FUSSBALL – OBERLIGA: Behling spielt notfalls da, wo er gebraucht wird

Lok Stendals flexibler Felix

Mehr als nur eine Alternative: Felix Behling (r.). Der Neuzugang feierte am Sonntag im Trikot des 1. FC Lok Stendal ein gelungenes Startelf-Debüt. 
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Mehr als nur eine Alternative: Felix Behling (r.). Der Neuzugang feierte am Sonntag im Trikot des 1. FC Lok Stendal ein gelungenes Startelf-Debüt. 

Stendal – „Ob es jetzt links, rechts, defensiv oder offensiv ist, das ist alles machbar für mich. “ Sommer-Neuzugang Felix Behling hat am Sonntag ein solides Startelf-Debüt im Trikot des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal gefeiert.

Dabei spielte der gelernte Mittelfeldspieler gegen den Torgelower FC Greif (2:0) als Linksverteidiger. Das störte Behling nicht sonderlich und könnte – wie er der Altmark Zeitung verriet – zur Not ein Dauerzustand werden.

Jörn Schulz, Trainer 1. FC Lok Stendal

„Je nach dem, wo ich gebraucht werde, spiele ich“, zeigte sich Felix Behling flexibel. Trainer Jörn Schulz nahm diese Aussage seines Spielers auf der anschließenden Pressekonferenz lachend zur Kenntnis. „Er will ja spielen. Deshalb sagt er das“, meinte Schulz. Dann sprach Lok Stendals Coach aber Klartext. „Aufgrund der Gegner-Analyse von Torgelow, die unheimlich schnelle Spieler haben, habe ich den Behle auf diese Position gestellt, weil er eine enorme Schnelligkeit hat. Und da wollten wir frühzeitig die Räume schließen.“

Die Wahl fiel auf Behling. Und sie sollte sich nach über 90 Minuten als richtig erweisen. Schließlich musste der 23-Jährige Lok-Kapitän Philipp Groß ersetzen und machte es für das erste Spiel von Anfang an gar nicht so schlecht. „Ich denke, Behle hat einen guten Einstand gemacht. Auch wenn er noch lange nicht bei hundert Prozent ist. Solange die Kräfte gereicht haben, hat er ein ordentliches Spiel gemacht. Ich bin froh, dass er bei uns ist“, lobte Jörn Schulz den Neuzugang vom FC Oberlausitz-Neugersdorf.

Insgesamt bestritt Behling, der zuvor beim FSV Barleben und dem FSV Union Fürstenwalde aktiv war, 29 Regionalligaspiele. Es hätten auch mehr sein können. Doch der gebürtige Magdeburger wurde aufgrund einer schweren Verletzung gestoppt. „Ich habe mir den Schädel fünffach gebrochen und bin dann längere Zeit ausgefallen“, blickt der Mittelfeldspieler zurück. Daraufhin folgte ein Schlussstrich. Behling orientierte sich neu, um wieder Fuß zu fassen. „Ich hab mich dann dazu entschlossen, dass ich erst mal wieder den Gang Richtung Heimat machen will“, begründet der Allrounder seinen Wechsel zum 1. FC Lok Stendal.

Behling erklärte, er kenne das Umfeld in Stendal schon ein wenig. Wie er selbst, wohnt der eine oder andere Lok-Teamkollege ebenfalls in Magdeburg. „Es ist für mich immer wichtig, dass man sich wohlfühlt. Und ich fühle mich hier absolut wohl. Ich glaube, wir können hier ein richtig gutes Jahr spielen.“

Spielen will Felix Behling auch. Es ist nicht wichtig, wo Trainer Jörn Schulz ihn aufstellt. Der Neuzugang kann sich daher als weitere hochwertige Option herausstellen. Alleine deshalb, weil er so flexibel einsetzbar ist. „Ich habe bei Barleben vorwiegend Rechtsverteidiger gespielt. Dann in der Regionalliga meistens weiter vorn“, unterstreicht der Neu-Stendaler.

Auf Loks Außenbahnen scheinen Niclas Buschke und Martin Krüger als Stammspieler fest eingeplant – zumindest wenn sie einsatzfähig sind. Doch Behling weiß: „Auf der Position sind wir generell nicht so gut besetzt.“ Angst vor dem Konkurrenzkampf hat er nicht. Im Gegenteil. „Ich finde das gut. Man kann nicht nur mit zwei Außen planen für eine ganze Saison“, sieht er Chancen auf Einsätze. Sicher ist: Felix Behling könnte in Stendal mehr als nur eine Alternative sein – egal auf welcher Position.

VON PATRICK NOWAK

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