HANDBALL – EHF-POKAL SCM mit Höhen und Tiefen beim 32:26 über Gorenje Velenje

Schwächephase überstanden

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Bekommt immer mehr Einsatzzeiten: Filip Kuzmanovski (l.) machte ein gutes EHF-Pokalspiel.

Magdeburg – Auf diese Déjà-vu-Momente hätten die Handballer des SC Magdeburg gestern gerne verzichtet. Schon mit sechs Toren enteilt, ließen sie den RK Gorenje Velenje im ersten Gruppenspiel des EHF-Pokals nicht nur herankommen, sondern sogar in Führung gehen.

Anders als am Donnerstag in der Bundesligapartie gegen Hannover-Burgdorf brach die Sieben von Trainer Bennet Wiegert hintenraus aber nicht ein, sondern drehte das Spiel in ihre Richtung. Am Ende hieß es 32:26 (15:13).

Dabei begannen die Grün-Roten konzentriert. Wiegert gönnte Jannick Green, Zeljko Musa und Matthias Musche eine Pause, brachte Tobias Thulin, Erik Schmidt und Lukas Mertens von Beginn an. Nach einer guten Viertelstunde war der SCM gegen nervöse Gäste aus Slowenien schon mit sechs Toren enteilt – 10:4. Doch zum Selbstläufer wurde die Begegnung keinesfalls. Die Magdeburger leisteten sich wieder einfache Fehler und ließen die Konsequenz im Abschluss vermissen. Das brachte Velenje zurück. Zur Pause konnten die Slowenen den Rückstand auf zwei Tore verkürzen – 15:13.

Nach dem Seitenwechsel wurde es plötzlich richtig eng. Ein Vier-Tore-Lauf brachte sie erstmals in Führung (17:18/43. Minute). Ein Weckruf für die Gastgeber, die vor rund 4500 Zuschauern in der GETEC-Arena nun wieder energischer den Weg Richtung Tor suchten. Der Rückstand wurde egalisiert. Die jungen Slowenen unterliefen nun leichte Fehler. Der SCM konnte in Führung gehen und den Vorsprung ausbauen. Sechs Minuten vor Abpfiff betrug dieser fünf Treffer. Ähnlich sah es auch gegen Hannover aus. Während die Magdeburger gegen die Recken mit dem Remis leben mussten, gaben sie den Sieg gestern nicht mehr aus den Händen, erhöhten zwischenzeitlich sogar 32:26.

„Wir mussten eine richtige Energieleistung bringen“, war auch Wiegert bewusst. Die Physis sei gar nicht das Problem gewesen. „Wir mussten viele Aufgaben in unserem Kopf verarbeiten.“ Das sah auch sein Kapitän so. „Nach der Pause finden wir nicht die richtigen Lösungen. Dann stehen wir auf. Es freut mich, dass wir das können nach dem Hannover-Spiel“, fasste Christian O’Sullivan zusammen.  sli

SC Magdeburg (Tore): Green, Thulin - O’Sullivan (2), Pettersson (9), Steinert (3), Chrapkowski (2), Schmidt (2), Damgaard (3), Mertens (5), Kuzmanovski (1), Preuss (2), Smits (2), Musa, Hornke (1).

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