Fußball, AZ-Elf der Woche: Drei Stendaler in der Auswahl neben unterklassigen Überlebenskünstlern

Lok und ein Schuss Abstiegskampf

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Michael Runge überzeugte als Libero des SV Medizin Uchtspringe. Ball und Gegner hatte er jederzeit im Griff. Die beiden Gegentore beim 2:2-Unentschieden in Krevese konnte aber auch er nicht verhindern.

Altmark. Wer die Verbandsliga nach Belieben dominiert und sein Heimspiel im Vorbeigehen mit 6:1 gewinnt, bestimmt die Musik im „Team der Woche“ der Altmark Zeitung. Folgerichtig haben es gleich drei Leistungsträger des 1. FC Lok Stendal in die Auswahl geschafft.

Aber euch einige gute Abstiegskämpfer aus unteren Ligen prägen das Bild der AZ-Auswahl.

Tor

Das Tor hütet Jakob Mirau aus Goldbeck. Mit seinem Team schon so gut wie aus der Landesklasse abgestiegen, erlebte der Schlussmann zuletzt ein Comeback mit zwei Siegen in Serie. Am Wochenende hatte er großen Anteil am 1:0-Erfolg in Krüden. „Vor allem die Null hat er sich verdient“, lobte Trainer David Rose.

Verteidigung

Die Defensive organisieren Mario Gieseler (Havelberg) und Michael Runge (Uchtspringe), die am vergangenen Spieltag jeweils überschwänglich von ihren Trainer gelobt wurden. „Ohne ihn hätte es den ersten Sieg für Krevese gegeben“, machte Medizin-Coach Jörn Schulz Runge hauptverantwortlich für den Punktgewinn beim 2:2-Remis auf dem Gänseberg. Punkte gegen den Abstieg fuhr auch Nico Schulz mit dem MTV Beetzendorf ein. Das perfekte Osterwochenende mit sechs Zählern prägte der Defensivspieler entscheidend mit. Komplettiert wird die Viererreihe von Salzwedels Malte Liestmann.

Mittelfeld

Im Mittelfeld der AZ-Elf reichen in dieser Woche drei Spieler, um den Unterschied zu machen. Der formstarke René Mangrapp vom SV Liesten im Zentrum und Marius Weihrauch (Krevese) sowie Martin Krüger (Lok Stendal) auf den Außenbahnen. Mangrapp führte den SVL als Regisseur zum nächsten Erfolg in der Liga und ins Pokalfinale. Weihrauch und Krüger überzeugten mit viel Tempo und jeweils einer Torvorlage.

Angriff

Wenig Neues bietet die heutige AZ-Auswahl in der vordersten Reihe. Das Trio Sebastian Heuer (Salzwedel), Benedikt Nellessen und Niclas Buschke (beide Lok Stendal) kommt insgesamt schon auf elf Nominierungen in der laufenden Spielzeit. Herausragend dabei ist Stendals Linksaußen Buschke, der sich mit nunmehr fünf Nominierungen langsam Hoffnungen auf den Titel „Spieler des Jahres“ machen kann. Teamkamerad Nellessen liegt mit vier Top-Elf-Einsätzen dicht dahinter. Führend in der Statistik ist Gardelegens Marco Schönfeld (6). Dreht die Offensive des 1. FC Lok auch in den kommenden Wochen so auf wie beim 6:1-Kantersieg über Aufsteiger Dölau, sind weitere Nominierungen für Buschke und Nellessen unumgänglich. Erst recht, wenn Buschke ähnliche Gala-Auftritte wie zuletzt folgen lässt. Zwei Tore und ein Assist gelangen dem Lok-Eigengewächs am Wochenende. Benedikt Nellessen traf ebenfalls doppelt. Zweimal jubeln durfte auch Sebastian Heuer beim 7:3-Spektakel seiner Salzwedeler in Osterburg. Obendrein holte der Offensivspieler einen Strafstoß für sein Team heraus.

Von Tobias Haack

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