Der TuS Bismark bleibt ein Dauerbrenner der Landesliga, verpasst aber sein Saisonziel

Ein Mix aus Stolz und Ärger

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Martin Köhn ist als Rechtsverteidiger eine gestandene Größe beim TuS Bismark und hat schon bessere Spielzeiten erlebt als die abgelaufene Saison.

Bismark. „Die Saison ist sicherlich nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. “ Dirk Grempler, Trainer des TuS Bismark, macht kein Geheimnis daraus, mit der abgelaufenen Spielzeit in der Fußball-Landesliga nicht wirklich glücklich zu sein.

Natürlich haben die Bismarker als Dino der 7. Liga erneut den Klassenerhalt geschafft. Vor ihnen liegt bereits die 17. Landesliga-Saison in Serie. Auf diesen Fakten kann der Verein stolz sein, doch er wollte mehr als nur den zehnten Platz, der es am Ende wurde.

Die Top Fünf waren ein Saisonziel der Schwarz-Weißen, nachdem sie sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt hatten. Es wurde um neun Punkte verpasst. „Wir haben es nicht geschafft, uns weiterzuentwickeln. Im Gegenteil, wir haben taktisch und körperlich sogar ein bisschen nachgelassen. Das sind Dinge, wo ich mich als Trainer auch selbst hinterfrage“, stellt sich Grempler vor seine Mannschaft. Freilich habe auch sie durch leichte, individuelle Fehler in etlichen Spielen Punkte verschenkt, was aber am Respekt des Trainers vor seinem Team nichts ändert. „Man muss auch sehen, mit welchen Mittel wir hier arbeiten. Wir gehören wirtschaftlich nicht zu den Spitzenmannschaften der Landesliga. Dennoch behaupten wir uns. Unsere Mannschaft ist nicht mit Legionären gefüllt, sondern zum Großteil mit Spielern aus der Gegend und dem eigenen Nachwuchs. Darauf bin ich stolz“, so Grempler.

Die sportlichen Ansprüche im Waldstadion sind dennoch ambitioniert. Egal ob Tangermünde, Letzlingen, Krevese oder Uchtspringe. Die Liste der altmärkischen Mannschaften, die ihr Glück in der Landesliga versucht haben und schnell wieder verschwunden waren, ist lang. Der TuS Schwarz-Weiß Bismark ist immer noch da, und möchte es bleiben. Als Aushängeschild der Region. Als klare Nummer zwei hinter dem 1. FC Lok Stendal. Doch auch diese Position musste die Grempler-Elf in der vergangenen Spielzeit räumen. „Eine Momentaufnahme“, wie der Trainer kämpferisch zu Protokoll gibt. „Havelwinkel Warnau ist ein guter Aufsteiger, der eine starke Saison gespielt hat. Ich kann damit leben, dass sie jetzt mal die Nummer zwei sind“, sagt Grempler, der sich von der temporären Wachablösung in der Region eine Motivationsspritze für seine Mannschaft verspricht. „Das hat uns gezeigt, dass wir intensiver arbeiten müssen. Die Spieler müssen zulegen, aber auch wir Trainer. Alle müssen eine Kohle mehr draufpacken“, konstatiert der TuS-Coach.

Dass Potenzial für mehr vorhanden ist, ließ sich auch in der abgelaufenen Saison erahnen. Meister Westerhausen wurde geschlagen (2:1). Gegen den Dritten aus Wernigerode gab es immerhin ein Remis (2:2). Das große Problem des TuS war jedoch die Konstanz – auch begründet durch nicht immer einfache Personalsituationen. Es wird die Aufgabe der Bismarker sein, diese Probleme in der kommenden Saison zu lösen. An zwei Schrauben wurde daher bereits gedreht. Co-Trainer Christoph Grabau wird noch mehr Verantwortung bekommen und mit Robin Kroschel aus Schinne steht bereits ein vielversprechender Neuzugang fest.

Von Tobias Haack

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