuten aus, ging sogar in Führung. Es begann eine offene Schlussphase. Keeper Nöring hielt Seehausen mit zwei gehaltenen Siebenmetern im Spiel. „Es hätte auch anders ausgehen können“, weiß Leo und zeigte sich etwas verärgert: „Wir dürfen uns die dummen Zeitstrafen nicht einfangen, die wir durchs Meckern kriegen.“

So wäre für seine Mannschaft womöglich mehr als nur ein Remis drin gewesen. Mit der letzten Spielszene fiel dann der Gäste-Ausgleich. Damit konnte Frank Leo auch gut leben: „Wir haben einen Punkt geholt und sind weiter Tabellenführer.“

• SG Seehausen: Nöring – Krüger, Philipp (1), Arndt (1), Cornehl (4), O. Wille (6), Liepelt (2), Walenciak (4), Menofs, C. Söhnel (4), F. Wille (2), A. Söhnel (8), Kramer.

Von Patrick Nowak

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