Handball – Sachsen-Anhalt-Liga: Herrmann-Sieben zu Gast in Staßfurt

SV Oebisfelde: Mit Lockerheit zum Spitzenreiter

Zu Gast beim Spitzenreiter: Für Maximilian Kleist (l.) und die Männer des SV Oebisfelde steht morgen beim HV Rot-Weiß Staßfurt eine schwere Aufgabe bevor.
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Zu Gast beim Spitzenreiter: Für Maximilian Kleist (l.) und die Männer des SV Oebisfelde steht morgen beim HV Rot-Weiß Staßfurt eine schwere Aufgabe bevor.
  • Florian Schulz
    VonFlorian Schulz
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Das Jahr 2022 hat kaum begonnen, da wird es auch schon sportlich eröffnet. Nicht nur die 1. Fußball-Bundesliga vollzieht am Wochenende den Auftakt, sondern beispielsweise auch die Sachsen-Anhalt-Ligisten im Handball. Gefordert sind morgen Abend auch die Aushängeschilder des SV Oebisfelde. Die Herren treten ab 18 Uhr zum Spitzenspiel beim HV Rot-Weiß Staßfurt an, während die Frauen bereits ab 17 Uhr die SG Lok Schönebeck in der Hans-Pickert-Halle zu Gast haben.

Oebisfelde – Dabei gilt die 2G-Variante für die Zuschauer. Auch in Oebisfelde sind folglich Fans zugelassen. „Wir können es aber nur empfehlen, dass man sich selbst testet oder testen lässt, wenn man die Sporthalle besucht, um das Risiko so gering wie möglich zu halten“, appelliert SVO-Abteilungsleiterin Steffi Müller im Vorfeld an die Anhänger.

Männer

HV Rot-Weiß Staßfurt – SV Oebisfelde (Sa., 18 Uhr). Christian Herrmann, Trainer der Oebisfelder, schwärmt in den höchsten Tönen vom nächsten Gegner, immerhin verlustpunktfreier Spitzenreiter. „Die Staßfurter stehen unter Druck. Sie wollen unbedingt aufsteigen – und wenn sie das mit diesem Kader nicht schaffen, dann weiß ich auch nicht“, so Herrmann. Individuell sieht er den Kontrahenten („Ich weiß aber nicht, wie sie im Verbund funktionieren“) in der Vorhand, verdeutlicht aber auch: „Wir funktionieren als Mannschaft.“

Druck verspüren die Mannen von der Aller nicht. „Wir haben im Prinzip noch ein Jahr Zeit für den Wiederaufstieg“, verdeutlicht der Übungsleiter. Dementsprechend „locker“ gehen er und die Seinen in die Partie beim Primus. Erstmals sind sie nicht der Favorit, wollen die Begegnung dennoch lange offen halten. „Sollte uns dies gelingen, könnte es am Ende tatsächlich eng werden“, erklärt Herrmann.

Selbst zwischen den Feiertagen hielt man beim SVO den Trainingsbetrieb aufrecht, auch die Beteiligung stimmte. „Sollte uns die 2G+-Variante nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen und nicht noch jemand tatsächlich positiv getestet werden, fahren wir mit unserem kompletten Personal nach Staßfurt“, klingt Oebisfeldes Coach zuversichtlich. „Ich freue mich, dass es wieder losgeht, auch wenn es vielleicht noch eine Woche zu früh der Fall ist“, fügt er an.

Frauen

SV Oebisfelde – SG Lok Schönebeck (Sa., 17 Uhr). Womöglich kommt das Duell etwas früh – was aber sicherlich nicht nur für den SVO gilt. „Ich denke, es geht allen Mannschaften so, dass sie nach der Pause noch nicht wissen, wo sie stehen“, äußert sich Oebisfeldes Trainer Sebastian Kausch vor dem Jahresauftakt. Zwar konnte in den vergangenen Wochen regelmäßig trainiert werden, doch den nötigen Rhythmus müssen sich auch die Allerstädterinnen wohl oder übel über die Spiele holen.

Die 2G-Variante stellt für den SVO nur ein „minderwertiges Problem“ dar, wie Kausch klarstellt: „Da wir einen großen Kader haben, sind wir in jedem Fall spielfähig.“ Definitiv nicht dabei ist Stand jetzt einzig und allein Paula Gerlach aus beruflichen Gründen.

Mit 2:8-Punkten stehen die Damen von der Aller langsam aber sicher unter Zugzwang. Gegen Schönebeck (6:6-Zähler) scheint nicht nur auf dem Papier etwas möglich. „Ich denke, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner dieser Liga schlagen können. Natürlich muss dabei viel zusammenkommen“, erklärt der Oebisfelder Steuermann. Seiner Ansicht nach komme es auf eine „gute Abwehr“ an sowie auf die Tatsache, über 60 Minuten Normalform abzurufen. „Wir dürfen uns keine Schwächephasen erlauben“, so Kausch, für den der Gegner zwar eine Unbekannte ist, dennoch behalten die Oebisfelderinnen den Fokus in den eigenen Reihen.

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