Berlin und Bartsch machen in Arneburg den Unterschied

Fußball-Landesklasse: Siegesserie hält an

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Stephan Boy (links) erwies den Arneburgern mit seiner Roten Karte im Spiel gegen Michael Hille und den SSV Gardelegen einen Bärendienst.

Arneburg. Nasser Boden, dichter Nebel: Alles andere als die besten Voraussetzungen für ein Fußball-Spektakel. Die schwierigen äußeren Bedingungen machten auch den Akteuren im Topspiel der Fußball-Landesklasse zwischen Rot-Weiß Arneburg und dem SSV Gardelegen zu schaffen.

Am Ende siegte der Tabellenführer aus der westlichen Altmark knapp, aber nicht unverdient, mit 1:0 (0:0).

Im ersten Durchgang bot sich den 63 Zuschauern in Arneburg eine Partie mit mäßigem Niveau. Es hatte den Anschein, dass kein Team einen Fehler machen und damit eventuell früh in Rückstand geraten wollte. Dies machte sich allerdings auch bei den Torraumszenen bemerkbar. Lediglich ein einziges Mal in den ersten 45 Minuten ging ein Raunen über den Sportplatz. Gardelegens Clemens-Paul Berlin brach über die rechte Seite durch und sendete einen Flachpass in die Gefahrenzone. Dort fand er mit Florian Scheinert den richtigen Mitspieler, jedoch vergab der Angreifer knapp (38.).

Auch nach der Pause ließen erste Torannäherungen auf sich warten. Erst nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit wurde auch Arneburg auf dem Gute-Chancen-Zettel aktiv. Wie aus dem Nichts setzte Torjäger Markus Becker das Leder aus knapp 18 Metern an den Querbalken. Auch die anschließende Ecke hatte es in sich. Lars Korte verpasste das Tor am langen Pfosten nur knapp.

Eine Aktion der Kategorie „Unnötig“ leistete sich Arneburgs Stephan Boy. Nach einem rüden Foul an der Seitenauslinie, ließ er dem Unparteiischen Gespann keine andere Wahl als den Platzverweis auszusprechen.

Die Rote Karte sorgte für einen Bruch bei den Platzherren, schienen sie doch besser ins Spiel zu kommen. Nur drei Minuten nach der Hinausstellung netzte Clemens-Paul Berlin zur Führung ein (72.). Der SSV-Spieler wirbelte über seine Seite und belohnte sich für ein gutes Spiel.

Auch Gardelegens Keeper Niclas Bartsch hatte mit seinen Paraden gegen Becker (76.) und Oliver Nagel (86.) seine Aktien am zehnten Sieg im zwölften Spiel. „Ich habe das erste Mal seit April wieder gespielt. Es war gut“, schätzte der Schlussmann seine Leistung ein. „Ein Torwart kann so gut sein, wie er will, wenn die Mannschaft nicht zusammenhält. Alle haben zum Sieg beigetragen.“

Gardelegen trohnt damit weiter auf dem Spitzenplatz der Tabelle.

Von Falk-Stéphane Dezort

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