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Spitzenniveau im Herren-Endspiel, Überraschung bei den Damen

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Von: Tobias Haack

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Sanchez schlägt eine Vorhand.
Vize-Champion von Stendal: Marc Soriano Sanchez. © Thomas Kuno

Das Herrenfinale der 21. B&K Altmark Open im Tennis hat die Zuschauer in Stendal am vergangenen Wochenende verzückt. Die Veranstalter sprachen von einem der besten Endspiele der Turniergeschichte. Bei den Damen trumpfte ein ungesetzter Youngster auf.

Der Anfang ist gemacht! Am vergangenen Wochenende sind die diesjährigen Turnierwochen der SG Einheit Stendal mit den 21. B&K Altmark Open der Damen und Herren gestartet. Nach einer zweijährigen Corona-Pause präsentierte sich das beliebte und größte Tennisevent der Region mit einer neuen Führungsriege. Der langjährige Organisationschef Detlef Hundt und sein Team hatten den Staffelstab an Maximilian Pefestorff und Anke Thiermann weitergegeben, die zusammen mit Oberschiedsrichterin Nicole Leider eine gelungene Premiere feierten.

Sportlich wurden die Zuschauer für ihren Weg an den Stendaler Pappelweg mit tollen Matches belohnt. Den Titel sicherten sich letztlich die blutjunge Katalin Kormos (13) aus Aachen und der Potsdamer Theodor Passenheim. Aus altmärkischer Sicht gingen Routinier Carsten Zeihn, Lokalmatadorin Zoé Leider und Amy Marscheider zufrieden aus dem Turnier.

Carsten Zeihn stellt sich der Jugend

Im Feld der Herren war der Stendaler Zeihn an Nummer vier gesetzt. In Runde eins bekam er es mit dem Wolfsburger Thomas Retzlaff zu tun, den er in einem spannenden Duell mit 6:3, 1:6 und 10:4 niederrang. Das Minimalziel des Altmärkers war somit erreicht. Doch im Viertelfinale war für Zeihn dann mit 3:6, 0:6 gegen Ansgar Thiele (Dresden) Endstation. Der Sachse war in den entscheidenden Situationen dann doch zu jung und spritzig für den 40-jährigen Zeihn. „Trotzdem Respekt, dass er sich hier der jungen Konkurrenz noch gestellt hat“, lobte Turnierchef Pefestorff. Die weiteren Altmärker Fabian Kröhnert (TC Stendal), Nils Klinke und Nikolay Dimitrov (beide Einheit Stendal) fanden bereits im Achtelfinale ihren Meister.

Schweizer Uhrwerk gegen jungen Nadal

Der Weg zum Titel führte über andere Namen. Es waren mit Theodor Passendorf und Marc Soriano Sanchez (Braunschweig) die beiden topgesetzten Spieler, die sich ihren Weg ins Finale bahnten – und dort für ganz großen Sport sorgten. „Wir waren uns alle einig, dass wir selten ein besseres Endspiel hier gesehen haben“, resümierte Pefestorff im Gespräch mit der AZ. Das Schöne für die Zuschauer auf dem Stendaler Center Court: Die Partie wurde nicht über den Aufschlag, sondern über lange Ballwechsel entschieden. Passendorf verteilte die Bälle von der Grundlinie zuverlässig „wie ein Schweizer Uhrwerk“ (Pefestorff), während Sanchez mit der Dynamik eines jungen Rafael Nadal auftrat. Das Match ging mit 6:3, 6:2 an den neuen Champion Theodor Passenheim.

Kormos dominiert das Damen-Feld

Bei den Damen gab es das spektakulärste Spiel bereits im Halbfinale zu bestaunen. Hier waren es Katalin Kormos, die sich kurioserweise erst zwei Minuten vor Meldeschluss für die Altmark Open eingeschrieben hatte, und die Nummer zwei des Turniers, Lavinia-Maria Nitzsche (Dresden), die sich gegenseitig zu Höchstleistungen trieben. Die ungesetzte Kormos zog mit 7:5, 6:2 in das Finale ein, wo sie auch die an eins gesetzte Raja Szyszkowitz aus Bielefeld bezwang. Leider musste die Ostwestfälin verletzt aufgeben. Das Turnier Kormos’ war dennoch beeindruckend. Als ungesetzte Akteurin verwies sie drei gesetzte Gegnerinnen in ihre Schranken und holte sich verdientermaßen den Titel.

Marscheider zieht bis ins Halbfinale

Die ehemalige Stendalerin Amy Marscheider, die mittlerweile für Aschersleben antritt, schaffte es immerhin bis ins Halbfinale, wo gegen Szyszkowitz mit 2:6, 2:6 glatt Schluss war. Zuvor hatte Marscheider das Stendaler Duell gegen Zoé Leider mit 6:1, 6:4 für sich entschieden, trotz Problemen am Knie. Emma Marie Pfeffer, Julia Beckmann (beide Einheit Stendal) und Lisa Kröhnert (TC Stendal) schieden im Achtelfinale aus.

„Unser Dank gilt allen Helfern und Sponsoren. Ohne ihre Unterstützung wäre dieses Turnier nicht möglich. Wir sind sehr zufrieden, es war wirklich ein entspannter Ablauf. Das lag aber auch daran, dass die Sportler sehr fair miteinander umgegangen sind“, fasste Maximilian Pefestorff zusammen. In knapp zwei Wochen geht es bei der SGE dann mit den 7. M&S Senioren Altmark Open weiter.

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