FUSSBALL – 3. LIGA Mario Kallnik über harte Zeiten und Kaderplanung

„Setzen auf Entwicklung“

Seltenes Bild in der abgelaufenen Saison: Ein lächelnder Mario Kallnik. Hinter dem Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg liegen harte Zeiten. Derzeit steckt er in den Kaderplanungen für die neue Saison.
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Seltenes Bild in der abgelaufenen Saison: Ein lächelnder Mario Kallnik. Hinter dem Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg liegen harte Zeiten. Derzeit steckt er in den Kaderplanungen für die neue Saison.

Magdeburg – Der Klassenerhalt ist geschafft. Der 1. FC Magdeburg bleibt in der 3. Liga. Doch Zeit durchzuatmen, bleibt Mario Kallnik nicht.

Während die Spieler nach harten englischen Wochen ihren Urlaub genießen können, steckt der FCM-Geschäftsführer zusammen mit dem Trainerteam mitten in den Kaderplanungen für die kommende Saison.

Im Interview blickt er auf ein schwieriges Jahr zurück und wagt einen kurzen Ausblick auf die neue Spielzeit.

Die Saison ist vorbei, Sie haben die 3. Liga knapp gehalten. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Am Ende waren wir zwar glücklich über den Klassenerhalt. Allerdings ist die Saison nicht so verlaufen, wie wir sie ursprünglich erwartet haben. Wir wollten das Thema Entwicklung vorantreiben. Das ist das ganze Jahr über nicht wirklich gut gelungen. Es haben sich zwei Spieler aus unserer Sicht sehr gut entwickelt mit Leon Bell Bell und Morten Behrens. Alle anderen haben noch nicht den Schritt gemacht, den wir erwartet haben.

Welche Fehler wurden gemacht?

Es sind viele Fehler gemacht worden, die sich summieren. Das Thema Teamführung ist in Kritik geraten. Und wir haben festgestellt, dass wir von der Kaderzusammensetzung im zentralen Mittelfeld zu gleiche Spielertypen hatten.

Sie haben Thomas Hoßmang als Cheftrainer gebunden. Was hat zu der Entscheidung geführt?

Thomas Hoßmang kennt die Mannschaft und den Verein gut. Seine Philosophie passt zu der, wo wir das Gefühl haben, dass uns das wieder erfolgreicher machen kann. Und er steht auch für Entwicklung. Das hat er auch kritisiert, dass das in der abgelaufenen Saison zu wenig passiert ist. Insofern setzen wir weiter auf mannschaftliche Entwicklung und individuelle Entwicklung der Spieler. Da sehen wir in Thomas Hoßmang sehr viel Potenzial.

Wie weit sind Sie mit den Kaderplanungen für die neue Saison?

Sie laufen aktuell. Aber in diesem Jahr erschwert, weil wir durch die lange Zeit der Planungsunsicherheit nicht am Markt aktiv werden konnten und erst beginnen. Wir kommen da aber voran. Ich denke, dass wir in Kürze die ersten Zugänge vermelden können.

Mit Kai Brünker und Korbinian Burger sind zwei Großaspacher im Gespräch. Was ist an den Spekulationen dran?

Momentan wird immer viel spekuliert von allen Seiten, da halten wir uns raus. Wir vermelden dann, wenn etwas verbindlich ist.

Bei einigen Spielern gibt es noch keine Entscheidungen, ob sie bleiben oder gehen. Wie weit sind Sie in den Verhandlungen?

Wir sind noch in Gesprächen mit den einen oder anderen Spielern, aktuell gibt es aber noch nichts Neues.

Wann denken Sie, wird die neue Saison beginnen?

Voraussichtlich soll sie am 19. September starten, das sind die Pläne des DFB für die 3. Liga. Wir planen deshalb den Start der Vorbereitung zum 10. August.

Wie sehen die nächsten Wochen bei Ihnen aus?

Es geht ausschließlich um die Kaderplanung, das ist jetzt das Hauptgeschäft. Da bleibt keine Zeit sich auszuruhen. Im Gegenteil. Das ist jetzt eine sehr wichtige Phase, da sind wir mit dem gesamten Trainerteam intensiv dabei, es so aufzustellen, wie es dann passen soll.

VON SABINE LINDENAU

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