FUSSBALL: Elf des Jahres

Ein Spiegelbild der Saison

Die Elf des Jahres.
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Die Elf des Jahres.

Altmark - Die Mannschaft der Saison ist ganz klar der SSV Gardelegen, der als Aufsteiger in der Landesliga für Furore sorgte. So stehen drei SSV-Spieler in der „Elf des Jahres“ der Altmark Zeitung.

Die „AZ-Elf“ ist ein Spiegelbild der Saison. Anhand der Nominierungen und positionsbezogen hat die Sportredaktion dieses Team aufgestellt. Zahlreiche andere Akteure hatten eine Nominierung ebenfalls verdient. Die AZ würdigt diese Spieler in der „B-Elf“.

Torwart 

„Er hat uns durch seine Paraden einige Punkte gerettet“, lobt Gardelegens Trainer Norbert Scheinert seinen Torhüter Marc Mette, der im Saisonverlauf beim Vizemeister der Landesliga Nord ein guter Rückhalt war. „Marc hat sich gut entwickelt und ist in seinen Leistungen viel stabiler geworden. Auf ihn ist stets Verlass.“

Abwehr 

Die Dreierkette in der Verteidigung ist eine bunte Mischung aus Landesklasse, Landesliga und Oberliga. Dabei überzeugten die drei Akteure jeweils in unterschiedlichen Punkten. Henning Glameyer hat sich beim Landesklassen-Vertreter SV Liesten auf der Position des linken Verteidigers einen Stammplatz gesichert. In 25 Punktspielen erzielte der 20-Jährige auch drei Treffer. „Im Spiel nach vorn hat Henning noch Reserven. Seine Entwicklung ist dennoch beachtlich. Er wird noch besser werden“, ist Trainer Michael Piotrowski überzeugt. Ebenfalls einen Platz in der „Elf des Jahres“ sicherte sich Marcel Werner. Zwei Mal verhalfen dem Innenverteidiger wichtige Tore dazu. Im Heimspiel gegen Neustrelitz traf Werner in der Nachspielzeit zum Ausgleich. Beim 2:0 über Hertha Zehlendorf brauchte es einen Freistoß des 30-Jährigen, um Lok in Front zu bringen. Der Neu-Wahrburger zeigte sich für den Spielaufbau verantwortlich, leistete sich wenige Fehler und war überwiegend gesetzt. Dirk Grempler, TuS Bismarks Landesliga-Trainer in der Vorsaison, sagte über Felix Knoblich: „Das ist ein Verrückter.“ Im positiven Sinne. Knoblich avancierte in engen Spielen zum entscheidenden Mann auf dem Platz und war mit zehn Toren bester Schütze seines Teams. Im Saisonendspurt traf er siebenfach in sechs Partien und sicherte seiner Elf Punkte für den Klassenerhalt. Aufgrund personeller Engpässe agierte der Bismarker mal auf der Sechs, auf der Zehn oder im Sturm.

Mittelfeld 

Der Salzwedeler Niklas Gille ist für die Eintracht ein wichtiger Baustein im Defensivbereich. „Einer der besten Sechser, die ich kenne. Seine Spielübersicht und Erfahrung sind für unsere recht junge Mannschaft unverzichtbar“, lobt Trainer Helge Kietzke den 22-Jährigen. Torsten Kühnast hat in der abgelaufenen Saison großen Anteil am Titelgewinn des FSV Heide Letzlingen in der Landesklasse. Der 38-Jährige glänzte mit großer Präsenz und Übersicht im Mittelfeld, er erwies sich als äußerst zweikampfstark und torgefährlich. Insbesondere bei Standardsituationen schlug Kühnast, der in seinen 24 Einsätzen 18 Treffer für die Elf von Trainer Dirksen Höft erzielte, oft gnadenlos zu. In Sachen Scorerpunkte konnte sich Thiago da Silva Magon vom Landesklassisten TuS Wahrburg im Vergleich zur Vorsaison leicht verbessern. Mit sechs Toren und fünf Vorlagen ist der brasilianische Mittelfeldmann, der mehrfach in der Rückserie traf, für Wahrburg unverzichtbar. In der zweiten Saisonhälfte spielte die Stammkraft zudem alle Partien über die volle Distanz durch. Jann Grünwald vom Kreveser SV konnte in der Landesklasse vorzeitig die Klasse halten. Die Saison verlief deutlich entspannter als noch im Vorjahr. Dass der KSV mit dem Abstiegskampf weniger zu tun hatte, lag auch an ihm. In der Hinrunde traf Kreveses Nummer Acht nach Belieben und landete am Ende bei elf Toren. Ein wichtiger Mann, der nur vier Spiele verpasste und ein Mal ausgewechselt wurde. Clemens-Paul Berlin glänzte beim SSV Gardelegen durch hohe Geschwindigkeit, gute Balltechnik und den Blick für den Nebenmann. In 25 Begegnungen in der Landesliga erzielte der Offensivakteur selbst acht Treffer und bereitete zahlreiche Tore seiner Mitspieler vor. Und so spart Trainer Norbert Scheinert nicht mit Lob. „Er ist ein sehr guter Mannschaftsspieler. Seine Schnelligkeit und Technik sind ein wichtiger Baustein für unser Umkehrspiel.“

Angriff 

Den Angriff bildet eine Doppelspitze, die zwei unterschiedliche Saisonverläufe durchlebt hat. Während Martin Gödecke mit dem 1. FC Lok Stendal gegen den Abstieg kämpfte, spielte Simon Bache mit dem SSV Gardelegen eine gute Rolle als Aufsteiger in der Landesliga. Besonders am vorletzten Spieltag in der Oberliga zeigte Martin Gödecke, welchen Stellenwert er in der Offensive des 1. FC Lok Stendal hat. Beim verrückten 5:4-Sieg gegen den Malchower SV traf Gödecke dreifach und trug zum Klassenverbleib bei. Aufgrund einer Verletzung musste er ab Mitte Oktober aussetzen und konnte erst mit dem Rückrundenbeginn wieder angreifen. Bemerkenswert: Trotz der langen Pause war Gödecke mit zehn Treffern torgefährlichster Lok-Spieler. Simon Bache gehörte im abgelaufenen Spieljahr offiziell dem Kader der zweiten Vertretung des SSV Gardelegen an, für die er in der Kreisoberliga 42 Tore erzielte. Aber nachdem es zu Saisonbeginn beim Landesliga-Aufsteiger mit dem Toreschießen haperte, ging Bache auch für die SSV-Erste auf Torejagd und steuerte in 20 Begegnungen 14 Treffer bei. „Seine Dynamik, Geschwindigkeit und Kaltschnäuzigkeit zeichnen ihn aus“, beschreibt Norbert Scheinert die Qualitäten des 23-Jährigen, der in der neuen Saison auch wieder dem Kader der ersten Mannschaft angehören wird.

B-Elf des Jahres: 

Kycek (Stendal/3) -  Schulz (Beetzendorf/3), Bock (Letzlingen/3), Haak (Gardelegen/3), Kroschel (Bismark/4), Buschke (Stendal/3), Scheinert (Gardelegen/3), Palutke (Letzlingen/4), Huch (Möringen/4), Heuer (Salzwedel/4).

Von Patrick Nowak und Renee Sensenschmidt

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