FUSSBALL – OBERLIGA Charlottenburgs Umbruch kann Vorteile bieten

Lok Stendal wittert Chancen

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Lok Stendals neue Sturm-Hoffnung: Denis Neumann. Bislang traf der 29-Jährige zweifach. Morgen geht es in der Oberliga zu Hause gegen den CFC Hertha 06.

Stendal – Die Ruhezeit ist vorbei. Beim Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal kribbelt es wieder. Schließlich steht am morgigen Sonntag zu Hause ab 14 Uhr ein Pflichtspiel an. Zu Gast ist der CFC Hertha 06. Vor Saisonbeginn erfolgte bei den Charlottenburgern ein großer personeller Umbruch. Ein Umstand, der Lok Stendal mögliche Vorteile bieten könnte.

Während der freien Zeit in der Oberliga hat die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz Testspiele absolviert, um die Spielpraxis hochzuhalten. Mit 4:1 konnte der Landesklassist SV Medizin Uchtspringe bezwungen werden. Ein 2:10 gab es am jüngsten Dienstag bei der U23 des VfL Wolfsburg aus der Regionalliga Nord. Das habe die Mannschaft trainingsinhaltlich weitergebracht. Zumal im Liga-Alltag ebenfalls einige spielstarke Teams auf die Stendaler Elf warten. Den Test in Wolfsburg sah Schulz als richtig an. „Das kam uns entgegen, dass wir viel Druck gekriegt haben und das war schon beeindruckend, was die gespielt haben.“

Dennoch wäre der Trainer mit seinen Spielern gerne im Flow geblieben. Gerade nach dem 1:1 in Unterzahl bei der TSG Neustrelitz. Doch dann kam die Spielpause. „Es war schon ein bisschen blöd im Nachgang mit dem freien Wochenende. Deshalb haben wir diese Spiele auch eingebaut, wo ja auch alle Spieler des gesamten Kaders spielen konnten“, zog Schulz aus dem jüngsten Wochenende etwas Positives für seine Elf. Am Mittwoch folgte die Regeneration. Seitdem sind die Sinne auf den kommenden Gegner geschärft. In der Vorsaison verlor Stendal 1:3, gewann mit Schulz an der Seitenlinie im Rückspiel 2:0. Das zählt aber nicht mehr. „Im Grunde spielt es keine große Rolle, wie der Gegner in Erinnerung war. Es gab im Sommer einen Trainerwechsel“, weiß Schulz.

Zudem hat Charlottenburg einen radikalen Umbruch vollzogen. 17 Neuzugängen stehen elf Abgänge gegenüber. Bislang hat der CFC alle vier Spiele verloren. Doch Schulz warnt: „Es sollte sich zeigen, dass wir uns von dem aktuellen Tabellenstand nicht beeinflussen lassen. Man sieht es ja an den Ergebnissen. Die ersten Punktspiele mussten sie sich schon noch finden. Wenn ich aber das Ergebnis gegen Blau-Weiß Berlin sehe, haben die auch nur 1:0 verloren“, so Schulz, der sich Charlottenburg per Video in diesem Spiel angeschaut hat. Demnach habe der CFC ordentlich gestanden und nach vorne gespielt. Letzteres liege den Berlinern ohnehin sehr.

Lok Stendal, ebenfalls in einer Selbstfindungsphase, wittert aufgrund des Charlottenburger Umbruchs eine kleine Chance. Auch, weil das gute Neustrelitz-Spiel noch in den Köpfen ist. „Ich denke, das 1:1 in Neustrelitz war eine richtig super Leistung von uns. Und von daher gibt es aktuell für mich nicht groß irgendwelche Bedenken, etwas zu ändern. Außer dieser Position wahrscheinlich.“ Mit der letzten Aussage bezieht sich Jörn Schulz auf Abwehrspieler Sebastian Hey, der nach seiner Roten Karte in Neustrelitz gesperrt ist. Zudem fallen Kapitän Philipp Groß sowie Lukas und Nils Breda weiterhin aufgrund ihrer Verletzungen aus. Ungewiss ist auch die Einsatzchance von Felix Behling, der sich kürzlich einer Operation unterziehen musste.

Von Patrick Nowak

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