FUSSBALL Pressing soll Punkte bringen / 5:1-Testsieg gegen Salzwedel

1. FC Lok Stendal ist risikobereit

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Auf einem guten Weg: Niclas Buschke (rechts) und der 1. FC Lok Stendal zeigen sich vor allem gegen den Ball deutlich aktiver auf dem Platz.

Stendal – Seit dem Start der Rückrundenvorbereitung verfolgt Jörn Schulz einen Plan. Mittels Pressing soll der Druck auf die Gegner erhöht werden. So gab es beim 5:1-Testsieg gegen Eintracht Salzwedel am Dienstagabend beim Oberligisten 1.

FC Lok Stendal weitere gute Ansätze zu beobachten.

Schon beim ersten Training nach der Winterpause zeigte sich, dass sich die Risikobereitschaft des 42-jährigen Trainers erhöht hat. Das Verteidigen und Abwarten auf Umschaltmomente genügt Schulz nicht mehr. Schließlich bremsen Remis die Altmärker im Oberliga-Abstiegskampf aus. Lok will aktiver werden. Heißt: Viel Druck in der gegnerischen Hälfte ausüben und Bälle erobern. Dieser Schwerpunkt der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte war zuletzt klar zu erkennen. Und wurde in den Testspielen von den Lok-Akteuren gut angenommen. Stendal trainiere viel offensiv, weil man in der Liga flexibler werden müsse, begründet der Coach sein taktisches Umdenken.

Bei nur zwei von 14 gewonnen Spielen und 15 Toren ist das mehr als verständlich. „Wir müssen mehr ins Risiko gehen, weil wir Punkte brauchen. Das heißt, wir brauchen Siege. Unentschieden helfen uns nicht weiter“, will sich Schulz mit den Eisenbahnern, die 35 Tore in vier Testbegegnungen erzielen konnten, zielstrebiger zeigen.

Offensiv sehe es bis jetzt sehr gut aus, beobachtet der Trainer. Aber: „Allerdings bleiben die Fragezeichen nach Ballverlust. Da haben wir noch keine Erkenntnisse.“ Der letzte Feinschliff soll in Barleben (Sonnabend, 13 Uhr) und zu Hause am kommenden Mittwoch gegen die U19 von Rot-Weiß Erfurt (18.30 Uhr) erfolgen. Spätestens im Oberliga-Heimspiel in anderthalb Wochen gegen den Dritten aus Greifswald müssen die Abläufe stimmen. Dann ist die Phase des Probierens offiziell beendet.

Der 5:1 (3:1)-Testerfolg am Dienstag gegen den Landesklassisten SV Eintracht Salzwedel zeigte, dass Lok, was das Pressing betrifft, auf einem guten Weg ist. Den Eisenbahnern gelangen viele Balleroberungen. Zahlreiche Torchancen gab es im Duell mit den Westaltmärkern ebenso. Die erste Annäherung hatte jedoch Salzwedel. Dann übernahm Lok die Kontrolle und ging verdient mit 3:1 in die Kabinen. Salzwedel-Keeper Röhl und Stendals noch fehlende Entschlossenheit standen einem höheren Spielausgang im Weg.

Tore: 1:0 Niclas Buschke (32.), 2:0 Philipp Groß (37.), 3:0 Martin Gödecke (38.), 3:1 Luca Nowak (41.), 4:1 Lorenz Balliet (70.), 5:1 Sebastian Hey (73.).

1. FC Lok Stendal: Westphal - Hey, Baudis, Schaarschmidt - Behling, Kolzenburg, Schubert, Groß - Krüger, Gödecke, Buschke (Giebichenstein, Mahrhold, L. Balliet, Bubke).

Eintracht Salzwedel: Röhl - Hamann, Liestmann, Seehausen, Lohr - Schreiber, Beck - Roth, Gebert, Nowak - Müller (Biermann, Förster, Buchmeyer).

VON PATRICK NOWAK

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