27. Altmark Masters – Gardelegen setzt sich die Turnierkrone auf

SSV Gardelegen stößt Lok Stendal vom Thron

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So sehen Sieger aus: Die Kicker des SSV Gardelegen gewannen das Endspiel gegen den SV Liesten mit 5:0 und konnten anschließend den zweiten Masters-Sieg bejubeln.

Beetzendorf. Die 27. Auflage des traditionsreichen Altmark Masters der Altmark Zeitung hatte einige Überraschungen zu bieten.

Gemeint ist damit nicht unbedingt, dass der Fußball-Landesklassist SSV Gardelegen sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Pokal sichern konnte (Den Liveticker zum Nachlesen gibt es hier).

Da ist zum einen das überraschende Vorrunden-Aus des Favoriten und Titelverteidigers 1. FC Lok Stendal. Fairerweise sei aber erwähnt, dass die Eisenbahner nicht mit der besten Hallenriege angetreten sind. Dennoch: Dass es der Oberligist nicht in die Finalspiele schaffte, sorgte auf den mit 670 Zuschauern gefüllten Rängen doch für große Verwunderung.

Doch es war eng in der Gruppe A. Der SV Liesten konnte sich erst im letzten Gruppenspiel gegen Eintracht Salzwedel II in die Finalrunde katapultieren. Zum Leidwesen des Lok-Teams, das auf einen Sieg der SVE-Reserve gegen Liesten gehofft hatte. Es ging 2:2 aus und Lok war raus. Der spätere Turniersieger Gardelegen konnte sich als Gruppenerster durchsetzen und düpierte obendrein den Oberligisten mit 5:3.

Für den nächsten Aha-Effekt war der Kreisoberligist Schinner SV Eintracht zuständig. Der als Hallenkreismeister qualifizierte SSV marschierte durch die Vorrunde der Gruppe B und überzeugte durch sehr ansehnlichen Hallenfußball. Allen voran Schinnes Torjäger Noah Saeg, der einen neuen Torrekord mit neun Treffern aufstellen konnte, und Kevin Assmann, der als bester Spieler ausgezeichnet wurde, wussten zu gefallen.

Unerwartet war auch das Abschneiden des Landesklasse-Spitzenreiters SV Eintracht Salzwedel, der in der Gruppe B das Halbfinale anvisiert hatte. Die Jeetzestädter mussten aber der Eintracht aus Schinne, dem FSV Saxonia Tangermünde und sogar dem Möringer SV den Vortritt lassen.

Tangermünde und Schinne mussten sich letztlich mit einem Neunmeter-Schießen um Platz drei begnügen, in dem der Kreisoberligist die besseren Nerven hatte.

Die finale Überraschung hatten dann wieder die Gardelegener im Köcher. Im Endspiel gegen den SV Liesten ballerten sie sich mit 5:0 zum zweiten Turniersieg beim Altmark Masters. Der Jubel im Anschluss kannte keine Grenzen und fand erst spät in der Nacht ein Ende.

Von Michael Theuerkauf

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