Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal erwartet Greifswalder FC / Testspielsieg gegen Gardelegen

„Sind einen kleinen Schritt weiter“

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Niclas Buschke eilte dem Gardelegener Xaver-Dan Haak davon und sorgte in dieser Szene für das 2:0. Der 1. FC Lok Stendal holte sich beim 5:0-Testspielsieg Selbstvertrauen.

Stendal. Die Fitness stimmt noch nicht zu einhundert Prozent, doch sie ist schon besser geworden. Damit ist zumindest ein Teilziel von Sven Körner erreicht. Der Trainer des 1.

FC Lok Stendal braucht morgen im zweiten Saisonspiel eine schlagkräftige Truppe, die auch über 90 Minuten ein hohes Tempo gehen kann. Der Test gegen den SSV Gardelegen am Donnerstagabend dürfte das Selbstvertrauen der Ostaltmärker gestärkt haben. Sie gewannen die harte Regenschlacht am Ende souverän mit 5:0.

Während Blitze den dunklen Abendhimmel über Trainingsplatz drei erhellten, fehlte den Lok-Spielern in der ersten Halbzeit im Angriff oft die letzte zündende Idee. Viel Ballbesitz auf der einen Seite, viele Ballverluste auf der anderen: Die Gäste aus Gardelegen machten es den Eisenbahnern nicht einfach, sich durchzusetzen. Dennoch zeigte sich Körner mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Er wechselte nach 45 Minuten durch, sodass jeder auf eine hohe Belastung kam. Auch die drei Probespieler. Während die beiden Griechen nicht für Lok infrage kommen, hat sich Benny Takula ordentlich präsentiert und ist eine Option für Stendal. Aber noch nicht morgen, wenn es gegen den Greifswalder FC um die ersten Punkte der neuen Oberligasaison geht.

„Wir müssen versuchen, einfache Ballverluste zu minimieren, indem wir klare, öffnende Bälle spielen und viel Raum überbrücken“, so der Trainer nach dem Testspiel gegen Gardelegen. „Wir sind in der ersten Halbzeit ein hohes Tempo gegangen, hatten teilweise gute Szenen. Nur den finalen Pass haben wir nicht sauber zu Ende gespielt“, analysierte Körner.

Ob die Grundformation gegen den Aufsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern die gleiche sein wird wie in Staaken, ließ er offen. „Wir haben mehrere Ideen, es muss nicht zwingend ein 5-4-1 sein.“ Beim Training gestern wollte er mit seiner Mannschaft noch einmal auf die mögliche Grundordnung eingehen. „Das Schöne ist, dass wir variabel sein wollen, es sind auch Überlegungen da.“ Tiefer ließ er sich nicht in die Taktik-Karten schauen.

Den Gegner kennt Körner nicht, habe ihn auch nicht beobachtet. „Ich denke, Greifswald ist ein Aufsteiger, der mit Euphorie kommt.“ Zumal die Mannschaft ihr erstes Spiel gegen Brandenburg Süd, eine gestandene Oberligamannschaft, gewonnen hat. „Es wird eine Mannschaft sein, die uns hier euphorisiert entgegentritt. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sie uns in Fallen schickt und wir darauf keine Antwort haben“, sagt er. Das Ziel ist ganz klar: drei Punkte.

Dass die Baustellen noch nicht behoben sind, ist dem Coach bewusst. Aber: „Wir haben am Mittwoch ein sehr intensives Training gehabt und sind jetzt einen kleinen Schritt weiter.“ Ob dieser reicht, um den ersten Sieg in der noch jungen Saison einzufahren, bleibt abzuwarten. Denn, so Körner: „Zu 100 Prozent fit sind wir lange nicht.“ Die Konstanz im Training sei entscheidend. Und an dieser mangelte es in den zurückliegenden Wochen. „Wenn wir diese haben, dann können wir der Mannschaft gute Inhalte mit auf den Weg geben.“ Und Konstanz soll in den kommenden Wochen sukzessive in den Trainingsalltag einziehen. Nichtsdestotrotz baut er auf seine Elf. Definitiv spielen werde Niclas Buschke, der gegen Gardelegen viermal traf. „Er ist ein Spieler, der uns mit seiner Art des Fußballs riesig hilft“, ist der Trainer überzeugt. Lukas Breda und Vincent Kühn, die krankheitsbedingt nicht mit nach Staaken reisen konnten, sind wieder gesund. Die beiden seien eine Option für das Spiel morgen. Youngster Max Salge, der in Staaken noch in der Startelf stand, hat sich indes unter der Woche während des Trainings eine Knöchelbandabsplitterung zugezogen und fällt aus. Bis auf den Langzeitverletzen Moritz Instenberg (Kreuzbandriss) sind alle an Bord und Körner kann aus dem Vollen schöpfen.

Anpfiff im Hölzchen ist morgen um 14 Uhr.

Von Sabine Lindenau

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