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HANDBALL: Männer des SV Oebisfelde überzeugen in der Sachsen-Anhalt-Liga

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Von: Renee Sensenschmidt

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Handballer mit Ball beim Torwurf
Pascal Koitek ist mit 98 Saisontreffern bislang der beste Werfer in der Sachsen-Anhalt-Liga. Mit dem SV Oebisfelde hat der Rechtsaußen gute Chancen auf den Titelgewinn und die Rückkehr in die Mitteldeutsche Oberliga. © Freier Mitarbeiter

Oebisfelde – Eine (fast) perfekte Saison spielen bislang die Handballer des SV Oebisfelde in der Sachsen-Anhalt-Liga. Nach der Hinrunde rangieren die Schützlinge von Trainer Christian Herrmann mit 24:2-Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und haben damit sehr gute Chancen, am Ende der Saison den angestrebten Titelgewinn zu feiern. „Die erste Saisonhälfte hatte keinen Makel. Wir haben es noch selbst in der Hand“, lobt Herrmann. 

Mit den drei Neuzugängen Sven Vogel, Toben Wanzek und Jan-Luca Schülke, die alle aus Helmstedt an die Aller gewechselt sind, haben die Altmärker deutlich an Qualität zugelegt. „Sie sind genau das, was wir gebraucht haben“, so Trainer Christian Herrmann, der mit Justin Kalupke auch ein Eigengewächs neu im Aufgebot hat. Der talentierte Linkshänder hat in einigen Spielen bereits gezeigt, was in ihm steckt. Beim knappen 29:27-Auswärtssieg gehörte Kalupke in der Schlussphase zu den spielentscheidenden Akteuren.

Nur einmal stand der SVO nach einem Spiel mit leeren Händen da, die Spitzenpartie bei Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz wurde knapp mit 27:29 verloren. „Da waren wir im Endeffekt nicht abgezockt genug“, stellte Trainer Herrmann nach diesem Spiel fest und versprach, dass sein Team zur Stelle ist, wenn Wittenberg-Piesteritz einmal ausrutscht. Doch bislang gab sich der Spitzenreiter keine Blöße. Seine Verfolgerrolle hat der Tabellendritte der Vorsaison aber angenommen und sitzt fest im Nacken der Grün-Weißen. Dabei hat sich der SVO auch gegen die stets unbequeme Sieben des TuS Radis keine Blöße gegeben und auch die gefährlichen Klippen in Spergau unbeschadet umschifft.

In den kommenden Wochen sind die Allerstädter gefordert. Am 14. Januar geht es mit dem Kreisderby daheim gegen Haldensleben weiter. Es folgen die „Wochen der Wahrheit“ mit den drei Auswärtsspielen in Calbe, Schönebeck und Radis. „Calbe auswärts ist ein richtiger Brocken, den wir aus dem Weg räumen müssen“, so der SVO-Trainer, der nicht davon ausgeht, dass am 25. März gegen Wittenberg-Piesteritz die Titelentscheidung fallen wird. Die Oebisfelder wollen und müssen dieses Heimspiel aber gewinnen. Am besten mit drei Toren Vorsprung, zählen doch am Saisonende bei Punktgleichheit die direkten Vergleiche. Christian Herrmann hofft, dass seine Mannschaft personell unbeschadet durch die Rückserie kommt. Mit Co-Trainer Andreas Kalupke hat Herrmann aber eine personelle Alternative in der Hinterhand. Der 41-Jährige ist wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen und könnte mit seiner Erfahrung noch ein wichtiger Faktor im Titelkampf werden.

Und wenn am Ende der Saison der SVO auf Platz eins rangiert, dann steht auch einer Rückkehr in die Mitteldeutsche Oberliga nichts im Weg. „Wir haben uns sportlich deutlich verbessert und auch das Umfeld ist wieder hervorragend aufgestellt. Ich kann mich ganz auf die sportliche Entwicklung meiner Mannschaft konzentrieren, Ilka Breiteneder und Luisa Stürze kümmern sich um alle anderen Belange“, freut sich Christian Herrmann über das Engagement der beiden Frauen.

Bester Torewerfer des SVO und auch der gesamten Liga war in der Hinrunde Pascal Koitek, der bislang 98 Treffer erzielte. Nur einmal kam der Rechtsaußen nicht so richtig zum Zug, ausgerechnet im Spitzenspiel in Wittenberg erzielte Koitek nur ein Tor. Mit Sven Vogel (77 Treffer) haben die Allerstädter zwar nur noch einen weiteren Spieler in der Top Ten der Torschützen, doch bis auf Torhüter Manuel Weis kamen alle eingesetzten Akteure bereits zu Torehren.

Die meisten Zeitstrafen beim SVO erhielt Karl Breiteneder (10), Max Heidler, Alexander Vogel und Torben Wanzek sahen jeweils einmal den Roten Karton. Die Allerstädter gehören aber zu den fairsten Mannschaften der Liga, denn mit 34 Zeitstrafen kassierte der SVO die wenigsten aller Teams.

Statistik

Ergebnisse

Haldensleben - Oebisfelde 21:32

Oebisfelde - Calbe/Saale 31:23

Oebisfelde - Schönebeck 40:13

HSV Magdeburg - Oebisfelde 27:29

Oebisfelde - Gommern 33:18

Oebisfelde - Kühnau 34:18

Wittenberg-Piest. - Oebisfelde 29:27

Oebisfelde - Köthen II 33:25

Burgenland II - Oebisfelde 26:42

Oebisfelde - Radis 34:28

Oebisfelde - USV Halle II 35:23

Spergau - Oebisfelde 25:28

Oebisfelde - Wolfen 47:13

Aufstellung/Spiele/Tore

Drese (13/1), Weis (13 / 0) - Koitek (13 / 98), S. Vogel (12 / 77), E. Breiteneder (12 / 49), Wanzek (12 / 37), A. Vogel (10 / 35), Schülke (13 / 35), Drebenstedt (7 / 26), Kalupke (8 / 22), Hack (12 / 20), K. Breiteneder (13 / 18), Kleist (13 /16), Heidler ( 6 / 8), O. Meinel (1 / 2), Meichsner (6 / 1).

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