23. Beachhandball-Turnier in Warnemünde: HBC Seehausen erobert Rang drei / Stendal im Pech

Sonne, Strand und Spaß

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Bianca Braune (Mitte) führte das Seehäuser Frauenteam „Torpedo Tannenkrug“ an. Die Damen kamen gut ins Turnier, mussten sich aber im Halbfinale und im Spiel um Platz drei geschlagen geben.

Warnemünde/Seehausen/Stendal. Ein feiner Sandstrand, strahlender Sonnenschein und erfrischendes Ostseewasser. Beste Bedingungen für einen entspannten Urlaub – oder zum Handballspielen. Am vergangenen Wochenende fand das 23.

Warnemünder Beachhandball-Turnier unter der Beteiligung von vier Teams aus der Altmark statt. In einem großen Feld von 24 Herren- und 24 Frauenmannschaften schlossen vor allem die Vertretungen der SG Seehausen gut ab. Die Stendaler Auswahl hingegen war in der Vorrunde vom Pech verfolgt und musste sich mit Rang 18 begnügen.

Bereits seit einigen Jahren reisen die Seehäuser und Stendaler Handballer im Sommer zum großen Beachhandball-Event an die Ostsee. „Es ist immer ein schöner Saisonabschluss“, wie SGS-Trainer Frank Leo erklärt. In diesem Jahr war der Abschluss für die Seehäuser besonders schön, erreichte doch ihre Delegation, der HBC, erstmals einen Podestplatz.

Am Spielfeldrand in Warnemünde blieb für Maik Hornuff (l.) und Frank Leo auch Zeit für lockeren Smalltalk.

In der Vorrunde setzte sich der Handball-Beachclub Seehausen unter anderem gegen die Stendaler Mannschaft „Sand im Getriebe 3“ durch. Als Gruppensieger in die K.o.-Runde eingezogen, stellten auch die Achtel- und Viertelfinalbegegnungen kein Problem für die Wischestädter dar. Erst im Halbfinale wurde für die Seehäuser aus Spaß Ernst. Mit dem HC Mate wartete ein mit ehemaligen Bundesliga-Akteuren gespickter Topfavorit auf den HBC. Nach verlorenem ersten Durchgang entschieden die Seehäuser Abschnitt zwei für sich und erzwangen somit das Penalty-Werfen. Hier setzte sich Mate um den gebürtigen Seehäuser Norman Flödl hauchdünn mit 6:5 durch. Im anschließenden Spiel um Platz drei war der HBC Seehausen dann wieder überlegen und gewann gegen den BSV Magdeburg. Ein kleines Preisgeld und ein umso größerer Pokal waren der verdiente Lohn.

Die Damen der SG Seehausen, unter dem Namen „Torpedo Tannenkrug“ antretend, hätten es ihren männlichen Vereinskameraden um ein Haar gleich getan. Sie unterlagen jedoch nach starkem Turnier sowohl im Halbfinale als auch im Spiel um Platz drei und verpassten das Podium knapp. Vorjahresfinalist „Torpedo Tannenkrug“ – das zweite Seehäuser Herrenteam – musste sich im Viertelfinale dem späteren Turniersieger aus Rostock beugen. Es blieb Rang sieben.

Für „Sand im Getriebe 3“ aus Stendal waren einstellige Platzierungen schon frühzeitig nur noch Utopie. In der Gruppenphase gab die Mannschaft um Neuzugang Chris Rosentreter zwei Partien im Penalty-Werfen ab. Anstelle der möglichen K.o.-Phase führte der Weg in die Platzierungsrunde, wo letztlich nicht mehr als Rang 18 heraussprang.

Unabhängig von den Endplatzierungen schauen die altmärkischen Delegationen dennoch auf ein gelungenes Wochenende zurück. „Das lief hier alles nach dem Motto ‘Just for fun’. Es war wie immer eine Top-Geschichte für uns alle“, resümierte Frank Leo.

Ab der kommenden Woche hält sich der Spaß für seine Verbandsliga-Herren der SG Seehausen wieder in Grenzen. Dann nämlich bittet Leo zum Trainingsauftakt für die kommende Punktspielsaison. Vom sonnigen Wochenende an der Ostsee bleiben für seine Mannschaft dann nur noch die Erinnerungen.

Von Tobias Haack

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