HANDBALL – VERBANDSLIGA Stendal lässt sich gegen Seehausen nicht beirren

Schützenfest trotz Blitz-Rot

Einer von vielen Derbyhelden: Lok-Torhüter Tobias Vogel entschärft in dieser Szene einen Siebenmeter von Paul Liepelt.
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Einer von vielen Derbyhelden: Lok-Torhüter Tobias Vogel entschärft in dieser Szene einen Siebenmeter von Paul Liepelt.

Stendal – Zweiter Derbysieg im zweiten Spiel. Der HV Lok Stendal hat am Sonntagnachmittag in heimischer Halle auch der SG Seehausen keine Chance gelassen und mit einem durch und durch überzeugenden 32:21 (16:9)-Erfolg seinen perfekten Saisonstart rund gemacht.

Bereits zum Auftakt vor zwei Wochen war die HSG Altmark West ähnlich deutlich hergespielt worden (29:19).

Der Schlüssel zum Erfolg war dabei gegen Seehausen gar nicht so leicht zu benennen. Abwehr, Torhüter, Effektivität im Angriff. Gleich mehrere im Handball elementare Faktoren sprachen über 60 Minuten für die Hausherren. Was jedoch gegen sie hätte sprechen können, war ein früher Platzverweis gegen Führungsspieler Chris Rosentreter. Dieser räumte bereits in der dritten Minute Seehausens durchgestarteten Daniel Cornehl ab und sah völlig berechtigt die Rote Karte. Es sollte der einzige Stendaler Tiefpunkt des Nachmittags bleiben. In einer Phase, in der die Partie generell noch recht hektisch und zerfahren war.

Dies besserte sich, weil unter anderem Rosentreter-Ersatz Robert Stephan stark aufspielte und mit zwei Traum-Anspielen die erste deutlichere Lok-Führung einleitete (14./7:4). Gäste-Coach Frank Leo nahm die Auszeit, einen Effekt hatte sie nicht. Stattdessen gewährte seine Sieben den Eisenbahnern zahlreiche einfache Treffer über den Kreis, verteidigte mitunter zu körperlos. In der Schlussphase von Durchgang eins kamen unnötige Zeitstrafen hinzu, sodass die spielfreudigen Stendaler das Derby bereits zur Pause so gut wie entschieden hatten – 16:9.

Dass mit Stephan unterdessen der nächste Lok-Spieler vom Feld musste – er verletzte sich an der Hüfte – gereichte den Seehäusern auch nicht mehr zum Vorteil. Sie blieben offensiv zu fehlerhaft und defensiv zu anfällig. Dabei versuchte Frank Leo wahrlich alles, brachte zwischenzeitlich seine erfahrenste Sieben auf die Platte. Doch auch Benjamin Mittag, Alexander und Christian Söhnel oder Daniel Cornehl bekamen die Wende nicht hin. Einzelaktionen von Noah Bertram, mehr kam auch nach dem Seitenwechsel kaum. Der HV Lok Stendal brachte seinen Sieg entspannt über die Zeit. Neben einer starken Torhüter-Leistung von Tobias Vogel ragten vor allem Rechtsaußen Ludwig Gercke und Youngster Arno Görnemann heraus.

HV Lok Stendal (Tore): Vogel, Nagel - Schumann (4), Gercke (8), Leinung (3), Krähe (3), Stephan (5), Rosentreter, Tembe (4), Görnemann (5), Grimmer, Ryssmann.

SG Seehausen: Helge, Nöring - Mittag (1), Bertram (6), Cornehl (3), O. Wille (3), Liepelt (2), Walenciak (1), C. Söhnel (2), F. Wille (1), Wagener (1), A. Söhnel (1). VON TOBIAS HAACK

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