FUSSBALL – OBERLIGA Fragezeichen bei Trainer Schulz nach Vorbereitung

Lok Stendal und der Gefühls-Mix

Testphase beendet: Lok Stendals Trainer Jörn Schulz fällt es schwer, ein endgültiges Fazit der mehrwöchigen Vorbereitung zu ziehen.
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Testphase beendet: Lok Stendals Trainer Jörn Schulz fällt es schwer, ein endgültiges Fazit der mehrwöchigen Vorbereitung zu ziehen.

Stendal – Die Vorbereitung des 1. FC Lok Stendal war äußerst gut. Oder doch nicht? Wo der Fußball-Oberligist vor dem Spiel am Sonntag gegen den Greifswalder FC steht, ist ungewiss. Dem Selbstvertrauen der Eisenbahner hat die mehrwöchige Vorbereitung nicht geschadet.

Zudem hat sich die Mannschaft spielerisch neu ausgerichtet.

7:2 über Erfurts U19 zum Abschluss

Im letzten Test fuhr die Lok-Elf am Dienstagabend einen 7:2 (4:0)-Sieg gegen die U19 von Rot-Weiß Erfurt ein. Schulz hatte mehrere Alternativen zur Verfügung, konnte nach dem Seitenwechsel nahezu komplett durchwechseln. Stendal bestimmte das Spiel, zeigte sich offensivfreudig und hätte höher gewinnen können. Lediglich zwei Nachlässigkeiten führten zu Gegentoren.

Tore: 1:0 Niclas Buschke (4.), 2:0 Tim Kolzenburg (25.), 3:0 Martin Gödecke (27.), 4:0 Felix Behling (42.), 5:0 Steven Schubert (60.), 6:0 Vincent Kühn (65.), 6:1, 6:2 Jakob Kurschel (72., 74.), 7:2 Martin Krüger (84.).

1. FC Lok Stendal: Westphal - Mahrhold, Baudis, Schaarschmidt, Groß - Behling, Kolzenburg, Schubert, Buschke - Gödecke, Neumann (Giebichenstein, L. Balliet, Kühn, Seidel-Holland, Krüger, Hey, Bittner, Pfeiffer).

Wie aussagekräftig sind die Testspiele?

42 Tore in fünf Vorbereitungsspielen lesen sich positiv. Einen Makel gibt es für Schulz dennoch: die Aussagekraft der Ergebnisse. Die Tests erfolgten gegen unterklassige Gegner. Folglich trauert der Lok-Coach den Spielausfällen gegen die „Gradmesser“ wie Haldensleben, Barleben oder die Reservemannschaft des VfL Wolfsburg etwas nach. „Uns fehlen diese drei Testspiele“, weiß Schulz. Als kurios stellte sich die Absage gegen Haldensleben dar, als das Flutlicht ausfiel und die Partie nicht stattfinden konnte.

Stendal befand sich in den Vorbereitungspartien viel öfter im Ballbesitz als gewohnt. Und konnte das eigene Spiel deutlich kontrollierter aufbauen. Zudem gab es zahlreiche Torchancen. Ein Umstand, der von den Oberliga-Topteams wie Greifswald sicherlich weniger zugelassen wird. Es sei schwierig, ein Fazit zu ziehen, wo Lok derzeit stehe, gibt Jörn Schulz im Gespräch mit der Altmark Zeitung zu. Offensivmann Martin Krüger sieht es ähnlich: „Da muss man sehen, dass das jetzt nicht die Tests waren, die uns auf Augenhöhe begegnet sind.“

Mannschaft nimmt die neuen Ideen an

Gänzlich schlecht waren die intensiven Wochen nicht. Schulz forderte, den Gegner früher zu stören. Dies war beim Trainingsauftakt zu beobachten. Ebenso wurde das Pressing in den Partien gut umgesetzt. Somit zeigt Lok eine neue Spielweise, statt überwiegend defensiv zu agieren und nur abzuwarten. Es sei laufintensiv, offenbart Krüger. Aber: „Es birgt bei frühen Ballgewinnen auch Chancen für uns.“

Tore, Mut und Selbstvertrauen

Diese gilt es vom drittschwächsten Oberliga-Angriff zu nutzen. Krüger freut es, dass Lok offensiv gute Akzente gesetzt und Tore gemacht habe. Das sei wichtig. Außerhalb des Platzes stimmt es auch und das Trainingslager in Blankenburg hat gutgetan. „Das wächst gerade zusammen“, merkt Schulz, dass im Innenleben etwas Positives passiert ist. Und: „Was wir mitnehmen, ist Selbstvertrauen.“ Keine schlechte Erkenntnis, wenn es am Sonntag gegen den Dritten aus Greifswald geht.

VON PATRICK NOWAK

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