Triathlon: Anika Henning und Stephanie Rhodes starten beim Ironman 70.3 in Kroatien / Extreme Bedingungen

Starker Regen, Sturz und ein WM-Ticket als Lohn

Stephanie Rhodes und Anika Henning (r.) am Vorabend des Wettkampfes im Amphitheater von Pula. Fotos: privat

sen Altmark. 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und dann noch 21,1 Kilometer Laufen. Dies sind die Distanzen eines halben Ironman im Triathlon – umgerechnet 70,3 Meilen, daher auch Ironman 70. 3.

Stephanie Rhodes darf 2017 bei der WM Ironman 70.3 starten.

Kürzlich stellten sich Anika Henning und Stephanie Rhodes von den Triathlonfüchsen Osterburg im kroatischen Pula dieser Wettkampfstrecke. Die beiden Ausdauersportlerinnen meisterten die drei Fortbewegungsarten bei widrigen Wetter-Bedingungen mit Bravour, Stephanie Rhodes konnte sich in ihrer Altersklasse sogar für die Weltmeisterschaft 2017 in Tennessee (USA) qualifizieren. Die beiden Sportlerinnen starteten gemeinsam mit Triathleten von Trimago Magdeburg in Istrien, insgesamt nahmen dort 1500 Sportler am Wettkampf teil. Am Vorabend der Veranstaltung ging ein kräftiges Gewitter über Pula nieder, die Gedanken der beiden Mädels waren bei den bereits im Wechselgarten abgestellten Rennrädern und den in Tüten verstauten Sachen.

Am nächsten Morgen zeigte sich das Wetter zunächst von einer besseren Seite, in der Adria fand das Schwimmen statt. Das Wasser war ziemlich wellig, man wurde immer wieder von der optimalen Route abgetrieben, die GPS-Uhr von Anika zeigte nach 46:43 Minuten schließlich 2,3 Kilometer an. Teamkollegin Stephanie benötigte 46:54 Minuten und dann warteten 90 Kilometer auf dem Rad. Inzwischen hatte das Wetter umgeschlagen, ein Sturzregen ging auf die Teilnehmer nieder, eine wellige und kurvenreiche Strecke verlangte den Triathleten alles ab. Anika Henning absolvierte die Distanz in 2:56:48 Stunden, ihre Teamkameradin wechselte nach 3:11:15 Stunden von der Rad- und die Laufstrecke.

Der abschließende Halbmarathon war ein Lauf durch viele Pfützen und auch diese Herausforderung meisterten die Osterburgerinnen. Das Ziel im Amphitheater von Pula erreichte Anika Henning nach weiteren 2:05:15 Stunden in einer Gesamtzeit von 5:57:57 Stunden. Damit belegte sie Platz 15 in der Altersklasse 30 bis 34 Jahre und Gesamtrang 59 bei den Frauen. Stephanie Rhodes benötigte für die Laufstrecke 1:57:51 Stunden und war nach 6:04:50 Stunden im Ziel. Das war Platz elf in der Ak 24-29 und Platz 68 aller Starterinnen.

Und für Stephanie hat es sich gelohnt, dass sie nach einem Sturz mit dem Rad alle Schmerzen ausblenden konnte, nicht aufgab und es bis in das Ziel schaffte. Den bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass ihre Platzierung für einen Slot (Startplatz) bei der nächsten Weltmeisterschaft Ironman 70.3 gereicht hat.

„Die Wetterverhältnisse waren sehr schwierig und extrem hart. Mehr für den Kopf als für den Körper. Es war schade, dass das Klima nicht mitgespielt hat, denn es war wirklich eine landschaftlich sehr schöne und auch anspruchsvolle Strecke. Ich würde sagen, es war ein Triathlon, der ausnahmsweise nur aus Schwimmen bestand“, berichtet Anika Henning.

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