Handball-Nordcup: Klötze siegt in Genthin 26:23 / Oebisfelde II nach 27:35 ausgeschieden

VfB steht im Halbfinale

Torhüter René Köhler (am Ball) musste aufgrund der Personalsorgen als Kreisspieler ran.

Altmark. Durch einen 26:23-Erfolg bei Chemie Genthin hat der VfB Klötze das Halbfinale im Handball-Nordcup der Männer erreicht.

In der Vorschlussrunde können die Purnitzstädter nun auf Fortschritt Burg, Eiche Biederitz II oder den Möckeraner TV, der beim SV Oebisfelde II mit 35:27 siegte, treffen.

SV Oebisfelde II - 27 (11) : Möckeraner TV 35 (19)

Im Duell zweier Vertreter aus der 2. Nordliga waren die Oebisfelder von vorn herein chancenlos. Denn die SVO-Reserve konnte aus verschieden Gründen gerade mal sieben Akteure aufbieten, agierte somit ohne Wechselspieler. Nach 0:2-Rückstand traf Linkshänder André Thiele zum 1:2 Anschluss (6.), anschließend hielten sich die Gastgeber bis zum 5:7 (16.) durch Thiele noch ganz wacker. Doch dann zogen die Gäste auf 5:11 davon (18.). Eine Auszeit des SVO brachte nichts, denn Möckern setzte sich weiter auf 7:14 ab (23.). Zwei Treffer von Spielertrainer Matthias Hoffmann zum 9:14 brachten etwas Hoffnung, auch das gut rausgespielte 10:15 durch David Voßwinkel (27.). Doch in Unterzahl kassierte man gleich drei Gegentore zum 10:18, mit 11:19 ging es in die Pause.

Lagen die Oebisfelder in der zweiten Hälfte beim 14:24 (36.) schon aussichtslos hinten, da sorgten vier Treffer in Folge von Matthias Hoffmann und Florian Schröder (3) zum 18:24 (41.) wieder für einen kleinen Lichtblick. Doch zunehmend ließen bei den Einhemischen die Kräfte nach, während die Möckeraner mit zahlreichen Wechselspielern und ihrer ganzen Routine die technischen Fehler des SVO mit schnellen Gegenstößen bestraften und auf 23:32 (55.) erhöhten. Es spricht für den Gastgeber, dass man fair weiter bis zum Ende mitspielte und sich nicht gehen ließ. Nach dem elften Treffer von André Thiele, führte ein Tempogegenstoß in letzter Sekunde zum 27:35-Endstand.

• SV Oebisfelde II: Schünemann - Thiele (11), Köhler (3), Schröder (4), Voßwinkel (2), M. Bischoff (1), Hoffmann (6).

Chemie Genthin - 23 (14) - VfB Klötze 26 (14)

Zu Beginn hatten die Klötzer bei den Chemikern noch einige Probleme. Vor allem im Angriff. Dazu Trainer Beneke: „Wir ließen zu viele gute Möglichkeiten, darunter drei Siebenmeter und Chancen nach schnellen Gegenstößen, ungenutzt.“ Folge: Zur Halbzeit standen sich beide Vertretungen weiter auf Augenhöhe gegenüber (14:14).

Das sollte sich nach der Pause jedoch ändern. Die Klötzer hatten ihre Abwehr vom bewährten 6:0-Block auf die 5:1-Variante mit Sandrino Benecke als Spitze umgestellt. „Wir standen sicherer und konnten so Genthin im Aufbau unter Druck setzen und nach Fehlern durchstarten“, merkte Beneke an. Die Klötzer bekamen so nach und nach Kontrolle über die Begegnung und setzten sich ab. „Wir haben unsere Führung dann stark verteidigt. Es gab keine Ausfälle. Wir sind bis zum Abschluss sehr geschlossen aufgetreten, so dass es ein verdienter Erfolg für uns war. Für das Halbfinale hoffen wir natürlich auf ein Heimspiel“, fasste Beneke zusammen.

• VfB Klötze: Wittenberg, König – Sommer (2), Benecke (6), Tobies (6), Böhlen (3), Philipp (8), Cibis, Jordan (1)

Von Jörg Staade und Mathias Karl

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