TENNIS Wingfield-Anlage zur Spielauswertung

SG Einheit Stendal nutzt moderne Neuigkeit

Ronny Leider zeigt am Smartphone, welche Statistiken die Wingfield-Anlage offenlegt und wie man die moderne Funktion auf Tennisplätzen nutzt.
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Ronny Leider zeigt am Smartphone, welche Statistiken die Wingfield-Anlage offenlegt und wie man die moderne Funktion auf Tennisplätzen nutzt.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Wenn Ronny Leider von der SG Einheit Stendal auf seinem Smartphone herumtippt, ist dies für gewöhnlich nichts Gravierendes. In diesem Fall ist es aber eine moderne Besonderheit. Der Tennisverein aus der Altmark nutzt neuerdings die Wingfield-Anlage, die eine statistische Auswertung über das gibt, was auf dem Court passiert.

Stendal - Damit ist die SG Einheit Stendal einer der ersten Vereine in Sachsen-Anhalt, der diese neue Funktion, die am Mittwochnachmittag im Beisein von Bettina Krause (Geschäftsführerin Tennisverband Sachsen-Anhalt) und Maximilian Pefestorff (Projektverantwortlicher beim TSA für Vereinsbenchmarking) offiziell eingeweiht wurde, verwendet.

„Wingfield ist erstmal so entstanden, und dann ist man mit dem DTB (Deutscher Tennisbund) in Gespräche gegangen, wie man die Sache fördern kann“, erläutert Pefestorff den Ursprung des Ganzen. Den ersten Probelauf hatte Wingfield bereits bei den 6. M&S Altmark Open der Senioren auf dem Centercourt des Tennisparks am Pappelweg genommen. Die teilnehmenden Tennis-Cracks zeigten sich am vergangenen Wochenende von der technischen Neuigkeit angetan und griffen neugierig darauf zurück.

Wingfield ist erstmal so entstanden, und dann ist man mit dem DTB (Deutscher Tennisbund) in Gespräche gegangen, wie man die Sache fördern kann.

Maximilian Pefestorff (Projektverantwortlicher beim TSA für Vereinsbenchmarking)

„Wir freuen uns, dass wir euch gefunden haben, die das gemeinsam mit uns umsetzen, um die Digitalisierung des Tennisplatzes etwas voranzutreiben“, sprach TSA-Geschäftsführerin Bettina Krause in Richtung der SG Einheit Stendal um den Vorsitzenden Detlef Hundt sowie Ronny Leider und Andree Pfeffer, die hauptsächlich an der Abwicklung der Wingfield-Anlage im Tennispark am Pappelweg beteiligt waren.

Wir denken, dass das für den Verein ein Mehrwert ist.

Bettina Krause (Geschäftsführerin Tennisverband Sachsen-Anhalt)

Damit besteht für Tennisspieler die Möglichkeit, sich per QR-Code mit dem Smartphone einzuloggen und loszulegen. Wingfield bietet einiges. So erfolgt zum einen die Trainings- und Spielauswertung anhand von statistischen und recht detaillierten Daten, die während der Ballwechsel mit zwei Kameras am Netzpfosten und einer weiteren Kamera im Hintergrund aufgezeichnet werden. Zudem kann diese Funktion für LK-relevante Spiele verwendet werden. Man könne innerhalb des Trainingsprozesses ein LK-Match durchführen, statt Turniere bestreiten zu müssen, erläuterte Pefestorff.

Wir haben es schon einige Male getestet. Es ist interessant, welche Daten man da abrufen kann.

Detlef Hundt (Vositzender SG Einheit Stendal)

Damit erreicht die SG Einheit Stendal die nächste Ebene der Modernisierung ihres Tennisparks. „Wir denken, dass das für den Verein ein Mehrwert ist“, zeigte sich Krause überzeugt. Detlef Hundt vertrat diese positive Meinung ebenfalls und wirkte auf Anhieb davon begeistert. „Wir haben es schon einige Male getestet. Es ist interessant, welche Daten man da abrufen kann.“

Außerdem besteht laut Pefestorff eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Verband und den Vereinen. Dies bedeutet, dass auch Vereinsmitglieder aus anderen Tennisclubs sich bei der SG Einheit Stendal online einbuchen können, um diese Funktion gegen eine Gebühr für sich entdecken zu können. Hundt und Co. freuen sich jedenfalls über den technischen Fortschritt. Und stehen interessierten Gästen offen gegenüber, die Wingfield gerne mal am Pappelweg antesten möchten.

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