Fußball – Altmarkpokal-Finale: Rot-Weiß Arneburg trifft heute Abend auf den SV Liesten

Sind die Rollen klar verteilt?

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Michael Piotrowski, Trainer des SV Liesten, will mit seiner Mannschaft am Ende als Sieger vom Platz gehen.

Uchtspringe. Auf der Heinz-Förster-Sportanlage in Uchtspringe beginnt heute offiziell die Pflichtspiel-Saison 2018/19 mit dem Endspiel um den Großen Altmarkpokal zwischen dem ostaltmärkischen Pokalsieger Rot-Weiß Arneburg und dessen westaltmärkischem Pendant, dem SV Liesten.

Genau genommen läuft die Spielzeit für die Liestener sogar schon, denn bereits in der Vorwoche sicherten sie sich mit einem 13:0-Erfolg gegen Langenapel den Supercup des KFV Altmark West. Mit Arneburg wartet heute ab 19 Uhr aber erstmals ein Gegner auf Augenhöhe.

Sowohl Arneburg als auch Liesten gelten als gestandene, taktisch reife Landesklasse-Mannschaften. Vor dem Altmarkpokal-Endspiel sieht RWA-Trainer Mario Bittner den Kontrahenten dennoch favorisiert. „Sie waren letztes Jahr schon oben dabei und haben nochmals gute Neuzugänge dazubekommen, sodass sie jetzt noch breiter aufgestellt sind. Ich denke, dass wir der Außenseiter sind, aber das muss ja nicht schlecht sein“, so Bittner. Im Vorfeld ihres Pokaltriumphs gegen den TuS Wahrburg vor knapp zwei Monaten galten die Bittner-Schützlinge ebenfalls als Underdog, traten aber perfekt fokussiert auf und siegten am Ende hochverdient mit 2:1. „Wir sehen das jetzt auch als ernsthaftes Pflichtspiel an. Die Jungs sind heiß und es gibt, glaube ich, nichts besseres, als mit einem Titel in die Saison zu starten“, frohlockt der Arneburg-Coach. Personell hat Bittner allerdings einige Baustellen zu beheben. So ist Stammtorhüter Tobias Maier angeschlagen. Ersatzmann Stephan Boy ist verhindert. Fällt Maier aus, müsste mit Manuel Mauritz ein gelernter Feldspieler ins Tor. Hermann Huchthausen, Marco Pawellek sowie die Neuzugänge Niklas Riehn und Jonas Hellmig komplettieren die Arneburger Ausfallliste.

„Wir treffen auf einen guten Gegner und die Jungs nehmen das Spiel auch ernst. Meine Spieler haben richtig Lust auf diese Partie und wollen am Ende natürlich auch das Ding gewinnen“, macht SVL-Trainer Michael Piotrowski ohne Umschweife deutlich. Dass die Arneburger ihrem Kontrahenten die vermeintliche Favoritenrolle zugeschoben haben, stört den Coach des SV Liesten nicht wirklich. „Mir ist es ehrlich gesagt völlig egal, ob wir der Favorit sind oder auch nicht. Wenn die Arneburger das so sehen, dann nehmen wir die Rolle von mir aus auch an. Dennoch werden wir den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Arneburg hat eine gute und vor allem ausgefuchste Truppe. Da müssen wir voll konzentriert in das Spiel gehen“, so Piotrowski weiter. Der Liestener Trainer muss zwar in diesem Spiel definitiv auf Steffen Schmidt und Florian Mönke, die beide verletzt fehlen, sowie Steffen Mangrapp (Beruf) verzichten, hat aber dennoch einen breiten Kader zur Verfügung. Und auch mit der Vorbereitung ist der SVL-Coach sehr zufrieden. „Durch die Neuzugänge ist natürlich auch der Konkurrenzkampf größer geworden. Das sieht man im Training, denn jeder gibt Vollgas.“

Von Tobias Haack und Tobias Weber

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