HANDBALL SVO-Trainer Christian Herrmann im AZ-Interview

„Sind füreinander da“

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Christian Herrmann, Trainer des SV Oebisfelde, hofft, dass die Saison in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga noch fortgesetzt wird.

Oebisfelde – Auch beim altmärkischen Aushängeschild in puncto Handball, bei den Männern des SV Oebisfelde, herrscht aufgrund der Corona-Pandemie in der Mitteldeutschen Oberliga derzeit Spielpause.

Trainer Christian Herrmann äußerte sich im Interview mit der Altmark Zeitung zur gegenwärtigen Situation.

Herr Herrmann, zuletzt hatte Ihre Mannschaft einen guten Lauf und mit zwei Siegen die Chancen auf den Klassenerhalt verbessert. Die Spielpause trifft euch daher hart, oder?

Das kann man so sagen, ja. Die Jungs waren gut drauf und ich hatte das Gefühl, das wir jetzt komplett zueinandergefunden haben. Gerade was das Taktische angeht. Nun wurde dieser Lauf leider durch die entstandene Pandemie gestoppt. Dafür kann keiner was und das will niemand haben.

Wie ist die Situation bei euch? Wie und Wo könnt ihr trainieren.

Ich hatte den Jungs nachdem Spiel in Köthen zwei Trainingseinheiten frei gegeben, da wir am vergangenen Wochenende frei hatten. Die Halle wurde zurückliegende Woche seitens der Stadt gesperrt, somit haben wir keine Möglichkeit gemeinsam unter vernünftigen Verhältnissen zu trainieren. Ich bin im Moment dabei individuelle Trainingspläne zu erstellen, damit jeder Spieler sich fit hält für das nächste gemeinsame Training. Wann das stattfinden wird, das weiß zurzeit niemand.

Der SV Oebisfelde ist eine große Handball-Familie. Wie haltet ihr die sozialen Kontakte aufrecht? Hilft man sich auch untereinander?

Wir haben uns am vergangenen Freitag alle beim 30. Geburtstag von Phil Schliephake gesehen. Ansonsten stehe ich aber mit den Jungs in Kontakt über unsere Mannschaftsgruppe und natürlich auch abseits dieser.

Gerade die Spieler mit Kindern haben gerade andere Probleme und müssen sich privat organisieren. Wenn Hilfe benötigt wird, dann wissen die Jungs, dass wir füreinander da sind und helfen wo es geht. Sofern das möglich ist.

Rechnet ihr noch mit der Fortsetzung der Saison? Würdet ihr einen Abstieg aufgrund des derzeitigen Tabellenstandes akzeptieren?

Offiziell geht die Saison bis 30. Juni 2020, je nach dem wie lange der momentane Zustand andauert, wäre eine Fortsetzung denkbar. Das bedeutet natürlich, dass Spiele neu angesetzt werden. Von dieser Situation gehen wir erst mal aus. Falls es anders kommt, muss man sehen, wie die Saison gewertet wird. Da gibt es einige Theorien zu. Es gibt aber auch bei Abbruch der Saison Hoffnung, da wir den direkten Vergleich gegen Aschersleben gewonnen haben. Platz zwölf könnte reichen, um in der Mitteldeutschen Liga zu verbleiben.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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