Fußball-Landesliga

Spannende Tage beim TuS Wahrburg

Ujazdowski im Duell mit Lucas Vicentin
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Daniel Ujazdowski (li.) bringt viel Erfahrung und Qualität ins Wahrburger Spiel.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Fußball-Landesliga-Aufsteiger TuS Wahrburg hat sein erstes Testspiel des Sommers gewonnen. Trainer Robert Riep ist mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung zwar zufrieden, sieht aber in der Feinabstimmung noch Luft nach oben.

Der FSV Saxonia Tangermünde war schon dreimal am Ball, der TuS Bismark viermal und auch der SSV Havelwinkel Warnau hat schon fünfmal getestet. Die Landesligisten aus der Altmark laufen langsam heiß. Nur Aufsteiger TuS Wahrburg lässt es auf den ersten Blick noch etwas ruhiger angehen. Der 2:0-Sieg am vergangenen Sonntag über Warnau war der erste Testkick der Stendaler in diesem Sommer überhaupt. Gewollt war dieser späte Einstieg nicht zwingend, ein Beinbruch ist er aber auch nicht, wie TuS-Trainer Robert Riep im Gespräch mit der Altmark-Zeitung klargestellt hat. Er sieht seine Mannschaft absolut im Soll und ist mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung recht zufrieden.

Wir haben jetzt zwei Wochen hinter uns, in denen die Mannschaft extrem hart geschuftet hat.

Robert Riep (Trainer, TuS Wahrburg)

„Wir haben jetzt zwei Wochen hinter uns, in denen die Mannschaft extrem hart geschuftet hat. Den Konditions- und Kraftteil haben wir mit dem Spiel gegen Warnau abgeschlossen. Das haben die Jungs gut gemacht. Jetzt gehen wir in das Fußballerische hinein“, gibt Riep einen Einblick in seine Planungen. Auf Grundlage der erarbeiteten Fitness möchten Riep und sein Trainerteam um Co Michael Fraaß nun an den feinen Stellschrauben drehen. Und dort sah der Coach des Landesliga-Aufsteigers im Test gegen Warnau trotz des 2:0-Erfolgs noch reichlich Luft nach oben. „Man hat gesehen, dass wir noch Probleme im Anlaufen hatten, die Abstände im Zentrum haben nicht immer gestimmt, die Abläufe mit den jungen Spielern, die von Lok gekommen sind, stimmen natürlich noch nicht“, zählt der TuS-Trainer auf. „Es war einfach noch wenig Fluss drin.“ Bis zum Saisonstart am 15. August, wenn die Stendaler den Ummendorfer SV empfangen, sollen diese Baustellen aber erfolgreich abgearbeitet sein. „Das kann ich versprechen“, versichert Riep.

Dreikampf um die Nummer eins

Für den neutralen Beobachter besonders interessant ist dann auch die Frage, wer am 1. Spieltag das Tor des TuS hüten darf. Philipp Gebert hat in den vergangenen Spielzeiten überzeugt, war stets zuverlässig und unaufgeregt. Mit Bryan Giebichenstein, der vom 1. FC Lok aus der Oberliga gekommen ist, hat Gebert nun namhafte Konkurrenz bekommen. Gegen Warnau spielten beide jeweils eine Halbzeit, bekamen aber wenig Möglichkeiten, sich ernsthaft auszuzeichnen. Druck bekommt das Duo zudem vom jungen Cedric Schmidt. Der ehemalige Nachwuchskeeper des 1. FC Lok war zuletzt in Zwickau aktiv und ist nun in die Altmark zurückgekehrt. Das Ganze sicherlich auch nicht, um den dritten Keeper in der Landesliga zu geben. Robert Riep hat also einen Dreikampf um den Stammplatz im Wahrburger Tor zu moderieren. Keine einfache Aufgabe, wie er selbst durchblicken lässt: „Die Drei sind sehr umtriebig, sind unter der Woche immer da, trainieren gut und haben ein hohes Pensum. Es lässt sich wirklich niemand etwas zu Schulden kommen. Wir werden da demnächst ein Resümee ziehen, und dann eine Entscheidung treffen müssen.“

Frischzellenkur vom großen Nachbarn

Einen belebenden Konkurrenzkampf gibt es aber nicht nur unter der Querlatte des TuS Wahrburg. Auch auf dem Feld hat der Sportliche Leiter Marc Teichert mit seinen Transfers neue Reize schaffen können. Aus der Jugend des großen Nachbarn vom „Hölzchen“ lotste er mit Ali Hussein, Alireza Nabizade und kürzlich Lucas Pohl drei Talente zum TuS, die den Kader verjüngen sollen, gleichzeitig aber auch Potenzial mitbringen. Ihr Debüt gegen Warnau verlief aus Sicht des Trainers zumindest schon mal vielversprechend. „Sie haben das super gemacht, wenn man bedenkt, dass es für sie das erste Spiel auf diesem Niveau war. Sicherlich haben sie auch schon ihre Spiele in der Landesklasse gemacht, aber natürlich nicht gegen Gegner, die so abgebrüht sind wie Warnau“, meint Riep. „Natürlich müssen sie unsere Abläufe noch besser kennenlernen, aber alle drei machen jetzt schon Spaß. Da können wir uns wirklich freuen.“

Noch drei Tests bis zum Start

Freuen dürfen sich auch die Spieler des Landesliga-Neulings, denn die spielfreie Zeit gehört nun auch bei ihnen definitiv der Vergangenheit an. Am kommenden Wochenende testet der TuS Wahrburg beim Ex-Klub seines Torjägers Felix Pitzner, dem FSV Eiche Mieste (Kreisoberliga Altmark West). Danach bilden zwei Freundschaftsspiele gegen die Landesklasse-Titelanwärter vom Osterburger FC (31. Juli) und SV Liesten (7. August) den Abschluss der knapp sechswöchigen Vorbereitung, ehe es in der Landesliga um Punkte geht. Welche Rolle der TuS Wahrburg in Liga sieben spielt, ist derzeit noch offen. Klare Ziele wurden noch nicht formuliert. Das Potenzial, positiv zu überraschen, ist jedoch vorhanden.

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