FUSSBALL Oberliga

Lok Stendal stellt Instenberg frei

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Moritz Instenberg (hinten links) lief seiner Form zuletzt hinterher.

Stendal - Der 1. Lok Stendal hat Moritz Instenberg freigestellt. Der Mittelfeldspieler ist bei den Eisenbahnern groß geworden, hat hier in der Jugend das Fußballspielen gelernt. Doch der 29-Jährige musste in den zurückliegenden Jahren immer wieder verletzungsbedingt pausieren.

Im September 2017 zog sich der Spielmacher im Derby gegen den FSV Barleben einen Kreuzbandriss zu. Und musste danach lange pausieren. Anfang des Jahres konnte Instenberg wieder auflaufen, verletzte sich aber erneut am Knie. Der lange Weg zurück war von Ängsten begleitet.

„Nach eineinhalb Jahren hat der Verein gesagt, wir stellen ihn frei“, so Lok-Präsident Ulrich Nellessen auf AZ-Nachfrage. Es bringe nichts, auf ihn zu setzen, wenn er nicht richtig fit sei. Verletzen könne sich jeder Spieler. Egal in welcher Liga. Dafür habe er, Nellessen, auch Verständnis. Doch bei Instenberg habe wohl die Angst eine große Rolle gespielt. Sie sei sein ständiger Begleiter gewesen. Das machte den einst unverzichtbaren Dreh- und Angelpunkt im Stendaler Mittelfeld zu einem Bankdrücker.

Zuletzt spielte er auch in den Testspielen keine Rolle mehr für Trainer Jörn Schulz. Der Leistungsrückfall war laut Nellessen schon beachtlich. Die einstige Galionsfigur bei Lok nur noch ein Schatten ihrer selbst. Deshalb sei es an der Zeit gewesen, die Konsequenzen zu ziehen, auch wenn es schwerfiel. Es bringe nichts, sich etwas vorzumachen, so der Präsident.

Von Sabine Lindenau

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