Handball-Bundesliga: SCM mit guten Zahlen aber mit Platz hinter Melsungen

Die Statistik lügt nicht

Muss sich nicht wundern: Für SCM-Trainer Geir Sveinsson stimmt die Tabelle noch nicht, aber dafür die Werte gegen kommenden Gegner Melsungen.
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Muss sich nicht wundern: Für SCM-Trainer Geir Sveinsson stimmt die Tabelle noch nicht, aber dafür die Werte gegen kommenden Gegner Melsungen.
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Magdeburg. In der deutschen Elite-Spielklasse herrscht eine verkehrte Welt. Die Tabelle lügt schließlich nicht. Auch nicht in der Handball-Bundesliga.

Der SC Magdeburg steht nach dem 33:30-Sieg beim TVB Stuttgart auf dem neunten Platz – und der kommende Gegner MT Melsungen ist überraschend erster Verfolger der Rhein-Neckar-Löwen.

„Wenn man auf die Tabelle guckt, sieht man, wie stark Melsungen ist. Sie haben bisher nur überraschend zu Hause gegen Gummersbach verloren. Eine routinierte und erfahrene Mannschaft“, schätzte SCM-Trainer Geir Sveinsson schon nach dem Stuttgart-Spiel ein. Die Magdeburger holten einen Arbeitssieg in Schwaben und wollen sich weiter nach vorne arbeiten im Klassement. Nach dem ersten Drittel der Saison ist freilich noch reichlich Zeit, um weiter voranzukommen. Schließlich wolle der SCM „so weit wie möglich oben“ abschneiden in der Tabelle, wie Sveinsson im AZ-Interview sagte. Das gleiche Ziel hat sich Melsungen gesetzt – und dahingehend schaut es derzeit besser aus als beim Vorjahresvierten SCM. Das Team von Ex-Nationalspieler Michael Roth will nach eigenen Angaben den „Vorjahresplatz sechs möglichst verbessern“.

Immerhin lügt die Statistik nicht. Und nach der sind die Magdeburgern den Roth-Mannen einiges voraus. In bisher 20 Duellen mit dem hessischen Top-Verein holte der SCM 14 Siege, trennte sich zwei Mal Unentschieden und kassierte vier Niederlagen. In Heimspielen in der GETEC-Arena, wie es am Sonntag eines ist, liegt die Quote bei 80:20 – acht Siege, zwei Pleiten. Bei den Aufeinandertreffen geht es auch immer wieder mal ziemlich munter zu. 2006 gab es ein 41:32-Torfestival, auch in der vorigen Spielzeit landete der Ball ebenfalls noch 70 Mal in den Netzen des Hexenkessels der Landeshauptstadt beim 37:33-Erfolg der Gastgeber. „Die Geschichte sagt uns, es ist immer schwer gegen Melsungen und oft waren es Riesenspiele“, weiß Sveinsson. Nach der guten Angriffsleistung legt der Coach in dieser Woche im Training Wert auf die Defensivarbeit. Vorne treffen und hinten wenig zulassen: Dann geht es auch in der Tabelle aufwärts.

Von Benjamin Post

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