Fußball – Testspiel: 1. FC Lok trennt sich torlos von Premnitz / Morgen Saisoneröffnung

Schwere Beine, müde Knochen

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Philipp Groß (links) und Tim Schaarschmidt hatten gegen Premnitz in der Defensive nur wenig Mühe. Da ihre Mitspieler in der Offensive aber nur wenig Tempo auf den Platz bekamen, blieb es bei einem 0:0.

Stendal. Der 1. FC Lok Stendal hat sich am Mittwochabend in einem trostlosen Testspiel mit 0:0-unentschieden von Chemie Premnitz getrennt.

Gut anderthalb Wochen vor dem Oberliga-Saisonstart in Staaken präsentierte sich die Elf von Trainer Sven Körner gegen den brandenburgischen Landesligisten mit schweren Beinen.

Wie schon beim 2:7 gegen den Berliner AK hatte auch die Mannschaft gegen Premnitz nur wenig mit der bestmöglichen Lok-Elf zu tun. Mit Marcel Werner, Vincent Kühn, Steven Schubert sowie Nils und Lukas Breda war die Liste der Ausfälle ebenso lang wie prominent. Im ersten Abschnitt agierte Lok nur verhalten offensiv. Bei tropischen Temperaturen ersparte Körner seiner Mannschaft scheinbar das gewohnte Pressing. Da Premnitz als unterklassiger Gegner das Risiko erwartungsgemäß scheute und Lok im Ballbesitzspiel keine offensiven Ideen hatte, tat sich in den Strafräumen nahezu nichts. Am interessantesten kamen noch die Standardsituationen daher. Dort hatte der 1. FC Lok offensichtlich einige Kniffe vorbereitet, zu Torerfolgen führten aber auch sie nicht. Nach 17 Minuten wurde eine vielversprechende Freistoßvariante von Martin Gödecke und Martin Krüger abgeblockt. Eine weitere abgefälschte Krüger-Flanke beendete Durchgang eins.

Nach der Pause traten die Stendaler mit einer veränderten Grundordnung im 5-4-1 auf. Zudem standen nun einige Akteure aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Platz, von denen Maurice Pascale Schmidt mit einigen beherzten Antritten noch den besten Eindruck hinterließ. Torgefahr beschwor aber auch er nicht herauf. Chemie verteidigte das torlose Remis problemlos und hätte um ein Haar sogar die Siegchance gehabt, doch ein vielversprechender Konter wurde wegen Abseits abgepfiffen (81.). In der Schlussminute bot sich den Stendalern per Freistoß die beste Möglichkeit. Franz Erdmann überließ Schmidt den Ball. Dessen guter Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Es blieb beim gerechten Unentschieden.

Morgen schließt der 1. FC Lok Stendal seine Vorbereitung mit einem Heimspiel gegen Mecklenburg Schwerin ab. Dort sollen dann auch die Neuzugänge präsentiert werden. Dass Innenverteidiger Sebastian Hey (zuletzt Chemie Leipzig) und Angreifer Christiano Heliodoro darunter sein werden, gilt als sicher. Gegen Premnitz wirkte zudem Rechtsaußen Chris Wete Kiesse mit. Der Deutsch-Kongolese lief zuletzt für den Radebeuler BC auf und stammt aus der Jugend von Dynamo Dresden.

Im Rahmen des Schwerin-Spiels können zudem Tickets für das DFB-Pokal-Spiel gegen Bielefeld erworben werden (Preise: 14 Euro Stehplatz, 30 Euro Sitzplatz, 100 Euro VIP).

• Tore: Fehlanzeige.

• 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Groß, Schaarschmidt, Hey, Mahrhold - S. Balliet, Gödecke, Salge - Kiesse, Buschke, Krüger (M. P. Schmidt, Erdmann, Lemke, Seidel-Holland, M. L. Schmidt).

Von Tobias Haack

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