Warnau sorgt für Tor-Show, fliegt aber mit drei Niederlagen aus dem Turnier

Spektakel für nichts

Warnau und Stefan Schulz (weißes Trikot) boten den Zuschauern mit ihren Toren Unterhaltung – wurden aber jäh aus dem Turnier ausgebremst. Foto: Dezort

Beetzendorf. Die Einschätzung hätte nicht von Stefan Schulz kommen müssen. Alle 680 Zuschauer in der Sporthalle in Beetzendorf hatten gesehen, was der SSV Havelwinkel Warnau auf die Platte brachte.

„Viel Spektakel, aber früh raus“, brachte es Schulz nach dem Turnier auf den Punkt. Der Fußball-Landesklassist sorgte beim XXVI. Altmark-Masters der Altmark-Zeitung am Sonntag für große Unterhaltung, hatte jedoch wenig davon.

Drei furiose Spiele, neun Tore (die meisten aller Mannschaften in der Vorrunde) – aber drei Niederlagen und 14 Gegentreffer. Der Titelkandidat der achten Liga verhielt sich unter dem Hallendach in Beetzendorf nicht ausgebufft genug. Schulz drückte es noch drastischer aus, mit dem Blick auf die beispielhafte letzte Partie gegen den späteren Turnierdritten, den Landesligisten Medizin Uchtspringe. Die Warnauer vertändelten eine scheinbar sichere 4:2-Führung und kassierten noch eine 4:5-Niederlage. „Das war dumm“, erklärte Schulz.

Nach dem bitteren Auftritt war Schluss, die Havelwinkeler traten die lange Rückreise an den Rand Brandenburgs an. Nach Beetzendorf war der SSV mit einem guten Vorsatz gekommen. „Hier kann man was bewegen“, dachten sich Schulz und Co., doch sie wurden eines Besseren belehrt. Vor Uchtspringe unterlag Warnau nach einem wilden hin und her 2:3 gegen den Landesligisten Heide Letzlingen und 3:4 gegen den Liga-Konkurrenten SV Liesten.

In der Liga fallen die Mannen um Schulz übrigens auch durch ihre Torgefahr auf, schließlich bildet der Tabellenzweite den besten Angriff mit 40 Toren in 15 Spielen. Am Sonntag lag die Ausbeute wieder hoch – doch wie auf dem Rasen (24 Gegentreffer) passte es im Defensivverhalten nicht.

Allerdings, das gab der Verteidiger auch zu bedenken, traten die Warnauer bei dem AZ-Turnier nicht mit ihren besten Spielern an. Die Mannschaft sei „zusammengewürfelt“ gewesen. Mit dabei waren auch die Brasilianer Hugo de Camargo Souza und Yuri Alef Dos Santos Souza, die mit ihren Ballkünsten schnell auf den Beetzendorfer Boden der Tatsachen geholt wurden. Die für die Zuschauer spektakulären Havelwinkeler grämten sich nicht für das Aus mit Applaus. „Es hat Spaß gemacht. Wir wollten uns gut verkaufen“, unterstrich Schulz. Vielleicht etwas unter Wert.

Von Benjamin Post

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