XXII. Altmark Masters im Hallenfußball: Warnau und Uchtspringe am Sonnabend erstmals mit dabei

Schuhe putzen, es geht zur Premiere

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Zu was die Uchtspringer unterm Hallendach fähig sind, zeigten sie im Januar dieses Jahres. Damals gewann die Mannschaft um Kapitän Thomas Roggenthin (mit Pokal) den Hallenkreismeistertitel und qualifizierte sich damit für das XXII. Altmark Masters.

Warnau/Uchtspringe/Beetzendorf. Das Altmark Masters im Hallenfußball ist aus dem Fußball-Kalender gar nicht mehr wegzudenken. Trotzdem gibt es immer wieder Premieren bei größten Hallenturnier der Altmark. So auch am kommenden Sonnabend, 29. Dezember.

Ab 12 Uhr sind nämlich erstmals die beiden Landesklasse-Vertreter SSV Havelwinkel Warnau und Medizin Uchtspringe mit dabei. Für beide Teams ist das XXII. Altmark Masters absolutes Neuland.

SSV Havelwinkel Warnau

Eigentlich wollten die Warnauer gar nicht kommen. „Zu 90 Prozent sind wir nicht dabei“, sagte Trainer Heino Kühne, nachdem sich der Aufsteiger von der östlichen Seite der Elbe durch einen hervorragenden fünften Tabellenplatz in der Landesklasse für Beetzendorf qualifiziert hatte. Dann fragte der Coach aber seine Spieler, die wollten unbedingt dabei sein. „Für sie ist das natürlich eine super Sache vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen“, glaubt Kühne, der im Leben nicht daran gedacht hätte, dass seine Havelwinkel-Elf die Qualifikation schaffen würde.

Der Budenzauber in den Wintermonaten ruft beim SSV-Übungsleiter trotzdem gemischte Gefühle hervor: „Im vergangenen Jahr ist unsere Hallensaison voll in die Hose gegangen, deshalb spielen wir in diesem Winter kaum Turniere.“ Das liegt aber auch daran, dass die Warnauer überhaupt keine Möglichkeit haben, in der Halle zu trainieren. Die einzige Trainingschance für den SSV ist das Turnier des Post SV Stendal am heutigen Donnerstag. „Da können wir uns dann für das Masters etwas einspielen“, hofft Kühne.

Das ist ja wenigstens etwas, denn das Spiel mit der Rundumbande der Altmark-Zeitung ist für die Warnauer völlig ungewohnt. Chancenlos sieht Heino Kühne seine Mannschaft aber trotzdem nicht. In der Halle sei nichts vorhersehbar, sagt er, will deshalb eine konkrete Zielsetzung lieber nicht ausgeben. Nur eines möchte er mit dem SSV Havelwinkel Warnau keinesfalls sein: „Kanonenfutter“.

Das ist fast ausgeschlossen, denn der Landesklasse-Aufsteiger bringt einige exzellente Techniker mit nach Beetzendorf. So zum Beispiel René Gerngroß oder Michael Schulz. Auch Kevin Beyer ist ein Hallenspezialist, allerdings am Knie verletzt und wird deshalb nicht spielen. „Wir wollen mit einer vernünftigen Mannschaft kommen“, kündigt Kühne an. Eben um kein Kanonenfutter zu sein.

Medizin Uchtspringe

„Die Masters-Teilnahme ist ein echter Höhepunkt in unserer Fußballgeschichte“, findet Medizins Abteilungsleiter Sven Reifke. Zu Beginn der 1990er Jahre waren die Uchtspringer fast mal mit dabei. Allerdings nur fast. Dass die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz bei der XXII. Auflage am Sonnabend zum zwölfköpfigen Teilnehmerfeld gehören wird, war schon im Januar 2012 beschlossene Sache. Schließlich holte Uchtspringe den Hallenkreismeistertitel des KFV Altmark Ost und hatte damit das Ticket in der Tasche.

„Einigen Spielern war es extrem wichtig mit dabei zu sein“, verriet Reifke im Gespräch mit der AZ. Beispielsweise Mathias Lenz, der mit Potzehne und Gardelegen schon mal Masters-Luft schnupperte und auch mit seinem neuen Verein Uchtspringe unbedingt mitspielen wollte. „Das Masters hat einen extrem hohen Stellenwert, weil dort die besten Mannschaften mit dabei sind“, schätzt Sven Reifke ein.

Das Viertelfinale soll es für Medizin am Sonnabend mindestens sein, mit etwas Glück ist für die Uchtspringer aber vielleicht noch etwas mehr drin. Marcel Brinkmann, Christoph Miedreich und Manuel Stoppa sind aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten eigentlich gesetzt.

Wäre da nur noch die Rundumbande, die für die Mediziner eventuell ein Problem darstellen könnte. „Das glaube ich nicht, mit Bande sehen wir eigentlich immer ganz gut aus“, glaubt Reifke. Doch da sind ja auch noch die hochkarätigen Gegner, beispielsweise Verbandsligist und Titelverteidiger 1. FC Lok Stendal, auf den die Mannschaft bei Erreichen der K.o.-Runde treffen könnte.

Für die Uchtspringer ist es eine echte Ehre, im Konzert der altmärkischen Fußballgrößen mitzumachen. Bleibt nur die Frage, welche Geige die Mediziner spielen werden ...

Von Christian Buchholz

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