Lok macht’s erneut

24. Sparkassen-Cup: Stendaler Kicker unbeschadet zum nächsten Turniererfolg

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Nach dem Turnier in Gardelegen und den Altmark Masters der Altmark Zeitung in Beetzendorf gewinnt der Verbandsligist 1. FC Lok Stendal auch die 24. Ausgabe des Sparkassen-Cups Goldbeck.Er sicherte sich gänzlich ohne Niederlage im Turnierverlauf das Preisgeld von 250 Euro und den Siegerpokal.

Goldbeck. Für die Verbandsligafußballer vom 1. FC Lok Stendal hätte die Winterpause kaum erfolgreicher ausfallen können. Nach den Turniersiegen in Gardelegen und Beetzendorf setzten sie sich am Sonnabend in Goldbeck erneut die Krone auf.

Im Finale um den Sparkassen-Cup bezwang das Team von Sven Körner, der als fliegender Torwart mitwirkte, Saxonia Tangermünde mit 2:0.

Vorrunde

Mit zwei Gruppen á fünf Teams hatte die Vorrunde ordentlich was zu bieten. Insgesamt gab es 20 Partien. Den Auftakt in der Gruppe A machten Medizin Uchtspringe und der FSV Havelberg. In einer temporeichen Partie setzten sich die Mediziner knapp mit 2:1 durch und unterstrichen erneut, dass sie eine gute Hallenmannschaft sind.

In der zweiten Gruppe durften die Kicker von Blau-Gelb Goldbeck und Havelwinkel Warnau als erste auf das Parkett, der bis zum letzten Platz gefüllten Sporthalle in der Babener Straße. Hier behielt die brasilianische Kombo das Heft des Handelns bis zuletzt in der Hand und siegte verdient 2:0. Auf Goldbecker Seite avancierte Patrick Huth, der ungewohnterweise als Keeper fungierte, zum Unglücksraben, war er an beiden Gegentoren nicht ganz schuldlos.

Anschließend folgte der erste Auftritt des Favoriten. Lok Stendal musste zum Turnierstart gegen Rot-Weiß Arneburg ran. Diese Spielpaarung brachte zugleich die erste Nullnummer des Tages. Nach zehn Minuten stand es nach wie vor 0:0. Torreicher ging es hingegen in den beiden nachfolgenden Spielen zu, als der Möringer SV den TuS Schwarz-Weiß Bismark deutlich 4:2 von der Platte schickte. Als letztes Team ging Saxonia Tangermünde in den Turnierverlauf. Ihr Auftaktspiel gegen Warnau wurde zur zweiten Nullnummer des Tages. Der SSV war spielerisch überlegen, doch die Saxonen verteidigten geschickt.

Auch das Turnier in Goldbeck zeigte, dass Hallenfußball ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringt. Dies musste der Möringer Markus Laser in der Partie gegen Warnau am eigenen Leib erfahren. Ohne gegnerische Einwirkung blieb er verletzt am Boden liegen und wurde mit einem Verdacht auf Achillessehnenriss ins Krankenhaus gebracht. Nicht nur die Möringer dezimierten sich, sondern auch Medizin Uchtspringe. Nach einer Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Tobias Petzke sah Marcel Brinkmann den roten Karton. Sein Turniertag war hiermit beendet.

Je mehr Spiele in der Gruppenphase, desto spannender wurde es. Hierbei brachte vor allem das letzte Vorrundenspiel in der Gruppe A alles mit, was ein Fußballspiel haben muss. Während sich Arneburg schon mit zehn Punkte als Gruppensieger wähnte, kämpften Uchtspringe und Lok Stendal ums Weiterkommen. Am Ende trennten sie sich 0:0-Unentschieden. Dies reichte aufgrund der besseren Tordifferenz dem Favoriten zum Einzug ins Halbfinale.

Aus Gruppe B sicherten sich Warnau als Gruppensieger und Saxonias Tangermünde die Plätze unter den letzten Vier.

Halbfinale

Im ersten Halbfinale standen sich Arneburg und Tangermünde gegenüber. Trotz eines zwischenzeitlichen 3:1-Vorsprungs, kamen die Saxonen nach nunmehr zwölf Minuten Spielzeit nicht über ein 3:3 hinaus. Somit brachte das Neunmeterschießen die Entscheidung. Mit Christian Nix und Lars Korte vergaben sogleich die jeweils ersten Schützen. Beim RWA vergab zudem Markus Becker. So entschied der Treffer von Michael Fraaß das Spiel zu Gunsten der Tangermünder.

Das zweite Halbfinale hatte weniger zu bieten. Lok Stendal zog dank eines ungefährdeten 4:1-Sieges gegen Wanrau ins Endspiel ein.

Spiel um Platz Drei

Im kleinen Finale standen sich somit Arneburg und Warnau gegenüber. Lange Zeit wurde das Spiel von Nervösität und Ideenlosigkeit geprägt. Doch der entscheidende Treffer fiel noch in der regulären Spielzeit. Genauer gesagt 40 Sekunden vor dem Ende schoss Martin Buricke die Warnauer auf den dritten Rang.

Finale

Dass der Favorit 1. FC Lok Stendal um den Pott spielt, war nicht verwunderlich. Doch Saxonia Tangermünde sollten die wenigsten auf den Zettel gehabt haben, sind sie doch bei den bisherigen Turnieren in diesem Winter in der Gruppenphase sang und klanglos ausgeschieden.

Das Endspiel hielt nicht das was es versprach. Lok spielte abwartend, kontrolliert und ließ Tangermünde kaum Ballbesitz. Der Führungstreffer war hingegen äußerst sehenswert. Aus dem eigenen Strafraum nutzte Artem Sikulskyi eine Unachtsamkeit des Tangermünder Keepers. Fortan wurde die Partie hektischer. Der FSV probierte es mit der Brechstange gegen die sichere Stendaler Defensive. Nützen sollte es jedoch nichts. Fast mit der Schlusssirene drückte Philipp Gross das Leder zur endgültigen Entscheidung über die Linie.

Von Falk-Stephane Dezort

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