PHILIPP KIEBACH Ob Fußball oder Handball – Hauptsache im Team

Spaß an zwei Sportarten

Hier als Handballer zu sehen: Philipp Kiebach (rechts), der seit Jahren fester Bestandteil der HSG Osterburg ist. Seine Vorliebe für Mannschaftssportarten führte ihn zu Beginn allerdings zum Fußball. 
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Hier als Handballer zu sehen: Philipp Kiebach (rechts), der seit Jahren fester Bestandteil der HSG Osterburg ist. Seine Vorliebe für Mannschaftssportarten führte ihn zu Beginn allerdings zum Fußball.

Osterburg – „Das ist eigentlich vollkommen egal. Hauptsache ich kann der Mannschaft weiterhelfen. “ Das Torewerfen und Toreschießen bereiten Philipp Kiebach gleichermaßen viel Spaß.

Der gebürtige Magdeburger ist nicht nur sportlich gesehen mittlerweile jeweils im Fußball beim Osterburger FC und im Handball bei der HSG Osterburg in der Altmark heimisch geworden. Und das mit Erfolg.

Als Fußballer wirkte Kiebach in der Saison 2013/2014 beim Aufstieg in die Landesliga mit. Allerdings nicht im Trikot des Osterburger FC, sondern ausgerechnet beim unmittelbaren altmärkischen Nachbarn Kreveser SV. Doch auch in der anderen Sportart konnte sich der heute 31-Jährige über den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga freuen. In der Spielzeit 2017/2018 kam es am letzten Spieltag zum direkten Duell bei der Glinder HV Eintracht. „Handball war emotional, auswärts, punktgleich im Spitzenspiel und da noch gewinnen“, erinnert sich Kiebach. Mehr Spannung ging nicht. Osterburg siegte und stieg auf.

Beiden sportlichen Höhepunkten misst Kiebach für sich persönlich aber die gleiche Bedeutung bei. Und legt sich dabei auf ein bestimmtes Kriterium fest: den gemeinsamen Erfolg. Er war schon immer der Mannschaftssport-Typ, bevorzugt das Sporttreiben in einer Gruppe. Das ist bis heute so geblieben. Die Gründe dafür sind wenig überraschend. Nach den Spielen – egal ob beim Handball oder beim Fußball – sitzt man noch mit den Mannschaftskollegen zusammen, knüpft dadurch auch Freundschaften und ist immer unter Leuten. Und: „Der Teamgeist ist schon wichtig bei so was.“

Das erste mal den Ball am Fuß hatte Kiebach mit drei Jahren, erst im Alter von elf Jahren entdeckte er den Handball für sich. Für ihn macht das keinen Unterschied, weil ihm beide Sportarten von Anfang an Freude bereitet haben. Dabei blieb er trotz der zweifachen Belastung immer verletzungsfrei. „Das ist selten, aber wirklich sehr gut“, zeigt er sich erleichtert. Zumal es im Fußball und speziell im Handball körperlich sehr robust zugehen kann. Kiebach konnte das immer gut verkraften.

Heute haben sich die Zeiten etwas geändert. Der Fußball ist bei Kiebach eher „im Hintergrund“, wie er selbst sagt. Hier ist er im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr in den höheren Ligen der Altmark unterwegs. Sein Trainingspensum ruft er unter der Woche auf dem Hallenboden der HSG Osterburg ab, stellt aber klar: „Wenn beim Handball ein freies Wochenende ist, dann werde ich Fußballspieler.“

Mit seiner Durchschlagskraft und Robustheit ist er sowohl für die HSG als auch für den OFC ein Gewinn. Und sucht als Angreifer beim Fußball und Rückraumspieler beim Handball stets den Weg zum gegnerischen Tor. In beiden Rollen fühlt sich der Rechtshänder und Rechtsfuß wohl und weiß, was er zu tun hat: „Den Körper einsetzen und dann gucken, was die Mitspieler noch nebenbei machen.“ In der momentanen Zeit tut sich für Kiebach und seine beiden Mannschaften wenig. Die Bälle ruhen durch die Zwangspause. Dabei steht er mit seinen Handballkollegen im Austausch, verfolgt die täglichen Entwicklungen und gibt zu: „Wir denken, dass dieses Jahr gar nichts mehr passiert.“

So vertröstet sich Kiebach als Zuschauer mit dem Profisport, der noch stattfindet. Auch privat hat er beide Sportarten im Blick, verfolgt sie gleichmäßig. Als gebürtiger Magdeburger fiebert er mit dem SCM und FCM mit, zählt in der Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund zu seinen Lieblingsteams. Kurzum: Er ist eben sehr sportaffin.

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