SV Germania Tangerhütte krönt sich und eine fabelhafte Saison

Ein souveräner Meister

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Felix Taube (Mitte) und Germania Tangerhütte sicherten sich mit 18 Punkten Vorsprung souverän die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Fußball-Landesklasse.

Altmark. Die abgelaufene Kreisoberliga-Saison 2017/18 hielt einige Überraschungen bereit. An der Tabellenspitze ließ eine Mannschaft indes nichts anbrennen, denn der SV Germania Tangerhütte sicherte sich vorzeitig den Kreismeistertitel und kehrt somit in die Fußball-Landesklasse zurück.

Der Meister

Nach einer mehr als überzeugenden Hinrunde mit lediglich sechs Gegentoren kassierte Meister Tangerhütte zu Beginn der Rückrunde gegen eine mit Oberliga-Spielern verstärkte Lok-Reserve die erste Saisonniederlage.

Kurz darauf kündigte Trainer Jürgen Dobberkau auch noch seinen Rückzug an, saß aber kurze Zeit später doch wieder auf der Trainerbank und coachte die Germania souverän zum Titel. Bereits am 27. Spieltag war die Rückkehr in die Landesklasse besiegelt, eine Woche später feierte Tangerhütte die überlegene Kreismeisterschaft. Keine Frage: Die Germania drückte der Kreisoberliga in beeindruckender Manier ihren Stempel auf und kann mit der richtigen Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern sowie Trainerfuchs Dobberkau in der Landesklasse eine gute Rolle spielen.

Die Verfolger

Erst im vergangenen Jahr neu gegründet, gelang der SpG Bismark/Kläden auf Anhieb der Sprung auf Platz zwei. „Das ist ein sensationelles Ergebnis, damit hätte ich vor der Saison überhaupt nicht gerechnet“, freute sich Trainer Jens Knoblich nach dem 4:2-Sieg über die hoch gehandelten Goldbecker. Mit Eintracht Schinne landete der Topfavorit auf den Kreismeistertitel am Ende auf dem dritten Platz – zu wenig für die eigenen Ansprüche, wie auch Trainer Lars Reifke rückblickend bestätigte: „Nach einer guten Vorbereitung ließ die Trainingsbeteiligung im Laufe der Saison nach. Das störte den Teamgeist und die spielerische Weiterentwicklung, was wiederum zur Folge hatte, dass die Ergebnisse nicht mehr stimmten.“

Das Mittelfeld

Aufgrund einer tollen zweiten Saisonhälfte führt der Rossauer SV das Mittelfeld des Klassements an und steht damit sogar noch vor Landesklasse-Absteiger Blau-Gelb Goldbeck. Die Goldbecker hatten sich vor der Saison eigentlich den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben, mussten aber bereits früh in der Saison die eigenen Ziele korrigieren. Rossau, das auch in der abgelaufenen Spielzeit wieder auf den eigenen Nachwuchs und ein modernes Spielsystem mit Viererkette setzte, darf sich für die gute Platzierung aber auch bei Stürmer Stefan Huth bedanken, der sich mit 35 Treffern die Torjägerkanone sicherte und nur selten von seinen Gegenspielern zu halten war.

Als Sechster hat Germania Klietz auch in der abgelaufenen Spielzeit wieder eine solide Runde gespielt, hätte bei größerer Konstanz allerdings sogar noch ein paar Plätze weiter vorn landen können. Trotzdem ist Trainer Sören Stamer mit dem Abschneiden seiner Mannschaft zufrieden.

Die Reserve des 1. FC Lok Stendal blieb dagegen weit hinter den Erwartungen zurück. Nach sechs Niederlagen in Folge reichte es lediglich für einen enttäuschenden siebten Platz. „Wir haben 47 Spieler in dieser Saison eingesetzt, uns fehlte es dadurch an personeller und spielerischer Konstanz“, ärgerte sich Stendals sportlicher Leiter Uwe Müller. Nur dank der großen Unterstützung der A-Jugendlichen konnte die Lok-Zweite die Spielserie vernünftig zu Ende bringen. Hinzu kam, dass der im Winter neu verpflichtete Trainer Robert Riep ebenfalls nicht für die nötige Ruhe und Konstanz sorgte. Alles in allem also eine enttäuschende Saison der hoch gehandelten Lok-Reserve.

Empor Kamern – zur Winterpause noch überraschender Vierter – spielte ebenfalls eine Rückrunde zum Vergessen. Mit lediglich vier Siegen und zwölf Punkten war Kamern das zweitschlechteste Team der zweiten Saisonhälfte und diskutierte zuletzt, ob eine Mannschaftsmeldung für die kommende Saison überhaupt noch Sinn macht. Wohl auch deshalb gab Trainer Holger Krone am letzten Spieltag seinen Abschied bekannt. Ob es bei der Entscheidung bleibt?

Von Christian Buchholz

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