Fußball-Kreisoberliga: Spitzenreiter Osterburg gewinnt das Topspiel mit 2:0 / Bismark II tritt nicht an

Starker OFC bremst Wahrburg aus

Diese Hürde hat Osterburg genommen: Robert Schmidt (links) gewann mit seinem Team auswärts gegen den TuS Wahrburg.
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Diese Hürde hat Osterburg genommen: Robert Schmidt (links) gewann mit seinem Team auswärts gegen den TuS Wahrburg.

Altmark. Aus dem Dreikampf ist ein Zweikampf geworden. Denn der TuS Wahrburg ist durch die erste Niederlage in diesem Jahr aus dem Titelrennen in der Fußball-Kreisoberliga ausgeschieden.

Die Audorf-Elf hatte gegen Spitzenreiter Osterburg mit 0:2 das Nachsehen, dafür hält der SV Grieben durch einen lockeren 4:0-Erfolg in Schönhausen mit dem OFC Schritt. Erfreulich: Die Teams aus dem Tabellenkeller gaben am 26. Spieltag einige Lebenszeichen von sich.

Eintracht Schinne – BSC Stendal/Lok II 1:2 (0:1)

In einem weitgehend ausgeglichenen Spiel machte Verbandsliga-Leihgabe Hari Karaterzyan den Unterschied. Denn der Offensivakteur des BSC Stendal/Lok II war mit zwei Treffern gegen Schinne der Mann des Spiels. Die Gastgeber spielten gut, investierten viel und arbeiteten sich viele gute Einschussmöglichkeiten heraus. „Das erste Gegentor fiel dann durch einen Konter der Stendaler und einem langen Diagonalball“, berichtete Schinnes Trainer Marc Teichert. Zuvor hatte Robert Riep einen Treffer für die Eintracht markiert, den Schiedsrichter Burkhard Burchert aber aufgrund einer Abseitsstellung nicht gab. Kurz nach der Pause schaltete der BSC wieder schnell um und legte den zweiten Treffer nach. Schinnes Noah Saeg gelang nur noch der Anschlusstreffer. „Uns hat vor dem Tor einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, sagte ein ansonsten zufriedener Marc Teichert.

• Tore: 0:1, 0:2 Hari Karaterzyan (32., 47.), 1:2 Noah Saeg (67.).

TuS Wahrburg – Osterburger FC 0:2 (0:2)

„Ich bin richtig stolz auf meine Jungs“, jubelte Osterburgs Trainer Ronald Göthe nach dem wichtigen Heimsieg im Topspiel gegen leicht ersatzgeschwächte Wahrburger. Alle OFC-Spieler hätten alles gegeben und zu 100 Prozent das Konzept des Trainers umgesetzt, so Göthe. „Wir haben absolut verdient gewonnen, weil wir richtig clever gespielt haben“, lobte der Osterburger Coach. Wahrburg kam gegen defensiv sicher stehende Gastgeber nur zu wenigen nennenswerten Chancen. „Osterburg ist der verdiente Sieger eines absoluten Topspiels“, erkannte Wahrburgs Marco Friedrich neidlos an und ergänzte: „In der ersten Halbzeit haben wir kein Land gesehen, waren aber im zweiten Durchgang auf Augenhöhe. Ein 2:1-Erfolg für Osterburg hätte dem Spielverlauf etwas besser entsprochen“.

• Tore: 0:1 Marius Melms (30., Handelfmeter), 0:2 Uwe Schmidt (36.).

Kickers Seehausen – Kreveser SV II 4:0 (3:0)

Aus einer sicheren Defensive heraus haben die Seehäuser gewonnen, weil es im Derby gegen Kreveses Reserve endlich mal wieder mit dem Toreschießen geklappt hat. „Ich mache drei Kreuze“, atmete Kickers-Coach Dirk Schnell nach dem Schlusspfiff auf, denn Seehausen hat sich dank des zweiten Sieges in Serie ein kleines Polster auf die Abstiegsränge verschafft und den direkten Konkurrenten aus Krevese etwas abgehängt. Laut Schnell sei der KSV mit den vier Toren am Sonnabend noch ganz gut bedient gewesen, weil Seehausen in der ersten Halbzeit zwei Hochkaräter und dann in den letzten zehn Minuten weitere drei hundertprozentige Torchancen vergab. „Bei einem so hohen Sieg kann ich darüber aber schmunzeln“, sagte ein zufriedener Kickers-Trainer.

• Tore: 1:0 Marcel Wiehetek (2.), 2:0 Maximilian Buness (21.), 3:0 Manuel Buresch (24.), 4:0 Bodo Sonntag (48.).

Traktor Wust – Rossauer SV 3:0 (1:0)

Im Heimspiel gegen spielerisch überlegene Rossauer gelang Schlusslicht Wust eine kleine Überraschung. Und die Mannschaft von Hans-Günter Tondera blieb nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder ohne Gegentor. „Bis zum letzten Drittel haben wir sehr gut gespielt, vor dem Tor aber zu umständlich agiert und die falschen Entscheidungen getroffen“, ärgerte sich RSV-Trainer Christian Schulze. Wust versuchte es immer wieder mit langen Bällen – und zeigte sich vor dem Kasten einfach abgezockter. „Dass wir kurz nach Wiederbeginn noch das zweite Gegentor kassiert haben, hat die Angelegenheit nicht gerade einfacher gemacht“, so Schulze weiter.

• Tore: 1:0 Oliver Raabe (32.), 2:0 Christian Reich (49.), 3:0 Tobias Klemm (70., Foulelfmeter).

KSG Berkau – VfB Elbe Uetz 1:3 (0:3)

Berkau kam einfach nicht in die Zweikämpfe und damit in das Spiel, deshalb war das Heimspiel gegen Uetz schon beim Kabinengang verloren. Uetz war dagegen vor dem Tor eiskalt. Eine tolle Vorarbeit von David Mielke nutzte der erst 18-jährige Julian Wittkowski in der achten Minute zur 1:0-Führung, ehe Ronny Pfeiffer und Marcel Böters mit einem Sonntagsschuss das Ergebnis bis zur Pause ausbauten. Vom Gastgeber war auch deshalb nichts zu sehen, weil VfB-Abwehrrecke Marc Meier den Berkauer Torjäger Andreas Duhm vollkommen abmeldete. „Nach dem Seitenwechsel und dem Anschlusstreffer wurde es dann nochmal ein bisschen kniffelig“, erklärte der Uetzer Marco Lust, „aber ich freue mich, dass unsere Serie weiter hält“.

• Tore: 0:1 Julian Wittkowski (8.), 0:2 Ronny Pfeiffer (21.), 0:3 Marcel Böters (41.), 1:3 Christian Schlawin (65., Foulelfmeter).

Eintracht Lüderitz – TuS Schwarz-Weiß Bismark II (abgesagt)

Die Bismarker mussten aus personellen Gründen am Freitagabend absagen. Lüderitz-Trainer Marcel Ziep ärgerte sich allerdings viel mehr darüber, dass Staffelleiter Werner Meinschien die Eintracht nicht über Bismarks Spielverzicht informierte: „Das war sehr ärgerlich, da wir und auch die Schiedsrichter unnötig auf den Gegner warteten.“ Ziep plant jetzt mit den drei Punkten. Er gehe davon aus, dass es eine Spielwertung geben werde.

Von Christian Buchholz

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